Ein Leben in Farbe und Licht
Geboren im Jahr 1810, wuchs Carl Løffler in einer Welt auf, in der die Grenzen zwischen Handwerk und freier Kunst oft fließend waren. Als Sohn eines Fassmalers war sein Lebensweg früh vorgezeichnet. Im Jahr 1825 begann er seine Lehre, während er gleichzeitig an der Königlich Dänischen Kunstakademie studierte. Bis 1837 hatte er seine Ausbildung abgeschlossen und erwarb den Titel eines Meistermalers. Seine frühen Jahre waren von dieser strengen Disziplin geprägt, die ihn vom Schüler in der Modelschule zu einem professionellen Künstler reifen ließ, der in der Lage war, die Oberflächen der Gebäude, die die Menschen bewohnten, grundlegend zu verwandeln.
Sein Talent für die Dekoration führte ihn dazu, die antike Ästhetik der Vergangenheit zu erkunden. Im Jahr 1838 wurde er beauftragt, mehrere Räume im pompejanischen Stil für Hans Puggaard und einen weiteren für Professor N.C.L. Abrahams zu gestalten. Dieses Interesse an der klassischen Antike war keine bloße flüchtige Phase. Die Akademie gewährte ihm ein Stipendium für eine Reise nach Italien, wo er die Ausgrabungen in Herculaneum und Pompeji studierte. Diese Reisen ermöglichten es ihm, die Muster und das Lebensgefühl der antiken Welt zurück nach Dänemark zu bringen.
Die Kunst des Glases und des Ornaments
Nach seiner Rückkehr aus Italien im Jahr 1842 erweiterte Løffler sein technisches Repertoire um die Glasmalerei. Dieses Medium erforderte eine ganz andere Art von Präzision – eine, die mit dem Licht arbeitete und nicht nur mit Pigmenten an einer Wand. Sein Geschick auf diesem Gebiet fand Anerkennung, als er 1845 um den Neuhausen-Preis konkurrierte. Seine Werke fanden schließlich ihren Weg in sakrale Räume; er wurde beauftragt, zwei Glasgemälde für die Christian-IV.-Kapelle im Dom von Roskilde zu schaffen. Obwohl sie nicht wie ursprünglich geplant installiert wurden, fanden sie schließlich einen Platz hinter der Orgel in der Frederiksborg-Kapelle.
Løfflers Einfluss erstreckte sich bis in die Hallen der Akademie und in die formalen Strukturen der dänischen Gesellschaft. Im Jahr 1846 trat er die Nachfolge von Peter Kongslev als Lehrer an der Ornamentikschule der Akademie an. Später, im Jahr 1852, übernahm er die Rolle des Wappenmalers beim Ordenskapitlet und folgte damit auf Ole Larsen. Sein Leben war ein ständiger Prozess des Schöpfens, ein Wechselspiel zwischen der zarten Arbeit am Glas und den formalen Anforderungen der Heraldik.
Ein jähes Ende
Im Jahr 1852 begann Løffler mit dem Bau eines Anwesens in der Nybrogade 22, ein Projekt, das unvollendet bleiben sollte. Sein Leben wurde während des Choleraausbruchs in Kopenhagen im Jahr 1853 jäh unterbrochen. Er starb am 28. Juli 1853 als eines der vielen Opfer der Epidemie. Er wurde auf dem Assistens-Friedhof beigesetzt und hinterließ ein Vermächtnis dekorativer Arbeiten, die den visuellen Charakter einer ganzen Ära mitgeprägt haben.