Das Leben und die künstlerische Reise von Karl Blocherer
Geboren in München, Deutschland, war Karl Blocherer ein vielseitiger Maler, Grafiker und Kunstpädagoge. Seine akademische Ausbildung begann an der Königlich Bayerischen Kunstgewerbeschule in München und setzte sich an der Münchner Akademie der Bildenden Künste fort, wo er als Schüler von Richard Berndl, Julius Diez, Franz von Stuck und Karl Caspar galt. Seine prägenden Studienjahre waren geprägt von einer ausgiebigen Reise nach Italien, die seinen Blick auf die Kunst nachhaltig beeinflusste. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs widmete er sich der Lehre und gründete gemeinsam mit seiner Frau Wilhelmine „Minni“ Bosshard eine Schule für angewandte Kunst in München. Neben seinem Wirken als Vizepräsident des Münchner Künstlervereins hielt er zudem eine Gastprofessur am Wells College in Aurora, New York.
Das vielfältige Schaffen von Blocherer umfasst:
Künstlerischer Stil und Vermächtnis
Das künstlerische Schaffen von Blocherer durchlief verschiedene faszinierende Phasen, die von einer Phase der Neuen Sachlichkeit in den 1930er Jahren bis hin zu einer Rückkehr zum expressionistischen Malerei nach dem Krieg reichen. Seine späteren großformatigen Ölgemälde, insbesondere seine Aktdarstellungen, zeichneten sich durch einen expressiven, breiten Stil aus, der gelegentlich Anleihen beim Fauvismus nahm. Zu seinen bedeutenden Aufträgen gehörten Fresken für die Kriegergedächtniskapelle in Ruhpolding und die Kapelle des Kinderheims in Westerham sowie Entwürfe für Glasmalereien in verschiedenen Kirchen.
Nach seinem Tod wurde die Blocherer School in München unter der Leitung seiner Tochter, Annemarie Frfr. Loeffelholz von Colberg, weitergeführt. Die Institution bleibt bis heute ein lebendiges Zentrum für die Ausbildung in den Bereichen Kommunikationsdesign und Innendesign.