Ein Leben zwischen Meer und Leinwand
August von Ramberg war sowohl ein österreichischer Marineoffizier als auch ein begabter Maler. Geboren in Veselí nad Moravou in der Tschechischen Republik, begann er seine Laufbahn als Kadett auf der Korvette Donau, die ihn auf weite Reisen nach Lateinamerika und Nordamerika führte. Seine militärische Karriere war geprägt von anspruchsvollen Rollen als Torpedobootcommander und Navigationsoffizier; so begleitete er unter anderem Erzherzog Franz Ferdinand auf einer Weltreise an Bord des Kreuzers Kaiserin Elisabeth.
Nach einer Phase des Krankenstands, die im Jahr 1904 begann, widmete er sich ganz der Marinemalerei – einer Kunstfertigkeit, die er sich selbst beibrachte. Während des Ersten Weltkriegs wurde er als „Marine-Maler“ erneut in den Dienst gerufen. Seine Werke hielten oft das unmittelbare Geschehen der Zeit fest, doch auch nach dem Krieg schuf er eindrucksvolle Bilder aus der Erinnerung oder auf Basis von Fotografien. Obwohl er primär als Meeresmaler bekannt ist, umfasst sein Repertoire ebenso Landschaften und Stillleben. Dabei meisterte er sowohl die Ölmalerei als auch die Aquarelltechnik.
Künstlerisches Erbe und Werke
Der bedeutendste Mäzen Rambergs war Miklós Horthy, der letzte Oberbefehlshaber der k.u.k. Kriegsmarine. Seine künstlerischen Schaffen findet heute in bedeutenden Sammlungen wie dem Heeresgeschichtlichen Museum in Wien seinen Platz. Zu seinen herausragenden Werken zählen unter anderem:
Im Jahr 1928 wurde er zum ersten Präsidenten der Künstlergilde Salzkammergut gewählt. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Gmunden, Österreich.