Künstlerische Praxis und Performance
Julius Deutschbauer ist ein österreichischer Maler, Autor und Künstler, dessen vielschichtiges Schaffen weit über die Leinwand hinausreicht. Ein zentraler Pfeiler seines Werkes ist die Gründung der Library of Unread Books, ein Projekt, das er bereits seit 1997 konsequent verfolgt und das durch seine ständige Präsenz an wechselnden, neuen Orten besticht. Im Jahr 2008 weitete er sein künstlerisches Spektrum durch die Gründung der Performance-Gruppe Theater des Verhinderns aus. In seinen Arbeiten setzt er sich häufig mit Plakaten auseinander, die politische Themen auf parodistische Weise dekonstruieren. Ein besonderes Highlight seiner kuratorischen Tätigkeit war die Kooperation mit Werk X zwischen 2011 und 2020, bei der er die preisgekrönte Serie "Suche die unpolitischste Theaterproduktion Wiens" mitorganisierte – ein Format, das traditionell theatrale Ereignisse würdigte, im Jahr 2020 jedoch überraschend der österreichischen Regierung verliehen wurde. Darüber hinaus initiierte er von Oktober 2022 bis Juni 2023 eine Reihe von Lesedemonstrationen in verschiedenen Bezirksmuseen Wiens, bei denen die Teilnehmer durch Straßen, Parks, Supermärkte und Cafés zogen, um laut aus Büchern vorzulesen.
Ausstellungen und Publikationen
Das Werk von Deutschbauer fand in zahlreichen bedeutenden Ausstellungen Beachtung, darunter "Antifaschismus Vergnügungspark" in Berlin sowie "Nur 100 Plakate" im Museum für Angewandte Kunst Wien. Weitere namhafte Ausstellungen umfassen "Der Bibliothekar" in der Galerie Thaddaeus Ropac, die Salzburg Villa Kast sowie "Julius Deutschbauer: The Library of Unread Books II" im Austrian Cultural Forum New York. Zu seinen veröffentlichten Werken zählen Figur ohne Grund, Zwialoge und 6 Künstler-Künstler-Reden. Im Jahr 2024 veröffentlichte er zudem die Editionen (noch kleben die plakate...). Plakate 1993-2024 und 213 Plakate. Für sein kulturelles Engagement wurde er im Jahr 2019 mit dem Großen Kulturpreis des Landes Kärnten ausgezeichnet.