Das Leben des Dominicus Smouts
Dominicus Smouts war ein flämischer Genremaler, dessen künstlerisches Wirken zwischen 1683 und 1733 in der pulsierenden Stadt Antwerpen seine Blüte fand. Geboren in eine Familie von Künstlern, war er der Sohn des Malers und Kunsthändlers Lucas Smout dem Älteren und Anna Maria Tijssens. Sein Schicksal war eng mit dem künstlerischen Erbe seiner Familie verwoben: Während sein Bruder, Lucas Smout der Jüngere, sich der Malerei von Landschafts- und Küstenszenen widmete, gingen seine Schwestern Ehen mit Malern ein. Smouts selbst wurde zwischen 1683 und 1684 in der Antwerpener Lukasgilde als Schüler des Historienmalers Godfried Maes registriert. Bis zum Zeitraum 1700-1701 stieg er in der Gilde zum wijnmeester auf, wobei seine letzten Einträge in den Büchern der Gilde auf das Jahr 1733 datiert sind. Er blieb zeitlebens unverheiratet und hinterließ seine Zeichnungen, Skizzen und Drucke seinen Neffen Franciscus und Carolus Casteels in einem Testament aus dem Jahr 1742.
Künstlerische Themen und Sujets
Die heute Dominicus Smouts zugeschriebenen Werke sind Genremalereien, die sich vornehmlich auf zwei spezifische Themen konzentrieren: Künstlerateliers und den Geizigen. Seine Darstellungen des Geizigen greifen oft das tief verwurzelte Motiv des Todes und des Geizigen auf, ein Sujet, das bereits bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. In diesen Kompositionen nutzt Smouts opulente Stillleben, die kostbare Objekte präsentieren, wie etwa:
- Kostbare Metallteller
- Antiquitäten
- Globus
- Truhen, die vermutlich mit Münzen oder anderen Schätzen gefüllt sind
Diese Gegenstände werden häufig mit Vanitas-Symbolen kombiniert, etwa Stillleben von Wild oder der physischen Präsenz des Todes in Gestalt eines Skeletts. Darüber hinaus umfasst sein Werk Darstellungen eines Philosophen in seinem Atelier – ein Werk, das ehemals dem Umkreis von Balthasar van den Bossche zugeschrieben wurde.