Leben und künstlerischer Werdegang
Franz Oskar Behringer war ein deutscher Maler und Zeichner, der in Leipzig geboren wurde. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Leipziger Akademie der Bildenden Künste und vertiefte sein Studium ab dem Jahr 1900 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Sein Berufsleben als freischaffender Maler und Zeichner wurde durch die Erschütterungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs tiefgreifend unterbrochen. Im Laufe seiner Karriere war er ein rastloser Wanderer der Kunst und bereiste weitläufige Gebiete, von Paris über München und Weimar bis nach Düsseldorf und Italien. Als engagiertes Mitglied des Künstlerkreises der Leipziger Kunstausstellungen (LJA) prägte er die lokale Kunstszene mit und war im Jahr 1925 sogar als Juror für die 10. Leipziger Kunstausstellung tätig. Im selben Jahr nahm er zudem an der Juryfreien Kunstschau in Berlin teil.
Künstlerisches Erbe und Werke
Nach dem Ersten Weltkrieg avancierte Behringer zu einem bedeutenden Repräsentanten des Leipziger Expressionismus. Sein Schaffen geriet jedoch in den Fokus der Schmach der „Entarteten Kunst“ im Jahr 1937, als sechs seiner Werke aus der Sammlung des Leipziger Museums für Bildende Kunst konfisziert und zerstört wurden. Die heute erhaltenen Werke seines Lebens finden sich in verschiedenen Sammlungen wieder, darunter im Lindenau Museum in Altenburg, Thüringen. Sein vielseitiges Repertoire umfasste Ölgemälde, Kreidezeichnungen, Aquarelle sowie Buchillustrationen für namhafte Autoren wie Maxim Gorki. Zu seinen herausragenden Werken zählen: