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José Guadalupe Posada

1852 - 1913

Kurzbiografie

  • Works on APS: 7
  • Also known as: José Guadalupe Posada Y Serna
  • Lifespan: 61 years
  • Copyright status: Public domain
  • Nationality: Mexiko
  • Born: 1852, Aguascalientes, Mexiko
  • Mehr Details anzeigen
  • Art period: 19. Jahrhundert
  • Died: 1913
  • Top-ranked work: [La Calavera de los Encapuchados]
  • Museums on APS:
    • Metropolitan Museum of Art
    • Metropolitan Museum of Art
    • Metropolitan Museum of Art
    • Metropolitan Museum of Art
    • Metropolitan Museum of Art
  • Top 3 works:
    • [La Calavera de los Encapuchados]
    • Don Chepito
    • A skeleton wearing a hat having a drink (vignette for the feast of the dead)

José Guadalupe Posada war ein mexikanischer politischer Druckgrafiker und Stecher, dessen Werk aufgrund seiner satirischen Schärfe und seines sozialen Engagements zahlreiche lateinamerikanische Künstler und Karikaturisten beeinflusst hat. Er nutzte Totenköpfe, Calaveras und Knochen, um politische und kulturelle Kritik zu üben; zu seinen berühmtesten Schöpfungen zählt die ikonische La Catrina.
Posada wurde am 2. Februar 1852 in Aguascalientes geboren. Sein Vater war Germán Posada Serna und seine Mutter Petra Aguilar Portillo. Als eines von acht Kindern erhielt er seine frühe Bildung durch seinen älteren Bruder Cirilo, einen Landlehrer, der ihm das Lesen, Schreiben und Zeichnen beibrachte. Später trat er der Academia Municipal de Dibujo de Aguascaliente bei. Im Jahr 1868, als junger Teenager, begann er in der Werkstatt von Trinidad Pedroso zu arbeiten, der ihn in die Techniken der Lithografie und des Stechers einweihte. Seine ersten politischen Karikaturen erschienen in El Jicote, einer Zeitung, die sich gegen Jesús Gómez Portugal stellte. Seine künstlerische Laufbahn begann mit Zeichnungen, dem Kopieren religiöser Bilder und der Mitarbeit in einer Keramikwerkstatt.
Im Jahr 1872 widmeten sich Posada und Pedroza der kommerziellen Lithografie in León, Guanajuato. Während seiner Zeit in León eröffnete Posada seine eigene Werkstatt und arbeitete als Lehrer für Lithografie an der Mittelschule, während er gleichzeitig seine Arbeit mit Lithografien und Holzschnitten fortsetzte. 1873 kehrte er nach Aguascalientes zurück, wo er 1875 María de Jesús Vela heiratete. Im darauffolgenden Jahr erwarb er die Druckpresse von Trinidad Pedroza. Von 1875 bis 1888 arbeitete er kontinuierlich mit verschiedenen Zeitungen in León zusammen, darunter La Gacetilla, El Pueblo Caótico und La Educación. Er überlebte die große Flut von León am 18. Juni 1888, deren Tragödie er in mehreren Lithografien festhielt – ein Ereignis, bei dem mehr als zweihundertfünfzig Leichen gefunden wurden und über 1.400 Menschen vermisst wurden. Ende 1888 zog er nach Mexiko-Stadt, wo er die Kunst des Stechens in Blei und Zink erlernte. Dort arbeitete er bis Anfang 1890 mit der Zeitung La Patria Ilustrada und der Revisita de México zusammen.
Nachdem er mit Antonio Vanegas Arroyo zusammengearbeitet hatte, gelang es ihm schließlich, seine eigene lithografische Werkstatt zu etablieren. Von diesem Moment an schuf Posada Werke, die ihm durch ihren Humor und ihre handwerkliche Qualität breite öffentliche Anerkennung und Bewunderung einbrachten. In seinem vielseitigen Schaffen porträtierte er Glaubensvorstellungen, den Alltag der einfachen Bevölkerung, Regierungsmissstände und die Ausbeutung des Volkes. Er illustrierte die berühmten Totenköpfe sowie andere Darstellungen, die durch die Verbreitung in verschiedenen Zeitungen und Periodika enorme Popularität erlangten.
Trotz seiner vielfältigen und populären Arbeit wurde Posada zu Lebzeiten nicht so sehr anerkannt wie andere zeitgenössische Künstler. Erst nach seinem Tod wurde seine Ästhetik als die eines wahren Volkskünstlers vollends gewürdigt – maßgeblich dank Diego Rivera, der seinem Werk zu großer Bekanntheit verhalf.
Bereits 1871, noch vor Erreichen des Erwachsenenalters, begann seine Karriere als politischer Karikaturist für die lokale Zeitung El Jicote („Das Hummelchen“) in Aguascalientes. Die Zeitung musste nach nur elf Ausgaben schließen, mutmaßlich weil eine von Posadas Karikaturen einen mächtigen lokalen Politiker beleidigt hatte. Später zog er nach León, Guanajuato, wo er am 20. September 1875 María de Jesús Vela heiratete. In León half ihm ein ehemaliger Weggefährte aus Aguascalientes bei der Gründung einer Druckerei und kommerziellen Illustrationswerkstatt. Ihr Fokus lag auf Werbung, Buchillustrationen sowie dem Druck von Plakaten und Darstellungen religiöser und historischer Figuren, darunter die Jungfrau von Guadalupe, das Heilige Kind von Atocha und der Heilige Sebastian.
Nach seinem Erfolg wurde er 1883 als Lehrer für Lithografie an der örtlichen Vorschule angestellt. Die Werkstatt florierte bis zu der verheerenden Flut von 1888, die die Stadt traf und seinen Umzug nach Mexiko-Stadt erzwang. Seine erste feste Anstellung in der Hauptstadt war bei La Patria Ilustrada unter der Leitung von Ireneo Paz, dem Großvater des berühmten Schriftstellers Octavio Paz. Später trat er der Redaktion einer Verlagsfirma von Antonio Vanegas Arroyo bei, für die er eine enorme Anzahl an Buchumschlägen und Illustrationen schuf. Viele seiner Werke erschienen zudem in sensationellen Flugblättern, die aktuelle Ereignisse darstellten.
Vom Ausbruch der Mexikanischen Revolution 1910 bis zu seinem Tod 1913 arbeitete Posada unermüdlich in der Presse. Die Arbeiten, die er in dieser Zeit an seiner Presse vollendete, ermöglichten es ihm, sein künstlerisches Können als Zeichner, Stecher und Lithograf weiter zu perfektionieren. Er fertigte weiterhin satirische Illustrationen und Karikaturen an, die unter anderem im Magazin El Jicote erschienen. Während der Präsidentschaft von Francisco I. Madero und der Kampagne von Emiliano Zapata spielte er eine entscheidende Rolle für die politische Kommunikation der Zeit.

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