Ein Leben im Muralismus und Design
Harold Lehman war ein amerikanischer Künstler, dessen beeindruckende Karriere von dem sozialen Aktivismus der Wandmalerei-Bewegung bis hin zu den monumentalen Dimensionen von Weltausstellungen reichte. Geboren in New York City, zog er als Teenager nach Kalifornien, wo er die Manual Arts High School in Los Angeles besuchte. Es war dort, wo er tiefe Freundschaften mit Künstlern wie Jackson Pollock, Philip Guston und Reuben Kadish schloss. Nachdem er ein Stipendium für das Otis Art Institute gewonnen hatte, wurde Lehman ein Lehrling des mexikanischen Muralisten David Alfaro Siqueiros. Als Teil der „Block of Painters“ arbeitete er an Fresko-Wandbildern, die sich mit der Misshandlung afroamerikanischer Bürger auseinandersetzten, wenngleich diese Paneele von der „Los Angeles Red Squad“ zerstört wurden.
Nach seiner Rückkehr nach New York engagierte sich Lehman in der Siqueiros-Werkstatt und arbeitete später für das Federal Art Project. Zu seinen bedeutendsten Beiträgen zählt:
In den Kriegsjahren schuf Lehman ikonische Plakate für das US-Finanzministerium, darunter The Paratrooper, um die Kampagnen für Kriegsanleihen zu unterstützen.
Vom Bühnenbild zum Vermächtnis
In der zweiten Hälfte seiner Karriere fand Lehman den Weg in die Welt des Szenenbildes. Er arbeitete als Bühnenbildner und Szenenmaler für verschiedenste Fernseh-, Film- und Werbeproduktionen. Seine Expertise in der Gestaltung großflächiger Umgebungen führte dazu, dass er als Chefdesigner für den Coca-Cola-Pavillon auf der New Yorker Weltausstellung und für den „World of Man“ auf der Expo '67 in Montreal, Kanada, tätig war.
Sein künstlerisches Erbe ist in mehreren prestigeträchtigen Institutionen bewahrt. Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des Smithsonian American Art Museum und der National Gallery of Art. Darüber hinaus ist seine Fotografie-Sammlung im United States Holocaust Memorial Museum untergebracht. Harold Lehman verstarb in Leonia, New Jersey.