Ein Leben zwischen Bühne und Kunst
Joseph Lange war eine facettenreiche Gestalt des 18. Jahrhunderts, bekannt für seine vielseitigen Talente als Bühnen Schauspieler, Maler, Schriftsteller, Dirigent und Komponist. Geboren in Würzburg, Deutschland, war sein Leben tief mit den kulturellen Kreisen Wiens verwoben. Er war ein Mann der vielen Rollen, darunter ein Komiker, der vom Tenor Michael Kelly als exzellenter Komiker beschrieben wurde. Sein Privatleben war geprägt von bedeutenden Verbindungen, am deutlichsten durch seine Heirat mit der Sopranistin Aloysia Weber, die ihn zum Schwager von Wolfgang Amadeus Mozart machte.
Langes theatralische Karriere umfasste Auftritte in Werken Mozarts, wie etwa in der Pantomime Masquerade, in der er die Figur des Pierrot verkörperte, und in der Oper Der Schauspieldirektor, in der er die sprechende Rolle des Herz übernahm.
Die Kunst der Porträtmalerei
Als Amateurmaler ist Lange vor allem für seine Porträts der Familie Mozart in Erinnerung geblieben. Zwischen 1782 und 1783 schuf er ein berühmtes Porträt seines Schwagers Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses Werk war ursprünglich eine Miniatur, die sich auf Mozarts Gesicht konzentrierte und später auf eine größere, unvollendete Leinwand aufgebracht wurde, die ihn beim Spielen am Klavier darstellen sollte. Constanze Mozart bemerkte später, dass dieses Werk „bei weitem das beste Abbild von ihm“ sei.
Langes künstlerisches Schaffen umfasste auch ein kleines Porträt von Constanze, das später vergrößert wurde. Seine Hingabe zu seinem Handwerk setzte sich bis in sein hohes Alter fort, da er auch in seinen späten Jahren in Wien weiterhin malte.