Ein Leben im Dienste des Porzellans
Geboren in Berlin, Deutschland, widmete Carl Daniel Freydanck den Großteil seines Berufslebens den Mauern der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Sein künstlerischer Werdegang begann bereits im Alter von dreizehn Jahren mit einer Lehre als Maler in der Manufaktur. In dieser prägenden Phase besuchte er zudem die Zeichenschule von Professor Carl Röthig im Botanischen Garten in Berlin. Bis zum Jahr 1831 war er in der Abteilung für Unterglasurmalerei tätig. Sein außergewöhnliches technisches Geschick führte ihn zu weiteren Studien unter Professor Otto Hermann Emil Völcker, was schließlich 1837 zu seiner Entsendung in die Abteilung der Landschaftsmaler führte. In dieser Funktion fertigte er Skizzen und Ölgemälde von Veduten an, die als unverzichtbare Vorlagen für die Porzellanmaler dienten.
Die Kunst der Vedute
Das Werk Freydancks zeichnete sich durch eine präzise und außergewöhnliche Darstellung von Landschaften und Architektur aus. Seine Aufträge umfassten häufig Reisen zur Dokumentation bedeutender Orte, wie etwa eine Expedition in das Hirschberger Tal in Schlesien, um Schlösser und Kirchen zu skizzieren, oder eine Reise in die Rheinprovinz, um Ansichten von Bauwerken wie Stolzenfels und Brühl festzuhalten. Sein künstlerisches Schaffen blieb zu seinen Lebzeiten weitgehend anonym, da auch die Porzellanmaler selbst meist namentlich nicht genannt wurden. Sein Vermächtnis ist heute in den KPM-Archiven bewahrt, die etwa 250 Ölgemälde und zahlreiche Skizzen beherbergen. Über seine Landschaftsmalerei hinaus schuf er zudem zwei meisterhafte Darstellungen der Friedrichswerder Kirche und der Alten Münze, die er direkt auf Porzellanteller ausführte.