Papier

Leitfaden für studentische Kunstwerke

Pietà

Name Klasse Datum

Paul Troger, Pietà (1740), Wien Museum. Gemeinfrei. Erleben Sie diese Leinwand unter bewegtem Licht: die Zeichnung, die wahre Farbe unter dem Firnis, das reine Pigment

Fakten auf einen Blick

Künstler
Paul Troger topimpressionists.com/de/artists/paul-troger_de/
Lebensdaten des Künstlers
1698 – 1762
Gemalt
1740
Medium
Malerei
Originalgröße
4 x 132 cm
Zeitraum
– Frühe Neuzeit
Ausgestellt in
Wien Museum topimpressionists.com/de/museums/wien-museum-vienna_de/
Artistic style
Österreichisches Licht
Influences
Gian Lorenzo Bernini
Notable elements or techniques
Dramatische Beleuchtung; Illusionismus
Subject or theme
Religiöse Ikonografie

Im Kontext

Pietà — Paul Troger

Wie groß ist es?

Das Original hat die Maße 4 × 132 cm (Höhe × Breite), hier dargestellt neben einer erwachsenen Person von durchschnittlicher Größe.

Wann wurde dieses Werk gemalt?

  1. 1690
  2. 1700
  3. 1710
  4. 1720
  5. 1730
  6. 1740
  7. 1750
  8. 1760

Obere Zeile: die Jahre. Untere Zeile: das Alter des Künstlers zu Beginn und am Ende jedes Zeitraums — 0 bei der Geburt, 64 beim Tod.

Gemalt, als der Künstler 42 war. Der Künstler wurde 64 alt. 1 der 4 datierten Werke dieses Künstlers in unserem Katalog entstanden früher.

Schattiert: das Lebenswerk von Paul Troger (1698–1762) ▲ dieses Werk, 1740 jedes datierte Gemälde, Jahrzehnt für Jahrzehnt

Vergleichen mit

Wählen Sie eines der oben genannten Werke aus: Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und einen Unterschied.

Weitere Werke, die sich ideal als Ergänzung zu diesem Werk eignen: topimpressionists.com/de/art/similar/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/

Farben

Anhand des Bildes gemessen

    Hauptfarbe

    Schwarz #15110b

    Katalogisierte Palette

    • #15110B
    • #382915
    • #7D6F54
    • #C2B490

    Diese Farben innerhalb der gesamten Palette des Künstlers Andere Gemälde nach Farbe finden

    Palette
    Erdtöne Die dominierende Farbgruppe im Bild.
    Bezeichnung der Hauptfarbe
    Schwarz
    Intensität
    Einfarbig Wie gesättigt und vielfältig die Farben sind – von einem einzelnen, dezenten Farbton bis hin zu einer Vielzahl leuchtender Töne.
    Kontrast
    Sanft Wie stark sich die Farben in Helligkeit und Sättigung über das Bild hinweg unterscheiden.
    Harmonie
    Starke farbliche Einheitlichkeit Wie gut die Farben zusammenwirken, von kontrastreich bis hin zu vollkommen harmonisch.
    Helligkeit
    Tiefste Schattenwerte Wie hell oder dunkel das Bild insgesamt wirkt, von tiefen Schatten bis hin zu strahlenden Glanzpunkten.
    Sättigung
    Gedämpft Wie rein und kräftig die Farben sind, von fast Grau bis hin zu voll lebendig.

    Wo auf der Welt wird dieses Gemälde betrachtet?

    • unter 1%
    • 1–3%
    • 3–8%
    • 8–20%
    • 20% und mehr
    Dieses Gemälde allein weist zu wenige registrierte Besucher auf, um eine Karte zu erstellen, daher zeigt die Tafel alle Werke von Paul Troger aus den letzten zwölf Monaten – insgesamt 4 Länder. Herkunft dieser Zahlen

    Die zehn führenden Länder

    1. 1 China 62,5%
    2. 2 Brasilien 12,5%
    3. 3 Malaysia 12,5%
    4. 4 Singapur 12,5%

    Finden Sie die drei dunkelsten Länder auf der Karte. Befindet sich das Museum, das dieses Gemälde beherbergt, in einem dieser Länder? Notieren Sie einen Grund, warum Menschen aus der Ferne es betrachten könnten.

    Die 6 meistgesehenen Werke von Paul Troger

    1. 1 St Sebastian and the Women, 1746 37,5%
    2. 2 Pietà, 1740 dieses Gemälde 12,5%
    3. 3 Die Heilung des alten Tobit 12,5%
    4. 4 The Annunciation and the Four Prophets, 1747 12,5%
    5. 5 Geras marmorsaal fresco loaves 12,5%
    6. 6 Christ on the Mount of Olives 12,5%

    Zusammen machen diese Werke 100,0% der gesamten Aufmerksamkeit aus, die die Gemälde dieses Künstlers in den letzten zwölf Monaten erhalten haben. Der Katalog enthält 11 Werke dieses Künstlers, von denen 6 mindestens einmal betrachtet wurden. Dieses Gemälde belegt Platz 2 unter ihnen und macht 12,5% dieser Aufmerksamkeit aus. Dies gilt Monat für Monat gleichermaßen

    Die Balken messen die Aufmerksamkeit, nicht die Qualität. Wählen Sie das Werk an der Spitze und dieses hier: Nennen Sie eine Sache, die ein Gemälde über seine handwerkliche Meisterschaft hinaus berühmt machen könnte.

    Über dieses Kunstwerk

    Pietà — Paul Troger

    Eine Symphonie aus Trauer und Gelassenheit

    In den stillen Tiefen von Paul Trogers Meisterwerk aus dem Jahr 1740, der Pietà, findet man weit mehr als nur ein rein religiöses Tableau; man begegnet einer tiefgründigen visuellen Meditation über das menschliche Dasein. Dieses monochrome Wunderwerk fängt den herzzerreißenden Moment ein, in dem Maria den leblosen Körper Jesu nach seiner Kreuzigung hält. Die Komposition ist eine exquisite Studie der Kontrasme, in der die schwere Last der Trauer auf ein transzendentes Gefühl des Friedens trifft. Während das Auge durch den verdunkelten Raum wandert, begegnet ihm eine Szene, die sich zugleich zutiefst persönlich und kosmisch bedeutsam anfühlt und den Betrachter in einen heiligen Dialog zwischen Klage und göttlicher Gnade einlädt. Für den anspruchsvollen Sammler oder Designer bietet dieses Werk eine seltene Gelegenheit, ein Kunstwerk zu besitzen, das seine Aufmerksamkeit durch emotionale Schwere statt durch bloßes Spektakel beansprucht.

    Die technische Brillanz Trogers zeigt sich nirgendwo deutlicher als in seiner meisterhaften Beherrschung des Chiaroscuro. Durch die Inszenierung eines dramatischen Zusammenspiels von Licht und Schatten modelliert der Künstler die Formen der Figuren mit einem atemberaubenden Realismus, der innerhalb des Rahmens förmlich zu atmen scheint. Trotz der monochromen Palette besitzt das Gemälde eine subtile, schimmernde Luminosität, die durch das mühsame Übereinanderschichten dünner Lasuren über einer vorbereitenden Untermalung erreicht wurde. Diese Technik lässt das Licht so erscheinen, als würde es aus der Haut Christi und den Falten von Marias Gewand selbst emittieren, wodurch eine illusionistische Tiefe entsteht, die den Beobachter direkt in die Atmosphäre des Raumes zieht. Die akribische Detailgenauigkeit der Texturen – die Weichheit des Fleisches im Kontrast zur Kargheit des Hintergrunds – demonstriert den Gipfel des österreichischen Barockstils.

    Historische Resonanz und symbolische Tiefe

    Um die Pietà zu verstehen, muss man den kulturellen Puls des Österreichs des 18. Jahrhunderts begreifen. Entstanden in einer Zeit bedeutender sozialer und spiritueller Reformen, spiegelt Trogers Werk die humanistischen Ideale der frühen Aufklärung wider, in denen sich der Fokus auf die greifbare Realität menschlichen Leidens und die erlösende Kraft der Barmherzigkeit verlagerte. Das Gemälde dient als Brücke zwischen den intensiven, dramatischen Schatten des Spätbarocks und der leichteren, ätherischeren Ästhetik des aufkommenden Rokoko. Durch die Schirmherrschaft der einflussreichen Familie von Firmian war Troger in der Lage, dieses Werk mit einer aristokratischen Raffinesse zu durchdringen, die das Sujet von einer einfachen Klage zu einem anspruchsvollen Stück theologischer Kunst erhebt.

    Symbolisch ist das Werk reich an Schichten der Hingabe. Die Anwesenheit eines Engels, der Trost und Zuversicht zu spenden scheint, bringt einen Funken Hoffnung inmitten der überwältigenden Dunkelheit des Verlusts ein. Diese Gegenüberstellung des Sterblichen und des Göttlichen erzeugt eine Spannung, die zugleich beunruhigend und zutiefst tröstlich wirkt. Für jene, die ein solches Stück in ein kuratiertes Interieur integrieren möchten, fungiert die Pietà als kraftvoller Fokuspunkt, der fähig ist, einen Raum mit seiner historischen Schwere und spirituellen Resonanz zu verankern. Es ist nicht bloß eine Dekoration, sondern eine evokative Erzählung des Mitgefühls, was es zu einer unvergleichlichen Wahl für Räume macht, die der Reflexion, der Kontemplation und der Wertschätzung der Kunstgeschichte gewidmet sind.

    Künstler und Museen

    Künstler/in

    Paul Troger

    Geboren in Welsberg im Tölzerland, Österreich

    Paul Troger: Der Architekt des österreichischen Lichts

    Paul Troger (1698-1762) steht als eine zentrale Figur in der Geschichte der österreichischen Kunst, ein Meister dessen dramatische Fresken und akribisch ausgearbeitete Zeichnungen die visuelle Landschaft seiner Zeit maßgeblich prägten. Geboren in Welsberg, einem kleinen Dorf eingebettet in den bayerischen Alpen, begann Troger’s künstlerischer Weg inmitten der Traditionen alpiner Handwerkskunst, doch er übernahm und transformierte den aufkeimenden Barockstil rasch, um schließlich einen einzigartigen Ansatz zu entwickeln, der durch lebendige Farben, dynamische Bewegung und ein beispielloses Gefühl für Illusionismus geprägt war. Sein Erbe reicht weit über seine individuellen Werke hinaus; er diente als eine entscheidende Brücke zwischen der schweren Dunkelheit der frühen 18. Jahrhunderts Malerei und den helleren, spielerischeren Ästhetiken des Rokoko und beeinflusste damit Generationen österreichischer Künstler nachhaltig.

    Troger’s früheste Jahre verbrachte er unter der Patenschaft der einflussreichen von Firmian Familie in Fiume (dem heutigen Rijeka, Kroatien). Diese frühe Auseinandersetzung mit künstlerischer Raffinesse führte ihn dazu, Giuseppe Alberti zu studieren, einen renommierten Humanisten-Schüler und Künstler. Doch es war seine anschließende Exkursion nach Venedig, die seinen kreativen Geist entfachte. Im Herzen der lebendigen venezianischen Kunstszene stieß Troger auf Giovanni Battista Piazzetta und Giovanni Battista Pittoni – Meister der Farbe und Komposition, die ihm eine tiefe Wertschätzung für Theatralik und visuelles Drama vermittelten. Entscheidend war auch seine Ausbildung bei Sebastiano Ricci, wo er römische Maltechniken lernte und seinen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelte.

    Zurück in Österreich arbeitete Troger zunächst in Salzburg, wo er seine Fähigkeiten verfeinerte, bevor er sich endgültig in Wien niederließ. Hier stieg er zu wahrer Prominenz auf und wurde der bevorzugte Fresko-Maler für zahlreiche Klöster im Niederdrainviertel. Seine Aufträge waren nicht nur dekorativ; sie stellten bedeutende Investitionen in religiöse und architektonische Pracht dar. Das Stift Melk, mit seiner prächtigen Marmorhalle und Bibliothek, ist ein Beweis für Troger’s Können – seine Fresken dort, die den Apotheose von Erzherzog Karl VI als Apollo darstellen, sind besonders bekannt für ihre Größe, Dynamik und meisterhafte Verwendung von Licht. Ebenso beeindruckend sind seine Arbeiten im Stift Göttweig, bei denen er eine ebenso monumentale Darstellung der Apotheose schuf.

    Troger’s künstlerphilosophie war auf eine bewusste Ablehnung der dunklen Palette begründet, die von früheren Barockmalern bevorzugt wurde. Er setzte auf ein helleres, leuchtenderes Stilbild – eine Eigenschaft, die oft als leichte Manier (leichter Stil) bezeichnet wird – das die aufkeimenden Rococo-Ästhetiken widerspiegelte und einen erfrischenden Kontrast zu den düsteren Tönen der Vergangenheit bot. Diese Verschiebung war nicht nur oberflächlich; sie bedeutete eine grundlegende Veränderung, wie Künstler Raum, Licht und Farbe wahrnahmen. Troger’s Fresken zeichnen sich durch ein bemerkenswertes Gefühl für Tiefe und Perspektive aus, das durch subtile Farbnuancen und die strategische Platzierung von Figuren in komplexen Kompositionen erreicht wurde. Seine Fähigkeit, die Illusion eines dreidimensionalen Raumes auf einer flachen Oberfläche zu erzeugen, war wirklich außergewöhnlich und brachte ihm weitverbreitete Anerkennung und festigte seinen Ruf als innovativer Meister.

    Der Maestro’s Classroom: Einfluss und Vermächtnis

    Über seine eigenen Produktionen hinaus übte Paul Troger einen tiefgreifenden Einfluss auf eine Generation österreichischer Künstler aus. Er war Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wo er zahlreiche Schüler betreute, die seinen dramatischen Stil eigenständig weiterentwickelten. Franz Anton Maulbertsch, sein wohl begabtestes Schüler, übernahm Troger’s dynamische Ästhetik und setzte sie in eigener Weise fort. Andere bemerkenswerte Schüler waren Franz Karl Palko und Josef Siegmund Keller, von denen jeder Elemente von Troger’s innovativer Herangehensweise bewahrte. Sein Einfluss reichte über den unmittelbaren Kreis seiner Schüler hinaus und trug dazu bei, die österreichische Kunstidentität im späten Barock und der frühen Rokoko zu formen.

    Troger’s Werk diente als eine entscheidende Brücke zwischen den schweren Traditionen des späten Barocks und den helleren, spielerischeren Sensibilitäten des Rokokos. Er zeigte, wie man Farbe und Licht effektiv einsetzt, um dynamische Kompositionen zu schaffen, die die Vorstellungskraft des Betrachters anregen. Sein Fokus auf Illusionismus ebnete den Weg für spätere Entwicklungen in der österreichischen Malerei und beeinflusste Künstler, die die flüchtige Schönheit der Natur und die emotionale Intensität menschlicher Erfahrungen einfangen wollten.

    Wichtige Werke: Eine Demonstration künstlerischer Meisterschaft

    Fresken der Kirche der Englischen Fräulein in St. Pölten (1729/1730): Dieses Werk veranschaulicht Troger’s Fähigkeit, dramatische Erzählungen in einem begrenzten Raum zu schaffen und lebendige Farben und dynamische Figuren einzusetzen, um religiöse Themen darzustellen.

    Der Apotheose von Erzherzog Karl VI als Apollo im Stift Göttweig (1739): Eine monumentale Freske, die Troger’s Können in Bezug auf Maßstab, Komposition und illusionistische Technik demonstriert. Die Darstellung des Habsburger Erzherzogs als Apollo ist besonders beeindruckend in ihrer Pracht und Theatralik.

    Fresken in der Marmorhalle und Bibliothek des Stifts Melk (1732-1733): Diese Fresken sind für ihren filigranen Detailgrad, ihre leuchtenden Farben und ihre meisterhafte Verwendung von Perspektive bekannt. Sie stellen den Höhepunkt Troger’s künstlerischer Leistung dar.

    Vision des Heiligen Ulrich am Schlachtfeld von Lechfeld im Stift Wien (1752): Eine kraftvolle Darstellung eines entscheidenden Moments in der österreichischen Geschichte, die Troger’s Fähigkeit demonstriert, religiöse Symbolik mit historischen Erzählungen zu verbinden.

    Historische Bedeutung: Ein bleibender Eindruck

    Paul Troger’s Vermächtnis reicht weit über seine individuellen Werke hinaus. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der österreichischen Kunstidentität im späten Barock und der frühen Rokoko-Ära. Sein innovativer Ansatz in der Freskomalerei – gekennzeichnet durch seine lebendigen Farben, dynamische Bewegung und sein beispielloses Gefühl für Illusionismus – beeinflusste Generationen nachfolgender österreichischer Künstler nachhaltig. Troger’s Werk wird bis heute bewundert für seine Schönheit, Dramatik und technische Brillanz und festigt seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte der österreichischen Kunst.

    Museum

    Wien Museum

    Ausgestellt in Wien, Österreich

    Eine Reise durch Wiens künstlerische Seele

    Das Wien Museum steht als tiefgreifendes Zeugnis für das beständige Erbe künstlerischer Innovation und kultureller Pracht Wiens – ein Hort, der nicht nur Objekte bewahrt, sondern Erzählungen, die durch Jahrhunderte der Geschichte gewoben sind. Am belebten Karlsplatz gelegen, verkörpert seine imposante Präsenz eine bewusste Verschmelzung von Stilen, die entscheidende Momente des Wiener Architekturdenkens widerspiegeln. Während man durch seine Hallen wandert, beleuchtet das Museum die Evolution der Kunst von neolithischen Relikten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und zeichnet den Wandel der Wiener Stadtlandschaft von einer befestigten Siedlung zu einer pulsierenden, modernen Metropole nach. Es ist ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und durch akribische Rekonstruktionen des täglichen Lebens Einblicke in jene sozialen Bräuche und technologischen Fortschritte gewährt, die die Identität dieser imperialen Hauptstadt maßgeblich geprägt haben.

    Den Mittelpunkt des Museums dominiert zweifellos das transzendente Œuvre von

    Gustav Klimt

    , dessen Werk als das schlagende Herz der Sammlung dient. Hier erwacht die symbolistische Vision durch Meisterwerke zum Leben, welche Themen wie Mythologie, Intimität und die weibliche Form erkunden. Besucher können sich vom monumentalen Porträt

    „Adele Bloch-Bauer I“

    verzaubern lassen – ein Werk, das Klimts meisterhaften Einsatz von Blattgold exemplarisch verdeutlicht. Diese Technik erhebt das Gemälde über die bloße Darstellung hinaus und verwandelt es in ein Emblem opulenter Schönheit und spiritueller Kontemplation. Neben diesen Schätzen der Secession finden sich die Werke österreichischer Barockkünstler, die Wiens historische Rolle als Wiege intensiver künstlerischer Experimentierfreude und vergoldetem Glanz demonstrieren.

    Architektonischer Dialog und moderne Erneuerung

    Die Architektur des Museums selbst erzählt eine Geschichte von Resilienz und Erneuerung. Ursprünglich 1959 von

    Olig Haerdtl

    entworfen, war das Gebäude eine kühne Antwort auf die Bemühungen des Wiederaufbaus nach dem Krieg, indem es Elemente des Brutalismus meisterhaft mit der eleganten Ästhetik der Wiener Secession verband. Dieser Dialog zwischen rohem Beton und raffinierten Kurven spiegelt Wiens Streben nach künstlerischer Wiedergeburt nach Jahrzehnten des Umbruchs wider. Die Erzählung des Museums entwickelt sich durch jüngste Erweiterungen stetig weiter, darunter ein neuer Pavillon, der von dem Visionär

    Coop Himmelbichl

    entworfen wurde. Diese Ergänzung hat die Fläche des Museums verdoppelt und schafft ein unvergessliches Erlebnis, bei dem zeitgenössische architektonische Innovation auf historische Tiefe trifft.

    Jenseits der vergoldeten Rahmen der Moderne bietet das Wien Museum ein chronologisches Panorama der menschlichen Zivilisation in Mitteleuropa. Von dem antiken römischen

    Vindobona

    – einst ein lebendiger Handelsplatz – bis hin zu neolithischen Artefakten, die in den Ausläufern der Karpaten entdeckt wurden, liefert die Sammlung einen unschätzbaren Kontext für die Interpretation des Aufstiegs des christlichen Glaubens und der Komplexität germanischer Wanderbewegungen. Was diese Institution wahrhaft auszeichnet, ist ihr unerschütterliches Engagement für das Geschichtenerzählen; sie präsentiert Kunstwerke nicht als isolierte Objekte, sondern als lebenswichtige Bestandteile eines größeren menschlichen Dialogs. Für Kunstliebhaber und Sammler gleichermaßen dient das Museum als Leuchtturm des kulturellen Verständnisses, in dem jedes Artefakt zu einer tieferen Betrachtung jener intellektuellen Strömungen einlädt, die Wien an die Spitze der globalen Kunstgeschichte katapultiert haben.

    Weiterführende Informationen finden Sie hier

    Online abrufbar

    QR-Code mit Link zur Download-Seite für Pietà

    topimpressionists.com/de/art/download/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/

    Zitierhinweis für dieses Kunstwerk

    MLA
    Troger, Paul. Pietà. 1740, Wien Museum. https://topimpressionists.com/de/art/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/
    APA
    Troger, Paul (1740). Pietà [Painting]. Wien Museum. https://topimpressionists.com/de/art/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/
    Chicago
    Paul Troger. Pietà. 1740. Wien Museum. https://topimpressionists.com/de/art/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/
    Harvard
    Troger, Paul (1740) Pietà. Wien Museum. Available at: https://topimpressionists.com/de/art/paul-troger-pieta-d4pjjn-de/

    Genau hinsehen

    Pietà — Paul Troger

    Genau hinsehen

    Antworten Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt hier keine falschen Antworten – nur Antworten, die Sie begründen können.

    1. Was fällt Ihnen als Erstes ins Auge und warum?
    2. Welche Farben oder Formen erzeugen die Stimmung – und wie lässt sich diese beschreiben?
    3. Unser Katalog ordnet dieses Werk unter folgenden Schlagworten ein: jungfrau maria, jesus christus, religiöse kunst. Stimmen Sie dem zu? Was würden Sie hinzufügen oder weglassen?
    4. Werfen Sie einen Blick zurück auf St Sebastian and the Women (1746), weiter oben in diesem Leitfaden. Nennen Sie zwei Gemeinsamkeiten mit diesem Werk und eine Besonderheit.
    5. Paul Troger war etwa 42 Jahre alt, als dieses Werk entstand. Welche Details lassen auf die Handschrift eines Künstlers in dieser Lebensphase schließen?

    Ihre Antwort

    Verfassen Sie einen kurzen Text über dieses Kunstwerk. Nutzen Sie dazu die Informationen aus den vorherigen Abschnitten dieser Anleitung sowie Ihre oben stehenden Antworten.

    Fragen & Antworten

    Sind die Farben von "Pietà" von Paul Troger gesättigt oder gedämpft?

    Die Farbpalette von "Pietà" weist eine Sättigung von Gedämpft auf.

    Wie wird die Farbpalette von "Pietà" von Paul Troger beschrieben?

    "Pietà" von Paul Troger verwendet eine Erdtöne-Farbpalette. Diese Palette bestimmt den gesamten farblichen Charakter des Werkes.

    Welcher Raum passt farblich zu "Pietà" von Paul Troger?

    Aufgrund seiner Erdtöne Farben wird „Pietà“ für ein Wohnzimmer empfohlen.