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      Karl Peter Mazér

      1807 - 1884

      Auf einen Blick

      • Top-ranked work: Gustaf Henrik Mellin, Priest and Author
      • Nationality: Schweden
      • Art period: – 19. Jahrhundert
      • Museums on this site:
        • Nationalmuseum
        • National Portrait Gallery of Sweden
      • Born: 1807, Stockholm, Schweden
      • Died: 1884
      • Typical colors: erdig

      Ein Leben zwischen wandernden Grenzen

      Stockholm, 1807. Als Sohn von Jean-Pierre Mazér, einem französischen Seidenweber, tritt Carl Peter Mazér in eine Welt ein, die von Handwerkskunst und ständiger Bewegung geprägt ist. Seine frühen Jahre werden von der Königlich Schwedischen Akademie der Schönen Künste geformt, wo er unter dem Meister Gustaf Erik Hasselgren studiert. Bis zum Jahr 1825 verlagert sich sein Lebensweg nach Paris. Er folgt seinem Vater nach Frankreich und findet sich im Atelier von Antoine-Jean Gros wieder. Hier ist der junge Künstler nicht bloß ein Schüler, sondern ein Assistent, der mit akribischer Hingabe Hintergründe für historische Szenen malt. In diesem Werk verschmilzt die klassische akademische Pinselführung mit der monumentalen Größe der französischen Geschichte.

      Doch die Straßen von Paris bieten eine ganz eigene Art der Erziehung. Während der Julirevolution von 1830 bewegt sich Mazér aus dem geschützten Atelier direkt zu den Barrikaden. Diese Ära politischer Umwälzungen markiert einen tiefgreifenden Bruch: Weg vom rein akademischen Studium, hin zur ungeschönten Realität zeitgenössischer Ereignisse. Nach diesen turbulenten Erfahrungen in Frankreich führt ihn sein Pfad zwischen 1833 und 1835 durch Italien, bevor er schließlich in die vertrauten Landschaften Schwedens zurückkehrt.

      Die russischen Jahre und die sibirische Grenze

      Eine tiefgreifende Transformation vollzieht sich, als Mazér den Blick nach Osten richtet. Er lässt sich für fünfzehn Jahre in Russland nieder und findet Arbeit in Moskau und Jaroslawl. Die Tätigkeit als Zeichenlehrer schenkt ihm zwar Stabilität, doch die Weite der Landschaft lockt ihn immer weiter hinaus. Auf einer Barke reist er die Wolga hinab, von Nischni Nowgorod bis Astrachan, und hält den Flusslauf in Skizzen fest. Im Jahr 1848 dehnt sich das Spektrum seines Schaffens bis an die äußersten Ränder des Reiches, nach Sibirien.

      Im harten Licht der sibirischen Grenzregion dokumentiert Mazér die menschlichen Kosten politischer Verbannung. Er erschafft Porträts von Revolutionären, die in diesen entlegenen Gebieten festgehalten werden. In Tobolsk kommt es zu einem Moment höchster Spannung: Während er versuchte, ein Gruppenporträt von Alexander Morosow und seiner Familie anzufertigen, griff die Polizei ein, stoppte seine Arbeit und vertrieb ihn aus der Stadt. Diese Epoche ist geprägt von einem besonderen Fokus auf die Gesichter jener Menschen, die in den unerbittlichen Apparat des Staates geraten sind.

      Seine russische Periode brachte zudem eines seiner bedeutendsten Werke hervor: ein posthumes Porträt von Alexander Puschkin, in Auftrag gegeben von Pavel Naschtschokin. Dieses Werk verbindet Mazér untrennbar mit den höchsten Kreisen der russischen Literatur- und Sozialgeschichte.

      Die Linse und der letzte Weg

      Mit dem Herannahen der Mitte des Jahrhunderts wandelt sich das Medium. Im Jahr 1851 eröffnet Mazér ein Daguerreotypie-Atelier in Moskau. Er überträgt sein Auge für das Detail von der Leinwand auf die Silberplatte, fertigt Kopien existierender Kunstwerke an und hält durch die aufkommende Technologie der Fotografie neue Porträts fest. Dieser Übergang vom Maler zum Fotografen definiert seine spätere berufliche Identität.

      Nach seiner Rückkehr nach Stockholm im Jahr 1854 setzt sich der Kampf um den Lebensunterhalt durch die Malerei fort, doch er widmet sich zunehmend exklusiv der Fotografie und veröffentlicht sogar 1864 ein professionelles Handbuch. Die letzten Kapitel seines Lebens führen ihn zurück in das Herz der europäischen Kunstwelt. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Paris, der 1876 begann, zieht es ihn nach Neapel. Hier, im Jahr 1884, findet das Leben des schwedischen Malers, Grafikers und Fotografen sein Ende.

      • Bedeutende Motive: Alexander Puschkin, Beata Bendix, Adolf Fredrik Lindblad und verschiedene chinesische Kaufleute.
      • Wichtige Orte: Stockholm, Paris, Italien, Moskau, Jaroslawl, Sibirien und Neapel.
      • Techniken: Malerei, Grafik, Fotografie, Daguerreotypie, Skizzieren und Zeichnen.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Carl Peter Mazér geboren?
      Frage 2:
      Welchen berühmten russischen Dichter fertigte Mazér in einem posthumen Porträt an?
      Frage 3:
      In welchem Land lebte Mazér fünfzehn Jahre lang und arbeitete als Zeichenlehrer?
      Frage 4:
      Welche Art von Atelier eröffnete Mazér zu Beginn des Jahres 1851 in Moskau?
      Frage 5:
      Wo starb Carl Peter Mazér im Jahr 1884?

      Fragen & Antworten

      Was sind die 3 am besten bewerteten Gemälde von Karl Peter Mazér auf ArtsDot.com?

      Gustaf Henrik Mellin, Priest and Author, Adolf Fredrik Lindblad, 1801-1878, Beata Bendix, née van Reis

      Welche Farbpalette charakterisiert die Werke von Karl Peter Mazér?

      erdig

      Woher kommt Karl Peter Mazér?

      Schweden

      Wie intensiv ist die Farbigkeit der Werke von Karl Peter Mazér?

      monochrom

      Wie viele Gemälde von Karl Peter Mazér sind auf ArtsDot.com zu finden?

      8

      Wie lange lebte Karl Peter Mazér?

      77 years (1807–1884)

      Wo starb Carl Peter Mazér im Jahr 1884?

      Neapel

      Welche Art von Atelier eröffnete Mazér zu Beginn des Jahres 1851 in Moskau?

      Daguerreotypie-Atelier

      Welches ist das am besten bewertete Gemälde von Karl Peter Mazér auf ArtsDot.com?

      Gustaf Henrik Mellin, Priest and Author

      Zu welcher Kunstperiode gehörte Karl Peter Mazér?

      – 19. Jahrhundert