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      Elisabeth Von Eicken

      1862 - 1940

      Auf einen Blick

      • Museums on this site: Kulturhistorisches Museum Rostock
      • Nationality: Deutschland
      • Top 3 works:
        • Houses at sea
        • Autumn Landscape
        • Windmill in Ahrenshoop
      • Art period: – 19. Jahrhundert
      • Also known as:
        • e. von eicken
        • elisabeth von eicken
        • e. v. eicken
      • Top-ranked work: Houses at sea

      Frühe Jahre, Familie und Ausbildung

      Elisabeth von Eicken wurde am 18. Juli 1862 in Mülheim an der Ruhr geboren. Sie entstammte einer Familie mit festen Wurzeln und war als dritter Tochter von Hermann Wilhelm von Eicken und Anna Elisabeth Borchers. Ihre frühe Erziehung folgte dem für diese Ära üblichen Pfad; so besuchte sie zwischen 1871 und 1878 das städtische Lyzeum „Luisenschule“ in ihrer Heimatstadt. Diese prägenden Jahre verliehen ihr die Disziplin, die für die strenge technische Ausbildung, die darauf folgte, unerlässlich war.

      Ihre Entwicklung als Malerin war dabei nicht an einen einzigen Ort gebunden. Vielmehr glich ihre Ausbildung einer Serie geografischer Verschiebungen, die sie durch Meran, Menton, Genf und Berlin führte. Diese Wanderung durch die europäischen Zentren ermöglichte es ihr, vielfältige Einflüsse in sich aufzunehmen, bevor sie sich in ihrer professionellen Praxis festigte. Die Breite ihrer Ausbildung deutet auf ein bewusstes Streben nach technischer Meisterschaft hin, das über verschiedene Landschaften und Traditionen hinwegging.

      Die entscheidende Phase ihrer Ausbildung fand in Paris statt. Unter der Anleitung von Edmond Yon verfeinerte Elisabeth von Eicken ihren Ansatz der Landschaftsmalerei. Diese Studienzeit in Frankreich legte das wesentliche Fundament für ihr späteres Schaffen, indem sie ihre Technik in den spezifischen Methoden der Pariser Tradition verwurzelte. Aus dieser Ausbildung ging sie nicht bloß als Schülerin hervor, sondern als eine Malerin mit einer klaren, disziplinierten Methode, die natürliche Welt zu betrachten.

      Künstlerische Tätigkeit in Frankreich und Berlin

      Die künstlerische Entwicklung von Elisabeth von Eicken wurde maßgeblich durch ihr tiefes Eintauchen in die französische Landschaftstradition geprägt. Während ihrer Ausbildung in Paris unter der Anleitung von Edmond Yon ging sie weit über das bloße Studium hinaus und setzte sich intensiv mit den Methoden der Schule von Barbizon auseinander. Dabei blieb sie nicht nur als distanzierte Beobachterin der Maler; vielmehr reiste sie in die Umgebung von Barbizon, um die Art des Sehens zu praktizieren, die für die Freiluftmaler so charakteristisch war. Diese Phase der unmittelbaren Begegnung mit der Natur ermöglichte es ihr, den Einfluss von Alfred Sisley in sich aufzunehmen, was ihren künstlerischen Ansatz fest in der direkten Beobachtung von Licht und Atmosphäre verwurzelte.

      Im Jahr 1892 vollzog sie den Übergang von der französischen Landschaft zur wettbewerbsorientierten Atmosphäre der deutschen Hauptstadt. Ein Umzug nach Berlin erforderte eine neue Form der professionellen Selbstbehauptung. Sie etablierte sich erfolgreich in den strukturierten Kunstkreisen der Stadt und sicherte sich die Mitgliedschaft im Verein Berliner Künstlerinnen sowie in der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft. Ihre Präsenz in Berlin war durch die regelmäßige Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung geprägt – eine Plattform, die entscheidend dazu beitrug, ihren Ruf innerhalb der deutschen Kunstszene zu festigen.

      Das Leben in der Künstlerkolonie Ahrenshoop

      Bis zum Jahr 1894 hatte sich Elisabeth Von Eicken bereits als freischaffende Künstlerin etabliert und teilte ihre Zeit zwischen dem Berliner Grunewald und der Künstlerkolonie in Ahrenshoop auf. Dieser Aufbruch an die Küste war weit mehr als eine bloße Standortveränderung; es war ein bewusster Bekenntnis zur Landschaftsmalerei. Sie war keine bloße Besucherin der Kolonie, sondern wurde zu einem festen Bestandteil ihres sozialen und kreativen Gefüges. Noch im selben Jahr errichtete sie in Ahrenshoop ein eigenes Haus, ein Schritt, der ihre Präsenz in der Region festigte. Dies war kein flüchtiger Rückzug in die Idylle, sondern ein strukturierter und wesentlicher Bestandteil ihres professionellen Schaffens.

      Ihre tiefe Verwurzelung in Ahrenshoop wurde durch den Bau ihres Sommerateliers, bekannt als „Haus Elisabeth“, im Jahr 1894 endgültig besiegelt. Dieses Gebäude ermöglichte es ihr, in unmittelbarem Kontakt mit ihren Motiven zu arbeiten und jene flüchtigen Nuancen von Licht und Wetter einzufangen, die ihr künstlerisches Werk so charakteristisch machen. Sie war fest in den lokalen Kunstzirkel integriert und pflegte enge Verbindungen zu den Gründern der Kolonie, darunter Paul Müller-Kaempff, Friedrich Wachenhusen, Anna Gerresheim und Fritz Grebe. Durch diese Verbindungen rückte sie in das Zentrum einer ganz eigenen deutschen Landschaftstradition, weit entfernt von den akademischen Zwängen der großen Metropolen.

      Hauptwerke und Sujets

      Das künstlerische Schaffen von Elisabeth Von Eicken konzentriert sich auf die atmosphärischen Wandlungen der Naturlandschaft. Mit einem feinen Gespür für die Besonderheiten von Licht und Wetter fing sie oft die flüchtigen Stimmungen der deutschen Landschaft ein. In ihren Werken kehrt sie immer wieder zum Wald zurück, den sie nicht als statische Kulisse, sondern als einen Ort des wechselnden Lichts und der tiefen Einsamkeit begreift. Dies zeigt sich besonders deutlich in ihren wiederholten Auseinandersetzungen mit dem Thema Waldeinsamkeit, das sie sowohl im Jahr 1894 als auch 1901 thematisierte. Sie besaß die außergewöhnliche Fähigkeit, die physische Empfindung des Wetters in Farbe zu übersetzen, wie es etwa in dem Werk Regenstimmung – in Ahrenshoop aus dem Jahr 1894 meisterhaft vollbracht wurde.

      Die jahreszeitlichen Zyklen Mecklenburgs und der umliegenden Regionen bildeten ihr beständigstes Sujet. Sie dokumentierte den Wandel des Laubes und die Stille des Landlebens in Werken wie Die letzten Blätter und Birken im Spätherbst, beide aus dem Jahr 1895. Ihre Kompositionen betonten häufig die Ruhe der Natur, ein Thema, das 1896 in den Gemälden Wenn die Natur zur Ruhe geht und Unser deutscher Wald nochmals verstärkt wurde. Selbst ihre Darstellungen des landwirtschaftlichen Lebens, wie etwa Bauernhof in Mecklenburg aus dem Jahr 1895, bleiben eng mit dieser Vorliebe für die atmosphärische Stimmung der Umwelt verbunden, anstatt bloße soziale Dokumentation zu sein.

      • Tannenwald, 1895
      • Waldeszauber, 1896
      • Das Geheimnis des Waldes, 1897
      • Im Schutz der Dünen, 1899
      • Stille am Bach, 1910

      Privatleben und späte Jahre

      Im Jahr 1895 verflocht sich das Privatleben von Elisabeth Von Eicken mit dem Adel, als sie Henry Edler von Paepke heiratete. Ihr Ehemann innehatte die Position des Gutsbesitzers von Quassel bei Lübtheen in Mecklenburg. Diese Verbindung ordnete sie einem spezifischen sozialen Milieu zu, doch ihre künstlerische Identität blieb untrennbar mit den Landschaften verbunden, die sie mit solcher Meisterschaft einfing. Mit unermüdlicher Präsenz blieb sie in der Kunstwelt präsent, was sie durch regelmäßige Ausstellungen untermauerte – von der Großen Berliner Kunstausstellung bis hin zu internationalen Schauplätzen in München, Paris und St. Louis.

      Ihre späteren Jahre waren geprägt von einer fortwährenden Hingabe an ihr Handwerk und den Naturräumen, die ihre künstlerische Vision nährten. Sie blieb Mitglied des Verbandes Berliner Künstlerinnen und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und bewahrte sich so ihre professionelle Stellung innerhalb der deutschen Kunstgemeinschaft. Ihr Lebensweg fand in Potsdam am 21. Juli 1940 sein Ende; sie war zum Zeitpunkt ihres Todes 78 Jahre alt.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt setzte Elisabeth von Eicken ihre Ausbildung in Paris bei Edmond Yon fort?
      Frage 2:
      Welcher Künstler hatte einen starken Einfluss auf Elisabeth von Eickens Landschaftsmalerei?
      Frage 3:
      Wo baute Elisabeth von Eicken im Jahr 1894 ein Haus, um als Freiberuflerin zu arbeiten?
      Frage 4:
      Welche Auszeichnung gewann Elisabeth von Eicken auf der Weltausstellung in St. Louis?
      Frage 5:
      Wer war Elisabeth von Eickens Lehrer in Paris?

      Fragen & Antworten

      Wann ist Elisabeth Von Eicken gestorben?

      1940

      Welches ist das am besten bewertete Gemälde von Elisabeth Von Eicken auf ArtsDot.com?

      Houses at sea

      Wo baute Elisabeth von Eicken im Jahr 1894 ein Haus, um als Freiberuflerin zu arbeiten?

      Ahrenshoop

      Wer ist Elisabeth Von Eicken?

      Frühe Jahre, Familie und Ausbildung Elisabeth von Eicken wurde am 18. Juli 1862 in Mülheim an der Ruhr geboren. Sie entstammte einer Familie mit festen Wurzeln und war als dritter Tochter von Hermann Wilhelm von Eicken und Anna Elisabeth Borchers. Ihre frühe Erziehung folgte dem für diese Ära üblichen Pfad; so besuchte sie zwischen 1871 und 1878 das städtische Lyzeum „Luisenschule“ in ihrer Heimatstadt. Diese prägenden Jahre verliehen ihr die Disziplin, die für die strenge technische Ausbildung

      Zu welcher Kunstperiode gehörte Elisabeth Von Eicken?

      – 19. Jahrhundert

      Welche Auszeichnung gewann Elisabeth von Eicken auf der Weltausstellung in St. Louis?

      Eine Goldmedaille

      Was sind die 3 am besten bewerteten Gemälde von Elisabeth Von Eicken auf ArtsDot.com?

      Houses at sea, Autumn Landscape, Windmill in Ahrenshoop

      In welcher Stadt setzte Elisabeth von Eicken ihre Ausbildung in Paris bei Edmond Yon fort?

      Paris

      Wie lange lebte Elisabeth Von Eicken?

      78 years (1862–1940)

      Wer war Elisabeth von Eickens Lehrer in Paris?

      Edmond Yon