Ein Leben in Paris und darüber hinaus
Antoinette Élisabeth Jeanne Bandelier de Béfort erblickte am 8. August 1788 in Paris das Licht der Welt. Sie wuchs in einem bürgerlichen, merkantilen Umfeld nahe der Place Louis-le-Grand auf, als Tochter des Kaufmanns Antoine-Pierre Bandelier und Marie-Louise-Élisabeth Gauvain. Diese Erziehung ermöglichte es ihr, ihre künstlerischen Ambitionen in einer Ära tiefgreifender Veränderungen in Frankreich zu verfolgen, die von der späten napoleonischen Epoche bis hin zur Bourbonischen Restauration reichte.
Ihre künstlerische Ausbildung begann in den Ateliers von Gioacchino Serangeli und Césarine Davin-Mirvault, deren Stil beide fest in der Tradition Davids verwurzelt hatten. Diese frühen Studienjahre prägten ihren Umgang mit der Leinwand nachhaltig. Über ihre Tätigkeit als Malerin hinaus fand sie praktische Wege, ihren Lebensunterhalt durch die Kunstrestaurierung zu sichern; so belegen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1824, dass sie an der Restaurierung und Firnisierung eines Gemäldes von Perugino arbeitete.
Im Jahr 1841 heiratete sie Pierre Pascal Ledru, einen Hauptmann-Adjutanten des 18. Linieninfanterieregiments. Während ihr früher Werdegang im Herzen von Paris konzentriert war, führten sie ihre späteren Jahre an andere Orte, bis sie schließlich am 1string. Oktober 1868 in Lyon verstarb.
Der Salon und klassische Sujets
Zwischen 1810 und 1819 war Béfort eine feste Größe auf dem Pariser Salon. Ihr früher Erfolg stellte sich rasch ein; bereits im Jahr 1810 wurde sie mit einer Silbermedaille für ihr Werk Une jeune Thébaine pansant son père blessé ausgezeichnet. Dieses Gemälde, das eine junge Frau aus Theben zeigt, die sich um ihren verwundeten Vater kümmert, zählt bis heute zu ihren bedeutendsten Arbeiten und befindet sich in der Sammlung des David Owsley Museum of Art.
Ihr Repertoire widmete sich vor allem den Erzählungen der Antike und der epischen Dichtung. Durch verschiedene bemerkenswerte Ausstellungen erweckte sie diese klassischen und mythologischen Themen zum Leben:
- Der Salon von 1812 präsentierte Thésée et Ariane.
- Im Jahr 1814 stellte sie Werke wie Eurydice, fuyant les poursuites d’Aristée, est piquée par un serpent und Les adieux d’Hector et d’Andromaque aus.
- Spätere Ausstellungen in den Jahren 1817 und 1819 umfassten Céphale et Procris sowie verschiedene Porträts.
Obwohl sie mit der Historienmalerei große Erfolge feierte, verliefen ihre späteren Teilnahmen am Salon weniger glanzvoll. In den Jahren 1837 und 1840 lehnte die Jury mehrere ihrer eingereichten Porträts ab. Trotz dieser Rückschläge festigten ihre Hingabe zum neoklassizistischen Stil und ihre Fähigkeit, sich in der professionellen Pariser Kunstwelt zu behaupten, ihren Ruf als bedeutende Figur unter den Malerinnen ihrer Generation.