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Leitfaden für studentische Kunstwerke

Lovers

Name Klasse Datum

Otto Müller, Lovers. Gemeinfreiheit.

Eckdaten

Künstler
Otto Müller topimpressionists.com/de/artists/otto-muller_de/
Lebensdaten des Künstlers
1874 – 1930

Im Kontext

Lovers — Otto Müller

Wann könnte dieses Werk entstanden sein?

  1. 1870
  2. 1880
  3. 1890
  4. 1900
  5. 1910
  6. 1920
  7. 1930

Schattiert: das Lebenswerk von Otto Müller (1874–1930)

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Farbpalette

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Espresso #424953

    Gespeicherte Palette

    • #424953
    • #716B68
    • #D4BAA1
    • #AF8E74
    Palette
    Earthy Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Hauptfarbe
    Espresso
    Intensität
    Balanced Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Gentle Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Balanced Harmony Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Balanced Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Subtle Color Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Otto Müller

    Geboren in Liebau, Polen

    Frühe Jahre und Ausbildung

    Otto Müller, ein deutscher Maler und Grafiker, wurde am 16. Oktober 1874 in Liebau (heute Lubawka, Kamienna Góra County), Kreis Landeshut, Schlesien, Polen geboren. Zwischen 1890 und 1892 absolvierte er eine Ausbildung im Lithographie in Görlitz und Breslau. Von 1894 bis 1896 studierte Müller an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden und setzte seine Studien ab 1898 in München fort.

    Künstlerische Entwicklung und Expressionismus

    Müllers frühe Werke waren von Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus beeinflusst. Nach seinem Umzug nach Berlin im Jahr 1908 entwickelte sich sein Stil jedoch hin zum Expressionismus. In dieser Zeit stand er in Kontakt mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Wilhelm Lehmbruck, Rainer Maria Rilke und Erich Heckel. Im Jahr 1910 trat Müller der in Dresden ansässigen Gruppe 'Die Brücke' bei, ein entscheidender Moment auf seinem expressionistischen Weg.

    Wichtige Werke und Stil

    Müllers Gemälde zeigten oft die Einheit von Mensch und Natur, gekennzeichnet durch eine harmonische Vereinfachung von Form, Farbe und Konturen. Zu seinen bemerkenswertesten Werken zählen:

    Von Der Sternennacht-inspirierten Landschaftsbilder

    Ausdrucksstarke Nacktstudien und Romani (Zigeuner) Frauen, was ihm den Spitznamen "Zigeunermüller" einbrachte

    Die Verwendung von Tempera auf grobem Leinwandstoff für eine matte Oberfläche

    Ein produktiver Grafiker mit fast allen seinen Drucken als Lithographien, zusammen mit einigen Holzschnitten und Radierungen

    Leben und Wirken

    Otto Müller wurde als Sohn des Leutnants und späteren Steuerbeamten Julian Mueller und seiner Ehefrau Marie Maywald im damals preußischen Schlesien geboren. Er hatte fünf Schwestern und einen Bruder, Max, der bereits mit vier Jahren starb. Seine Jugendjahre verbrachte er in Görlitz. Das Gymnasium musste er ohne Abschluss verlassen. Von 1890 bis 1894 absolvierte er auf Wunsch seines Vaters eine Lithografenlehre, daran schloss sich bis 1896 ein Studium an der Kunstakademie von Dresden an, für das er eine Sondergenehmigung erhalten hatte. Dort kam es bald zu Differenzen mit seinem Lehrer Hermann Freye, da er dessen Korrekturen nicht dulden wollte. 1898 ging er mit seinem Malerfreund Paul Kother nach München, um an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste sein Studium der Malerei fortzusetzen. Doch obschon der 1895 als Professor an die Akademie berufene Franz von Stuck bereit war, ihn anzunehmen, ließ Mueller sein Vorhaben schon nach der ersten Korrektur aus ungeklärten Gründen fallen. Stattdessen beschloss er, fortan die Malerei im Selbststudium zu betreiben, wobei ihn insbesondere die Werke von Hans von Marées und Arnold Böcklin anzogen. Im Jahr 1905 heiratete er Maria („Maschka“) Meyerhofer, die er im Herbst 1899 auf einem Klubabend der Elbier kennengelernt hatte und mit der er 1901 einen Sohn, Eugen, bekam, der aber bis zum zwölften Lebensjahr bei ihrer Schwester aufwuchs. Maschka stand ihm, wie auch seine späteren Partnerinnen, oft Modell. Im Jahr 1908 zog er nach Berlin. Sein Vorbild wurden Plastiken von Wilhelm Lehmbruck, mit dem ihn eine Freundschaft verband; seit 1908 malte er die schlanken Mädchengestalten, die für ihn charakteristisch sind, wie auch die Leimfarben, die er mit Vorliebe für seine Werke nutzte. Er versuchte vergeblich, sich der Berliner Secession anzuschließen, und 1910 gründete er mit anderen abgewiesenen Künstlern die Gruppe Neue Secession, die im Mai eine Ausstellung zeigte unter dem Motto „Zurückgewiesene der Secession Berlin 1910“. Darüber kam er mit Mitgliedern der Brücke in Kontakt und arbeitete von 1910 bis zu ihrer Auflösung im Mai 1913 in dieser Künstlergemeinschaft mit. Der in seinem Stil den anderen Brücke-Künstlern sehr ähnliche Mueller bevorzugte eine gedämpfte Farbgebung von lyrisch-dekorativer Wirkung. Während des Ersten Weltkriegs wurde Müller im Juli 1916 zum Landsturm eingezogen und nahm als Soldat der Infanterie an Kämpfen in Frankreich und Russland teil. Im Frühjahr 1917 zog er sich eine Lungenentzündung zu, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Seine Genesung im Lazarett im Kamillianerkloster im rheinischen Neuss nahm zwei Monate in Anspruch. Seit 1919 war Müller Professor an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau.

    Nachwirkung und Vermächtnis

    Im Jahr 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 357 seiner Werke aus deutschen Museen und erklärten sie als "entartete Kunst". Müller starb am 24. September 1930 in Obernigk, Landkreis Trebnitz, Provinz Niederschlesien.

    Weitere Lesetipps

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    Müller, Otto. Lovers. n.d., https://topimpressionists.com/de/art/otto-mueller-lovers-A2AALT-en/
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    Müller, Otto (n.d.). Lovers [Painting]. https://topimpressionists.com/de/art/otto-mueller-lovers-A2AALT-en/
    Chicago
    Otto Müller. Lovers. n.d. https://topimpressionists.com/de/art/otto-mueller-lovers-A2AALT-en/
    Harvard
    Müller, Otto (n.d.) Lovers. Available at: https://topimpressionists.com/de/art/otto-mueller-lovers-A2AALT-en/

    Genau hinsehen

    Lovers — Otto Müller

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    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf Liebespaar (1919), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Was wollte der Künstler wohl, dass Sie fühlen?

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