Das Leben und die Kunst von Florence MacKubin
Florence MacKubin war eine amerikanische Porträtmalerin, deren künstlerisches Schaffen sich meisterhaft über Ölfarben, Pastell und die feine Kunst der Miniaturmalerei erstreckte. Geboren in Florenz, im Großherzogtum Toskana, legte sie den Grundstein für ihr Talent durch das Studium des Zeichnens in Italien, bevor sie ihre Ausbildung an der renommierten Schule Les Ruches in Fontainebleau unter der Leitung von M. Lainé fortsetzte. Ihr vielseitiges künstlerisches Fundament wurde durch Studien in München unter Professor Herterich sowie durch die Vertiefung ihrer Techniken in Öl bei Louis Deschamps, in Pastell bei Julius Rolshoven und in der Miniaturmalerei bei Mlle. Jeanne Devina in Paris vervollständigt.
Ihre berufliche Laufbahn war geprägt von der Darstellung bedeutender Persönlichkeiten aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Zu ihren bemerkenswerten Porträtierten gehörten Größen wie Joel Chandler Harris, Basil Gildersleeve, Richter Horace Gray, Senator George F. Hoar sowie die Marchioness of Bath. Darüber hinaus erhielt sie den Auftrag des Board of Public Works von Maryland, Kopien der Porträts von George Calvert, dem 1. Baron Baltimore, und Cecil Calvert, dem 2. Baron Baltimore, anzufertigen, ebenso wie eine Replik von Van Dykes berühmtem Porträt von Königin Henrietta Maria. In ihrer zwölfjährigen Karriere widmete sie sich mit außergewöhnlicher Hingabe der Erschaffung von insgesamt 360 Miniaturporträts.
Ausstellungen und Anerkennung
MacKubins Werke fanden auf den bedeutendsten Kunstbühnen ihrer Zeit Anklang, darunter der Pariser Salon, die London Academy, die National Academy in New York sowie die Weltausstellung 1893 in Chicago. Für ihr Talent wurde sie vielfach geehrt; so erhielt sie 1897 eine Bronzemedaille und ein Diplom auf der Tennessee Exposition. Ein weiterer Höhepunkt ihrer öffentlichen Präsentation war die Ausstellung eines lebensgroßen Porträts von Kardinal Gibbons auf der St. Louis Exposition im Jahr 1904.
Neben ihren individuellen Ausstellungen übernahm sie auch bedeutende Funktionen in der Kunstwelt, unter anderem als Vizepräsidentin des Baltimore Watercolor Club, und war Mitglied der Maryland Society of the Colonial Dames of America. Obwohl sie den Großteil ihres Lebens in Baltimore verbrachte, pflegte sie auch ein Atelier sowie ein Sommerdomizil in St. Andrews, New Brunswick, was die internationale Verbundenheit ihres Lebensstils unterstreicht.