Wählen Sie eine Stimmung und der Raum antwortet – das Licht kühlt oder erwärmt, die Atmosphäre verändert ihren Rhythmus, und nur jene Werke, die dieses Gefühl in sich tragen, treten aus der Dunkelheit hervor. Alles andere tritt in den Schatten zurück.
Thomas Scheibitz: Architekt des Unsichtbaren Thomas Scheibitz, ein Name, der in zeitgenössischen Kunstkreisen zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist weit mehr als nur ein Maler oder Bildhauer; er ist ein akribischer Architekt der Wahrnehmung. Durch vielschichtige Bildwelten und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Ordnungssystemen konstruiert er Welten, die zugleich vertraut und beunruhigend wirken. Geboren 1968 in Radeberg, in der e
hemaligen DDR – einer Region, die tief in der Industriegeschichte und den nachhallenden Echos der Teilung verwurzelt ist – ist Scheibitz' künstlerischer Werdegang untrennbar mit seiner prägenden Umgebung verbunden. Seine Kindheit inmitten der Überreste sozialistischer Produktionsstrukturen, gepaart mit einer akademischen Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden unter Professor Ralf Kerbach (der auch Frank Nitsche und Eb…