Die skulpturale Vision von Milton Horn
Geboren in Kyjiw, Ukraine, war Milton Horn ein ukrainisch-amerikanischer Bildhauer, dessen Schaffen durch eine tiefgreifende Symbiose aus Form und Architektur geprägt wurde. Nach seiner Einwanderung in die Vereinigten Staaten im Jahr 1913 begann seine künstlerische Reise im Jahr 1918 mit dem Zeichnen und der Malerei. Seine formale Ausbildung umfasste Studien bei dem Bildhauer Henry Hudson Kitson sowie an der Copley Society in Boston, gefolgt von mehreren Jahren am Beaux-Arts Institute of Design. Als Stipendiat der Tiffany Foundation wurde sein Frühwerk maßgeblich durch die Auseinandersetzung mit chinesischer Malerei und japanischen Drucken beeinflusst.
Horns künstlerische Praxis erstreckte sich über eine Vielzahl von Materialien, darunter Terrakotta, Holz, Stein, Bronze und Ton. Seine monumentalen Werke fanden häufig ihren Platz in öffentlichen und sakralen Räumen, wie etwa in der Hymn to Water für die zentrale Wasserkläranlage der Stadt Chicago oder dem Ark-Reredos in der Silling Chapel des West Virginia University Medical Center. Seine außergewöhnliche Fähigkeit, Skulptur mit architektonischen Strukturen zu vereinen, wurde mit einer Auszeichnung des American Institute of Architects gewürdigt.
Vermächtnis und öffentliche Werke
Im Laufe seines Lebens trug Horn bedeutende Werke zur amerikanischen Landschaft bei, oft im Rahmen der Work Projects Administration der US-Regierung. Zu seinen Auftragsarbeiten gehörten unter anderem:
In seinen späteren Jahren zog Horn nach Chicago, wo er weiterhin Werke wie die großformatige Pflanzenform mit dem Titel Rhubarb schuf. Sein künstlerisches Vermächtnis wird durch den Milton Horn Fine Art Trust sowie die Milton and Estelle Horn Fine Art Study Collection an der West Virginia University bewahrt.