Das Leben und die Theorien von Giles Hussey
Geboren im Jahr 1710 in Marnhull, Vereinigtes Königreich, war Giles Hussey ein Maler, der danach strebte, die Kluft zwischen dem Visuellen und dem Auditiven zu überbrücken. Nach einer katholischen Erziehung in Frankreich absolvierte er eine Lehre bei Jonathan Richardson und arbeitete später mit Francesco Riari zusammen. Seine Reise führte ihn zum Lincoln Cathedral, wo er Vincenzo Damini assistierte, und schließlich nach Italien. Während seines Aufenthalts in Rom entwickelte Hussey einzigartige Theorien über die Natur der Schönheit, indem er versuchte, deren Essenz mithilfe der Mathematik zu entschlüsseln. Er schlug eine Harmonische Skala vor, in der musikalische Noten mit den Farben des Spektrums korrespondierten, wobei er etwa postulierte, dass Rot die Note „A“ und Violett das „A-flat“ repräsentiere.
Porträtmalerei und Vermächtnis
Hussey wird bemerkenswerterweise als der erste britische Künstler anerkannt, der ein Porträt von Charles Edward Stuart schuf, auch bekannt als der „Young Pretender“. Seine Darstellungen des Prinzen, darunter Versionen aus den Jahren 1734 und 1737, waren für ihre Genauigkeit bekannt, wenngleich einige glaubten, sie seien von seiner Besessenheit für seine künstlerischen Theorien beeinflusst worden. Trotz seines Talents fanden seine mathematischen Kunsttheorien zu Lebzeiten wenig Beachtung. Nach seiner Rückkehr nach England porträtierte er bedeutende Persönlichkeiten wie den Duke of Northumberland und Matthew Duane. Schließlich gab er die Malerei im Jahr 1768 auf, um sich der Gartenarbeit auf dem Familiengut in Marnhull zu widmen. Er starb 1888 und wurde in Broad Hempston, Devon, beigesetzt.