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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Selbstporträt

Name Klasse Datum

Anton Raphael Mengs, Selbstporträt (1779), Staatliche Museen zu Berlin. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Anton Raphael Mengs topimpressionists.com/de/artists/anton-raphael-mengs_de/
Lebensdaten des Künstlers
1728 – 1779
Gemalt
1779
Medium
Öl
Originalgröße
57 x 43 cm
Bewegung
Neoklassizistischer Stil A deliberate return to the calm balance and clear outlines of ancient Greek and Roman art.
Zeitraum
– Frühe Neuzeit
Ausgestellt in
Staatliche Museen zu Berlin topimpressionists.com/de/museums/staatliche-museen-zu-berlin-berlin_de-1/
Artistic style
Porträtmalerei
Influences
Klassische Kunst, Meister der Renaissance
Notable elements or techniques
Chiaroscuro-Beleuchtung, klassische Komposition
Subject or theme
Selbstreflexion

Im Kontext

Selbstporträt — Anton Raphael Mengs

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 57 × 43 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1720
  2. 1730
  3. 1740
  4. 1750
  5. 1760
  6. 1770

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 51 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 51 war. Der Künstler wurde 51 alt. 34 der 35 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Anton Raphael Mengs (1728–1779) ▲ dieses Werk, 1779 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Erste Werke: bis 1758 Hauptwirkungsjahre: 1758–1770 Spätwerke: ab 1770

Diese drei Abschnitte unterteilen die Werke, für die dieser Katalog ein Datum vorweisen kann, in ein erstes Viertel, eine mittlere Hälfte und ein letztes Viertel. Es handelt sich dabei nicht um das vollständige Werk der Künstlerin: Eine dünne Phase kann eher eine Lücke in der Dokumentation als eine ruhigere Zeit darstellen. Dieselbe Zeitspanne, die mit dem Leben des Künstlers verwoben ist

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: topimpressionists.com/de/art/similar/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Phthalogrün #321f20

    Katalogisierte Palette

    • #321F20
    • #794137
    • #E7B683
    • #0E0B0E

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdtöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Phthalogrün
    Intensität
    Einfarbig Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Ausgewogene Harmonie Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Anton Raphael Mengs aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 17 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 61,5%
    2. 2 Vereinigte Staaten von Amerika 6,2%
    3. 3 Brasilien 3,1%
    4. 4 Deutschland 3,1%
    5. 5 Spanien 3,1%
    6. 6 Frankreich 3,1%
    7. 7 Mexiko 3,1%
    8. 8 Singapur 3,1%
    9. 9 Kanada 1,5%
    10. 10 Côte d'Ivoire 1,5%
    11. · 7 weitere Länder 10,7%

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 20 meistgesehenen Werke von Anton Raphael Mengs

    1. 1 Die Schule der Athener, 1509 28,0%
    2. 2 Johann Joachim Winckelmann (1717–1768), 1777 6,0%
    3. 3 Die Heilige Familie, 1760 6,0%
    4. 4 Parnass (Studie), 1760 6,0%
    5. 5 Maria Luisa von Parma, 1765 5,0%
    6. 6 The Penitent Magdalene, 1752 4,0%
    7. 7 Portrait of Peter Leopold of Habsburg-Lorraine (later Leopold II), 1770 3,0%
    8. 8 Perseus and Andromeda, 1774 3,0%
    9. 9 Karl IV als Prinz, 1765 3,0%
    10. 10 Self-Portrait, 1744 3,0%
    11. 11 Selbstporträt, 1775 2,0%
    12. 12 School of Athens, 1511 2,0%
    13. 13 Selbstporträt, 1779 dieses Gemälde 2,0%
    14. 14 The Infant Christ Appearing to Saint Anthony of Padua, 1765 2,0%
    15. 15 Descent from the Cross 2,0%
    16. 16 Portrait of the Artist's Father 2,0%
    17. 17 Glory of St Eusebius, 1757 2,0%
    18. 18 Les quatre arts libéraux La Musique 2,0%
    19. 19 Marie Louise de Parma 2,0%
    20. 20 George Harry Grey (1737–1819), 5th Earl of Stamford, 1760 1,0%

    Zusammen machen diese Werke 86,0% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 49 Werke dieses Künstlers, von denen 34 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 13 unter ihnen und macht 2,0% dieser Aufmerksamkeit aus. Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Selbstporträt — Anton Raphael Mengs

    Ein Fenster zur barocken Reflexion: Die Seele von Mengs’ Selbstporträt

    In der stillen Intensität von Anton Raphael Mengs Selbstporträt begegnen wir weit mehr als nur einer bloßen Ähnlichkeit; wir finden uns vor einer tiefgründigen Meditation über Identität und die Last des künstlerischen Genies wieder. Vollendet im Jahr 1779, dient dieses Werk als entscheidende Brücke zwischen zwei monumentalen Epochen der europäischen Kunst. Während es das dramatische, emotionale Feuer bewahrt, das für die Barockzeit charakteristisch ist, atmet es gleichzeitig die disziplinierte Klarheit der aufkeimenden neoklassizistischen Bewegung. Als die Aufklärung begann, die Vernunft und klassische Ideale zu verteidigen, nutzte Mengs sein eigenes Abbild, um diese komplexe Dualität zu navigieren, und bot einen Blick an, der ebenso sehr von intellektueller Selbstbeobachtung wie von physischer Präsenz handelt.

    Die Komposition ist meisterhaft orchestriert, um die Aufmerksamkeit des Betrachters durch ein Gefühl kontemplativer Stille zu fesseln. Der Künstler sitzt im Dreiviertelprofil nach rechts auf einem mit opulentem Damast überzogenen Stuhl und richtet seinen Blick nach außen, doch seine Augen scheinen durch den Betragenden hindurch auf einen unsichtbaren Horizont zu schauen. Diese bewusste Anordnung erzeugt eine Spannung zwischen der formalen, strukturierten Pose und der rohen, psychologischen Tiefe seines Ausdrucks. Das Motiv ist mit einer solchen Präzision dargestellt, dass man die Textur der schweren Stoffe und das Gewicht der Gedanken des Künstlers fast fühlen kann, was es zu einem idealen Mittelpunkt für all jene macht, die Kunst schätzen, die zu tiefem Gespräch und stillem Nachdenken einlädt.

    Meisterschaft des Lichts und der neoklassizistische Geist

    Technisch gesehen ist das Gemälde eine Glanzleistung des Chiaroscuro. Mengs setzt ein dramatisches Zusammenspiel von Licht und Schatten ein, um seine Gesichtszüge zu modellieren, was dem Porträt ein spürbares Gefühl von Dreidimensionalität und physischer Schwere verleiht. Diese Technik erhellt nicht nur das Gesicht; sie meißelt es förmlich aus der Dunkelheit heraus und betont die gerunzelte Stirn sowie den ernsten, konzentrierten Ausdruck, der auf einen Geist hindeutet, der tief in die Mühsal des schöpferischen Prozesses versunken ist. Die Palette ist bewusst zurückhaltend gewählt und wird von gedämpften Grautönen und tiefen Schatten dominiert, welche den vorherrschenden ästhetischen Wandel weg von den prunkvollen, oft frivolen Farben der Rokoko-Ära widerspiegeln.

    Der Pinselstrich selbst zeugt von Mengs' technischer Virtuosität – präzise und kontrolliert, aber mit einer subtilen Textur versehen, die Haut und Stoff lebendig werden lässt. Indem er Klarheit und Zurückhaltung über die Ornamentik stellt, ordnet sich Mengs den neuen klassischen Idealen seiner Zeit unter und sucht die Schönheit in der Wahrheit und Proportion statt im Übermaß. Für den anspruchsvollen Sammler oder Innenarchitekten bietet dieses Stück eine anspruchsvolle Eleganz; seine gedämpften Töne und die strukturierte Komposition ermöglichen es ihm, sich nahtlos in raffinierte, moderne Räume einzufügen und gleichzeitig einen zeitlosen Anker von historischer Bedeutung zu bilden.

    Ein bleibendes Vermächtnis für den modernen Sammler

    Eine Reproduktion dieses Selbstporträts zu besitzen bedeutet, ein Fragment des transformativsten Augenblicks der Kunstgeschichte in den Händen zu halten. Mengs war nicht nur ein Maler, sondern ein Visionär, der half, die visuelle Sprache Europas neu zu definieren, indem er sich von der dekorativen Verspieltheit der Vergangenheit hin zu einer erneuten Faszination für die griechisch-römische Antike bewegte. Sein Werk verkörpert den Kampf eines Künstlers, der mit seinem Vermächtnis und der moralischen Verantwortung der Schönheit in einem Zeitalter der Vernunft ringt.

    Ob in einem privaten Arbeitszimmer, einer prächtigen Bibliothek oder einem zeitgenössischen Wohnraum platziert – dieses Kunstwerk strahlt eine Aura von intellektuellem Prestige und emotionaler Tiefe aus. Es ist ein Werk für jene, die mehr als nur Dekoration suchen – es ist für jene, die eine Begegnung mit dem Tiefgründigen ersehnen. Das Selbstporträt bleibt ein eindringlich schönes Zeugnis der unvergänglichen Kraft des menschlichen Geistes, eingefangen in einem Moment ewiger, stiller Brillanz.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Anton Raphael Mengs

    Geboren in Ústí nad Labem, Böhmen

    Anton Raphael Mengs: Ein Pionier der Neoklassischen Malerei

    Geboren: 22. März 1728, Ústí nad Labem (Aussig), Böhmen (heute Tschechische Republik)

    Gestorben: 29. Juni 1779, Rom, Italien

    Anton Raphael Mengs war ein deutsch-böhmischer Maler, der den Übergang von der Rokoko- zur Neoklassischen Malerei maßgeblich beeinflusste. Er war vor allem in Rom, Madrid und Sachsen tätig, seine Werke verkörpern eine Mischung aus Barockpracht und aufkommenden klassischen Idealen und etablierten ihn als eine zentrale Figur der Kunst des 18. Jahrhunderts.

    Frühes Leben und Ausbildung: Im Schatten Ismael Mengs

    Mengs’ künstlerische Reise begann unter der Anleitung seines Vaters, Ismael Mengs, einem dänischen Maler, der sich in Dresden niedergelassen hatte. Ismael erkannte sein frühzeitig sein Talent und brachte ihn 1741 nach Rom. Diese prägende Erfahrung umfasste das Kopieren von Werken Raffaels für den Kurfürsten von Sachsen, was Anton Raphaels ästhetische Sensibilität tiefgreifend formte. Die Auseinandersetzung mit Raffaels Meisterschaft weckte in ihm eine tiefe Wertschätzung für klassische Formen und Kompositionen, die zu Kennzeichen seines eigenen Stils werden sollten.

    Künstlerisches Schaffen: Fresken, Porträts und Klassische Ideale

    Mengs’ Karriere blühte am Hof mehrerer europäischer Höfe auf. 1749 wurde er zum ersten Maler Friedrich Augusts, Kurfürst von Sachsen, ernannt, eine Position, die ihm beträchtliche Förderung ermöglichte, während er seinen römischen Standort beibehielt. Sein bekanntestes Werk ist wohl das Fresko Parnass in der Villa Albani in Rom, das weitreichenden Beifall erhielt und seinen Ruf als führender Künstler festigte. Weitere bedeutende Aufträge umfassten ein hervorragendes Fresko auf der Kuppel der Kirche Sant’Eusebio in Rom, das seine Fähigkeiten bei monumentalen Dekorationen unter Beweis stellte, sowie die Decke des Bankettsaals des Königspalastes von Madrid, der als eine seiner besten Leistungen gilt.

    Bemerkenswerte Werke: Parnass (Villa Albani), Fresken in Sant’Eusebio, Decke des Bankettsaals (Königspalast, Madrid), Johann Joachim Winckelmann (1717–1768)

    Obwohl er von der römischen Barocktradition beeinflusst war, nahm Mengs zunehmend die Ideale der klassischen Antike an. Dieser Wandel wurde maßgeblich durch seine enge Zusammenarbeit mit Johann Joachim Winckelmann befördert, einem bedeutenden Kunsthistoriker und Theoretiker, der die Wiederbelebung griechischer und römischer Ästhetik propagierte. Gemeinsam plädierten sie für eine Rückkehr zu Einfachheit, Klarheit und idealisierten Formen in der Kunst und legten damit den Grundstein für die Neoklassizistische Bewegung.

    Wichtige Aspekte & Rivalitäten

    Konversion und Rolle an der Vatikanischen Malerschule: Mengs konvertierte 1754 zum Katholizismus und wurde anschließend Direktor der Vatikanischen Malerschule, was seine Position innerhalb der künstlerischen Elite weiter festigte.

    Die Schule der Athener: Er malte "Die Schule der Athener" für den Duke of Northumberland (heute im Victoria and Albert Museum), ein bedeutendes Werk, das seine Beherrschung klassischer Themen und Kompositionen demonstriert.

    Winckelmann-Zusammenarbeit: Seine Partnerschaft mit Winckelmann war maßgeblich an der Gestaltung neoklassizistischer künstlerischer Prinzipien beteiligt.

    Rivalität & Freundschaft: Mengs erlebte sowohl Rivalitäten (insbesondere mit Pompeo Batoni) als auch Freundschaften (mit Giacomo Casanova), was die komplexen Dynamiken der römischen Kunstszene seiner Zeit widerspiegelte.

    Vermächtnis und Historische Bedeutung

    Anton Raphael Mengs starb 1779 in Rom und hinterließ ein umfangreiches Werk, das die Kluft zwischen Barock- und Neoklassizistischen Stilen überbrückte. Sein Schwerpunkt auf klassischen Idealen, gepaart mit seinem technischen Können, machte ihn zu einer entscheidenden Figur bei der Entwicklung des Neoklassizismus. Er wird nicht nur für seine beeindruckenden Fresken und Porträts erinnert, sondern auch für seine intellektuellen Beiträge zur Kunsttheorie durch seine Zusammenarbeit mit Winckelmann. Sein Einfluss ist in nachfolgenden Generationen von Künstlern sichtbar, die die Klarheit, Ordnung und idealisierten Formen annahmen, die die neoklassische Malerei auszeichneten.

    Museum

    Staatliche Museen zu Berlin

    Ausgestellt in Berlin, Germany

    Ein Spiegel der Epochen: Die Staatlichen Museen zu Berlin

    Im Herzen Berlins, einer Stadt, die von Geschichte und Wandel geprägt ist, erhebt sich ein einzigartiges Zeugnis menschlicher Kreativität und kultureller Vielfalt: die Staatlichen Museen zu Berlin. Mehr als nur eine Ansammlung von Kunstwerken, sind sie eine Reise durch Jahrtausende, ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der den Besucher in seinen Bann zieht. Von den prunkvollen Sälen der Museumsinsel bis hin zu den modernen Räumlichkeiten des Kulturforums entfaltet sich hier eine Welt voller Wunder, die sowohl den Kenner als auch den neugierigen Betrachter gleichermaßen fasziniert.

    Die Wurzeln dieser beeindruckenden Institution reichen zurück ins Jahr 1823, als König Friedrich Wilhelm III. mit visionärem Weitblick die "Königlichen Museen" gründete – eine Sammlung, die nicht nur preußischen Stolz widerspiegeln sollte, sondern auch den Geist einer offenen und global vernetzten Welt umarmen sollte. Diese Ambition wuchs im Laufe der Jahrzehnte zu einem komplexen Netzwerk von siebenzehn Museen heran, die in fünf unterschiedlichen Clustern organisiert sind und jeweils einen besonderen Aspekt menschlicher Schöpfungskraft beleuchten. Die Architektur selbst ist ein Spiegelbild dieser Entwicklung, mit ikonischen Bauten wie dem Alten Museum, dem Neuen Museum und dem Pergamonmuseum, Meisterwerke des Architekten Karl Friedrich Schinkel, dessen Verständnis von Raum und Licht bis heute unsere Wahrnehmung von Kunst prägt.

    Schätze der Antike und die Magie Ägyptens

    Die Museumsinsel, ein UNESCO-Weltkulturerbe, bildet das Herzstück dieser einzigartigen Museumslandschaft. Hier offenbaren sich Schätze aus aller Welt, die Zeugnis von den großen Zivilisationen vergangener Epochen geben. Im Alten Museum begegnet man der Eleganz griechischer und römischer Skulpturen, die Ideale von Schönheit und Bürgerlichkeit verkörpern. Doch gerade das Neue Museum übt eine besondere Anziehungskraft aus – es beherbergt die atemberaubende Büste der Nefertiti, ein Symbol ägyptischer Majestät. Dieses ikonische Kunstwerk, das 1912 entdeckt wurde, fesselt bis heute durch seine außergewöhnliche Lebendigkeit und vermittelt einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt des alten Ägypten. Die jüngst abgeschlossene Restaurierung hat dem Neuen Museum nicht nur zu neuem Glanz verholfen, sondern auch die Präsentation der Nefertiti auf innovative Weise inszeniert und unterstreicht das Engagement der Staatlichen Museen für den Erhalt unseres kulturellen Erbes.

    Das Pergamonmuseum hingegen entführt in die Welt des Alten Orients. Hier kann man sich kaum dem Ehrfurcht einheimsen, wenn man vor dem rekonstruierten Ischtar-Tor von Babylon steht – seine leuchtenden Glasurbilder erzählen Geschichten von Macht und Pracht vergangener Reiche. Die monumentale Architektur und die beeindruckende Vielfalt der Exponate machen das Pergamonmuseum zu einem unvergesslichen Erlebnis.

    Von Meistern alter Zeiten bis zur Moderne

    Jenseits der Museumsinsel entfaltet sich eine weitere Facette der Staatlichen Museen. Im Kulturforum beherbergt die Gemäldegalerie Meisterwerke alter Meister, darunter Botticellis "Primavera", ein Fest der Schönheit und des Frühlings, sowie Rembrandts eindringliche Porträts, die tief in die menschliche Seele blicken. Das Kunstgewerbemuseum verzaubert mit seiner umfangreichen Sammlung dekorativer Künste – von kunstvoll geschnitzten Elfenbeinkästchen bis hin zu filigranen Wandteppichen, die einen lebendigen Zeugnis vergangener Geschmäcker und technologischer Innovationen darstellen. Diese Sammlungen bieten nicht nur Einblicke in künstlerische Strömungen, sondern auch in die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Kräfte, die sie geprägt haben.

    Die Staatlichen Museen zu Berlin sind mehr als nur ein Ort der Kunstbetrachtung – sie sind ein lebendiges Zeugnis deutscher Geschichte und Widerstandskraft. Die Sammlung spiegelt die turbulenten Ereignisse des 20. Jahrhunderts wider, von den romantischen Landschaften Caspar David Friedrichs bis hin zum schonungslosen Realismus Adolph Menzel’s Darstellungen preußischer Gesellschaft. Die Alte Nationalgalerie bietet einen besonderen Einblick in diese Ära und verdeutlicht die Spannung zwischen Tradition und Moderne, die das 19. Jahrhundert prägte.

    Heute stehen die Staatlichen Museen zu Berlin als Mahnmal für Berlins Widerstandskraft und sein unerschütterliches Engagement für den Erhalt des kulturellen Erbes. Die sorgfältigen Restaurierungsarbeiten am Pergamonmuseum sind ein Beweis dafür, dass diese Institutionen bestrebt sind, ihre ikonische Sammlung zu bewahren und zukünftigen Generationen zugänglich zu machen – damit die Schätze der Vergangenheit weiterhin Inspiration und Staunen wecken.

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Selbstporträt

    topimpressionists.com/de/art/download/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Mengs, Anton Raphael. Selbstporträt. 1779, Staatliche Museen zu Berlin. https://topimpressionists.com/de/art/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/
    APA
    Mengs, Anton Raphael (1779). Selbstporträt [Painting]. Staatliche Museen zu Berlin. https://topimpressionists.com/de/art/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/
    Chicago
    Anton Raphael Mengs. Selbstporträt. 1779. Staatliche Museen zu Berlin. https://topimpressionists.com/de/art/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/
    Harvard
    Mengs, Anton Raphael (1779) Selbstporträt. Staatliche Museen zu Berlin. Available at: https://topimpressionists.com/de/art/anton-raphael-mengs-selbstportrat-8xzmcq-de/

    Genau hinsehen

    Selbstporträt — Anton Raphael Mengs

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: porträtmalerei, selbstreflexion, klassische kunst. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) (1777), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Neoklassizistischer Stil: A deliberate return to the calm balance and clear outlines of ancient Greek and Roman art. Wo lässt sich dies in diesem Werk erkennen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Kunst-Quiz

    Selbstporträt — Anton Raphael Mengs

    Wie gut kennen Sie dieses Kunstwerk?

    Wählen Sie jeweils eine Antwort für jede der 5 unten stehenden Fragen aus. Jede Frage hat genau eine richtige Antwort.

    1. 1. Mit welcher Kunstbewegung wird Anton Raphael Mengs primär in Verbindung gebracht?

      • A Rokoko
      • B Renaissance
      • C Neoklassizismus
    2. 2. Das Gemälde nutzt eine Technik namens Chiaroscuro (Hell-Dunkel-Malerei), die Folgendes betont:

      • A Helle, lebendige Farben
      • B Sanfte Farbübergänge
      • C Dramatische Kontraste zwischen Licht und Dunkel
    3. 3. Wo wurde Anton Raphael Mengs ursprünglich in der Erforschung klassischer Kunst ausgebildet?

      • A Florenz
      • B Paris
      • C Rom
    4. 4. Was ist an der Wand hinter Mengs im Porträt dargestellt?

      • A Eine Landschaftsszene
      • B Ein Stillleben-Arrangement
      • C Klassische architektonische Elemente
    5. 5. Welche Interpretation von Mengs' inneren Gedanken in diesem Selbstporträt wäre basierend auf seinem Ausdruck und Blick möglich?

      • A Freudige Betrachtung der Schönheit
      • B Tiefer Schmerz über persönlichen Verlust
      • C Konzentrierte Hingabe an das künstlerische Schaffen

    Mein Ergebnis: ____ von 5

    Lösungsschlüssel — für die Lehrkraft

    Dies beginnt eine neue Druckseite und kann daher bei den Kopien einfach weggelassen werden.

    1C · 2C · 3C · 4C · 5C

    Überprüfen Sie jede Antwort mit dem Katalogeintrag für dieses Gemälde

    Fragen & Antworten

    Ist "Selbstporträt" insgesamt eher hell oder eher dunkel?

    "Selbstporträt" von Anton Raphael Mengs weist eine Helligkeit von tiefste Schattenwerte mit einer Luminanz von Dunkel auf.

    Ist "Selbstporträt" typisch für das Werk von Anton Raphael Mengs?

    "Selbstporträt" stellt porträtmalerei, selbstreflexion, klassische kunst, barockmalerei, römischer einfluss, atelier des künstlers, licht & schatten dar, während die dokumentierten Themen von Anton Raphael Mengs klassischer idealismus, römische tradition, intellektueller diskurs, künstleridentität, frühwerk sind. Ein Vergleich der beiden zeigt, wie das Werk mit den üblichen Sujets des Künstlers in Verbindung steht.

    Wie kann ich eine Vorschau einer Reproduktion von "Selbstporträt" von Anton Raphael Mengs aufrufen?

    Eine Vorschau von "Selbstporträt" von Anton Raphael Mengs finden Sie auf der Vorschau im Raum-Seite des Kunstwerks.