Die künstlerische Evolution von Bruno Kurz
Geboren in Langenargen, Deutschland, ist Bruno Kurz ein Maler und Grafiker, dessen Werk das Zusammenspiel von Farbe, Material und Licht erforscht. Seine künstlerische Praxis umfasst häufig die Arbeit auf reflektierenden Oberflächen wie Metall, wo er expansive Farbfelder schafft, die vage Anspielungen auf Flora und Landschaft bieten. Diese Arbeiten zeichnen sich durch ein Gefühl von Luminosität und Tiefe aus, wobei er oft das quadratische Format als charakteristisches Merkmal nutzt. Durch einen Prozess des Übermalens und der Modifizierung von Texturen entwickelt Kurz multiple Farbschichten, die die Zweidimensionalität scheinbar aufheben und den Betrachter in unendliche Räume führen.
Sein technischer Ansatz beinhaltet das Verschmelzen verschiedener Substanzen, darunter Kunstharze, Pigmente, Tinten, Aquarell, Acryl und Ölfarben. Durch die Verwendung von Materialien wie Blech und die Bearbeitung ihrer Oberflächen mit Schleifgeräten erzeugt er einzigartige chromatische Effekte, da das Metall die Farbe unterschiedlich absorbiert. Seine Arbeit hat sich von meditativen Stimmungen hin zu expressiveren Gesten entwickelt, in denen das Ephemere und das Vergängliche durch die Manifestation elementarer Kräfte vermittelt werden.
Reisen und Installationen
Kurz's künstlerische Reise wurde durch ausgedehnte Reisen nach Südeuropa, Indien, Mexiko, Kanada, Grönland, Island, Andalusien, Griechenland und La Gomera geprägt. Diese Erfahrungen von Natur und Licht haben bedeutende Werkzyklen beeinflusst, wie etwa seinen Hebriden-Zyklus, der durch horizontale Schichten zarter Farbfelder besticht. Seine Erkundungen erstreckten sich zudem nach Nordeuropa, einschließlich der Äußeren Hebriden, der Orkney-Inseln, der schottischen Highlands und Bergen in Norwegen.
Über die traditionelle Malerei hinaus hat Kurz großformatige Kunstinstallationen geschaffen. Seine Arbeit in den Industriegebäuden der IWKA in Karlsruhe umfasste die Erschaffung geometrischer Skulpturen aus Kunststofffolien, die das Sonnenlicht reflektierten. Seine Installation aller Farben bloß wurde in den barocken Sälen des Ettlinger Schlosses präsentiert, wobei farbige Kunststofffolien genutzt wurden, um Sequenzen aus farbigem Licht zu erzeugen. Er lebt und arbeitet derzeit in Karlsruhe und Indien.