Das Leben und die Kunst von John Altoon
Geboren in Los Angeles, USA, als Sohn armenischer Einwanderer, entwickelte sich John Altoon zu einer prägenden Gestalt der Kunstszene von Los Angeles in den 1950er und 1960er Jahren. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er an renommierten Institutionen wie dem Otis Art Institute, dem Art Center College of Design und dem Chouinard Art Institute. Als Maler und Grafiker war sein Schaffen tiefgreifend vom Abstrakten Expressionismus beeinflusst. Er war zudem ein geschätztes Mitglied der Ferus-Gruppe, einem Kreis von Künstlern rund um die Ferus Gallery, dem auch bedeutende Persönlichkeiten wie Edward Kienholz, Larry Bell, Robert Irwin und Billy Al Bengston angehörten.
Ein zentrales Element von Altoons künstlerischem Erbe ist die Ocean Park Serie, die aus 18 Gemälden und mehreren Arbeiten auf Papier besteht. Diese Werke fangen die Atmosphäre der kalifornischen Küstenstädte Venice und Santa Monica ein. Die Serie zeichnet sich durch einen spontanen, freihändigen biomorphen Ansatz zur abstrakten Natur aus, wobei die unmittelbare Darstellung der Küstenlandschaft im Vordergrund steht. In seinen späteren Jahren erlangte er zudem Bekanntheit für seine figurativen Zeichnungen, die eine ganz eigene Bildsprache aus vage figurativen, botanischen und biologischen Formen entwickelten.
Vermächtnis und persönliche Geschichte
Im Laufe seiner Karriere wurde das Werk von Altoon in zahlreichen Institutionen ausgestellt, darunter:
Privat war Altoons Leben von tiefen persönlichen Zäsuren geprägt. Er war von 1959 bis 1962 mit der Schauspielerin Fay Spain verheiratet und später, ab 1966 bis zu seinem Tod, mit Roberta („Babs“) Lunine. Sein Weg war durch den Kampf gegen psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen und Paranoia gekennzeichnet. Erst nach einer Behandlung durch den Psychoanalytiker Dr. Milton Wexler in den frühen 1960er Jahren trat er in seine produktivste und stabilste Schaffensphase ein. John Altoon verstarb schließlich in Los Angeles an einem Herzinfarkt.