Das Leben und die akademische Laufbahn von Franz Klemmer
Geboren in Fischenich, Deutschland, begann Franz Klemmer seine künstlerische Reise mit einer Ausbildung zum Kirchenmaler. Nach seiner Lehre besuchte er 1905 die Münchner Kunstgewerbeschule und studierte später die Malerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Hugo Freiherr von Habermann. Während des Ersten Weltkriegs diente Klemmer in einem bayerischen Feldartillerie-Regiment – eine Zeit, in der er Skizzen und Zeichnungen schuf, die erhebliche Aufmerksamkeit erregten.
Nach dem Krieg richtete Klemmer ein Atelier in München ein und begann mit Carl Johann Becker-Gundahl zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaft führte ihn zur Freskomalerei und sicherte ihm schließlich eine Lehrposition an der Akademie der Bildenden Künste. Im Jahr 1926 wurde er auf den Lehrstuhl für kirchliche Malerei berufen, eine Position, die er innehatte, während er in den Rang eines Professors aufstieg. Sein pädagogischer Einfluss erstreckte sich auf Schüler wie den Kirchenmaler Karl Radinger.
Sakrale Werke und künstlerisches Vermächtnis
Klemmers Karriere war geprägt von bedeutenden Beiträgen zur religiösen Architektur. Zu seinen bemerkenswerten Werken gehört:
Im Jahr 1930 war er für die Ausmalung des Stabes der Witwe in der Münchner Residenz verantwortlich, obwohl dieses Werk im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Für seine Verdienste wurde Klemmer zum Ehrenbürger von Pfaffenhofen ernannt und mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Selbst nach seinem Ruhestand von der Akademie der Bildenden Künste im Jahr 1947 blieb er in seinem Schaffen aktiv und übte seine Kunst bis zu seinem Tod in Anzing aus.