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Manifattura Ginori S.p.A.

1735 - 2013

Kurzbiografie

  • Works on APS: 1
  • Nationality: Italien
  • Died: 2013
  • Also known as:
    • Manifattura Ginori
    • Ginori 1735
    • Doccia-Porzellan
    • Richard-Ginori
  • Born: 1735, Sesto Fiorentino, Italien
  • Copyright status: Under copyright
  • Mehr Details anzeigen
  • Museums on APS: Biennale Internazionale dell'Antiquariato di Firenze
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Top-ranked work: Marquise Carlo Andrea Ignazio Ginori
  • Lifespan: 278 years
  • Top 3 works: Marquise Carlo Andrea Ignazio Ginori

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wann wurde die Manifattura Ginori S.p.A. gegründet?
Frage 2:
Was war ungewöhnlich an der frühen Produktion der Manifattura Ginori, abgesehen von Geschirr und Vasen?
Frage 3:
Welches bedeutende Ereignis ereignete sich der Manifattura Ginori S.p.A. im Jahr 2013?
Frage 4:
Welche Art von Porzellan stellte die Manifattura Ginori hauptsächlich her?

Manifattura Ginori S.p.A.: Ein Vermächtnis italienischen Porzellans

  • Herkunft: TopImpressionists
  • Geboren: Sesto Fiorentino, Italien (1735)
  • Gestorben: 2013

Manifattura Ginori S.p.A., auch bekannt als Manifattura Ginori und Ginori 1735, gilt als die bedeutendste italienische Porzellanmanufaktur der Geschichte. Gegründet 1735 von Marchese Carlo Ginori in der Nähe seiner Villa in Doccia, einem Ortsteil von Sesto Fiorentino nahe Florenz, stellt sie ein einzigartiges Kapitel europäischer Keramikkunst dar.

Frühe Jahre und Innovationen

  • Gründung: Errichtet von Marchese Carlo Ginori mit dem Ziel, hochwertiges Porzellan in Italien herzustellen.
  • Einzigartige Produktion: Im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Fabriken, die sich ausschließlich auf Geschirr konzentrierten, produzierte Manifattura Ginori Porzellanversionen von Statuen und kleinen Skulpturen, inspiriert von früheren Bronzearbeiten florentinischer Bildhauer.
  • Früher Erfolg: Die Fabrik erlangte aufgrund innovativer Techniken und Designs, die von Carlo Ginori maßgeblich vorangetrieben wurden, schnell einen Ruf für Exzellenz.
  • Fokusverschiebung (1757): Nach dem Tod von Carlo Ginori verlagerte sich der Schwerpunkt der Fabrik hin zu konventionelleren Waren, oft inspiriert von deutschen und französischen Porzellanstilen.

Künstlerische Kooperationen und bemerkenswerte Werke

  • Verbunden mit Künstlern: Die Manufaktur profitierte von Kooperationen mit zahlreichen Künstlern, darunter Thomas Moran, William James Glackens, Gilbert Munger und Jean-François Raffaelli.
  • Einflussreiche Bildhauer: Die frühe Produktion stützte sich stark auf Modelle, die aus den Werken florentinischer Bildhauer wie Giovanni Battista Foggini und Massimiliano Soldani abgeleitet wurden.
  • Wichtige Kunstwerke: Zu den mit Manifattura Ginori verbundenen bemerkenswerten Kunstwerken gehören:
    • "Cappella del Succorpo (Cappella Carafa)" von Thomas Malvern (Malvico)
    • "Die Geißelung Christi", zugeschrieben Caravaggio (Michelangelo Merisi) – demonstriert die Fähigkeit der Fabrik, komplexe religiöse Szenen wiederzugeben.
    • "Blumen" von Andrea Belvedere
    • "Auf den Klippen" von Arthur B. Davies
    • "St James" von Jacopo Sansovino
    • "Nächstenliebe" von Tino di Camaino
  • Museumspräsenz: Diese Kunstwerke sind in renommierten Museen wie dem Museo Nazionale di Capodimonte und der Duomo della Vergine Assunta zu sehen.

Historische Bedeutung und Vermächtnis

  • Pionier des italienischen Porzellans: Manifattura Ginori spielte eine entscheidende Rolle bei der Etablierung Italiens in der europäischen Porzellanlandschaft und forderte die etablierte Dominanz Deutschlands und Frankreichs heraus.
  • Aristokratisches Unternehmertum: Die Unternehmensführung spiegelte einen aristokratischen Ansatz im Geschäftsleben wider, der ihre langfristigen Strategien und Organisationsstrukturen beeinflusste.
  • Insolvenz und Übernahme (2013): Trotz einer reichen Geschichte sah sich das Unternehmen 2013 mit der Insolvenz konfrontiert und wurde anschließend von Gucci übernommen, was Veränderungen im Markt für Luxusgüter verdeutlichte.
  • Museo Richard Ginori: Das Museo Richard Ginori della Manifattura di Doccia, das der Geschichte der Fabrik gewidmet ist, steht seit 2019 Besuchern nicht mehr zur Verfügung.
  • Nachhaltiger Einfluss: Trotz ihres aktuellen Status setzen sich Manifattura Ginoriss Vermächtnis durch ihre außergewöhnlichen Kunstwerke und bedeutenden Beiträge zur Porzellanherstellung fort. Die Marke "Ginori 1735" wird nun verwendet, was die lange Geschichte der Fabrik widerspiegelt.

Materialien und Produktionstechniken

  • Hartes Porzellan: Manifattura Ginori ging um 1750 zur Herstellung von hartem Porzellan über, einem bedeutenden technologischen Fortschritt.
  • Wichtige Inhaltsstoffe: Die Porzellangemische bestanden aus Kaolin (50%), Feldspat (25%) und Quarz (25%).
  • Brennvorgang: Es wurde ein zweistufiger Brennvorgang eingesetzt – eine Brandvorbehandlung bei 1000 °C, gefolgt von einer Glasurbrand bei 1400 °C.
  • Handwerkliche Techniken: Geschickte Handwerker nutzten Techniken wie Decal-Anwendung, Vergoldung, Airbrushing und Malerei, um die Schönheit des Porzellans zu verbessern.



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