Das Leben und die künstlerische Reise von Gustav Adolph Schaffer
Geboren in Niederhäslich, Deutschland, war Gustav Adolph Schaffer sowohl als Maler als auch als Grafiker tätig. Seine formale Ausbildung begann an der Kunstschule in Dresden, wo er das Handwerk des Musterentwerfers für die Textilindustrie erlernte. Sein früher künstlerischer Weg führte ihn zu Studien bei Ermenegildo Antonio Donadini an der Dresdner Kunstakademie. Bis zum Jahr 1905 arbeitete Schaffer als freischaffender Künstler in Chemnitz, wo er wertvolle Verbindungen zu lokalen Mäzenen knüpfte. Sein frühes Schaffen war geprägt von den Techniken der Druckgrafik, insbesondere der Lithografie, dem Holzschnitt und dem Linolschnitt.
Schaffer war ein Gründungsmitglied der Chemnitzer Künstlergruppe und diente als Assistent des Ausstellungsleiters an der Kunsthütte Chemnitz. Zu seiner beruflichen Anerkennung gehörte die Verleihung des Sächsischen Staatspreises auf der Bugra in Leipzig. In den 1920er Jahren begannen seine Werke, Tendenzen der Neuen Sachlichkeit widerzuspiegeln. Seine Vielseitigkeit ermöglichte es ihm, Aufträge für die Innenarchitektur von Villen für Industrielle und Bankiers zu übernehmen, zudem arbeitete er an Architekturprojekten mit, wie etwa dem Clubhaus des Golfclubs in Oberrabenstein.
Bedeutende Werke und historischer Kontext
Das Werkverzeichnis des Künstlers umfasst mehrere bedeutende Arbeiten, wie zum Beispiel:
Während der Zeit des Nationalsozialismus war Schaffer Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Im Jahr 1937 wurden vier seiner Werke — Fährmann, Golghata, Einzug in Jerusalem und Geburt Christi — von den Behörden beschlagnahmt und zerstört. Er verstarb im Jahr 1937 in Chemnitz.