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      Richard Kriesche

      Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung

      Richard Kriesche tritt am 28. Oktober 1940 in Wien, Österreich, in Erscheinung. Die Stadt bildet die erste Kulisse für eine rigorose akademische Formung. Zwischen 1958 und 1963 durchläuft er die strukturierten Umgebungen der Akademie der bildenden Künste und der Universität Wien. Sein Fokus richtet sich dabei auf die technischen und konzeptionellen Grundlagen des Grafikdesigns und der Malerei. Diese Jahre festigen die formale Disziplin, die später das Fundament für seine Erkundungen komplexer Medien bilden sollte.

      Der Umfang seiner Ausbildung weitet sich über die Grenzen Österreichs hinaus aus. Er bewegt sich durch die akademische Landschaft bis zum University College London und erweitert seine Perspektive durch internationale Studien. Dieser Weg führt ihn schließlich in die Vereinigten Staaten, wo er einen Forschungsaufenthalt am M.I.T. in Cambridge absolviert. Die Konfrontation mit einem so unterschiedlichen intellektuellen Klima markiert eine bedeutende Wende in seiner Entwicklung und führt ihn hin zur Schnittstelle zwischen traditioneller Kunst und aufkommender technologischer Forschung.

      Akademische und berufliche Laufbahn

      Der Werdegang von Richard Kriesche führt weg von den klassischen Hörsälen hinein in das institutionelle Herz der österreichischen Kunst. Seine Lehrtätigkeit nahm ihren Anfang an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Graz, wo er von 1963 bis 1967 und erneut von 1969 bis 1990 wirkte. Diese prägenden Jahre der Wissensvermittlung überschnitten sich mit seiner Zeit als Assistent an der Universität für angewandte Kunst in Wien zwischen 1967 und 1968. Später verlagerte er seinen Fokus verstärkt auf die technische und akademische Ausbildung und besetzte von 1988 bis 1991 eine Lehrposition an der Technischen Universität Wien.

      Die 1990er Jahre markieren einen Wendepunkt hin zur Hochschulbildung und zu internationalen Gastprofessuren. Im Jahr 1991 wurde er an die Hochschule für Gestaltung Offenbach berufen. Dieser akademische Aufschwung trug ihn schließlich nach Paris, wo er von 1995 bis 1996 als Gastprofessor an der École des Beaux-Arts tätig war. Doch sein professionelles Wirken beschränkte sich nicht nur auf den akademischen Raum; es erstreckte sich auch in die administrativen und kulturellen Ebenen der steirischen Landesregierung. Dort übernahm er 1996 die Position des stellvertretenden Leiters der Abteilung Wissenschaft im Land Steiermark und wechselte 1998 schließlich in die Kulturabteilung.

      Die letzte Phase seiner institutionellen Engagements umfasst eine Zeit am Landesmuseum Joanneum in Graz, wo er von 2003 bis 2005 tätig war. Über all diese Jahrzehnte hinweg blieb sein Berufsleben fest verankert in der Schnittstelle zwischen Pädagogik und den sich stetig wandelnden Strukturen von Medien- und Kunstinstitutionen.

      Künstlerischer Fokus und Techniken

      Richard Kriesche bewegt sich an der faszinierenden Schnittstelle zwischen dem Biologischen und dem Digitalen. Sein künstlerisches Schaffen umfasst ein gewaltiges Spektrum an Medien, das von der haptischen Schwere der Malerei und Mixed Media auf Karton bis hin zur flüchtigen Natur der Videokunst, Computerkunst und Netzkunst reicht. Er betrachtet die Leinwand und den Bildschirm als miteinander verbundene Forschungsräume und nutzt dabei ein erweitertes Kunstverständnis, um die Kluft zwischen den genetischen Mikrowelten und den Makrowelten des Universums zu überbrücken. Dieser Ansatz ermöglicht es ihm, die Übergänge vom Physischen zum Virtuellen zu navigieren und zu erforschen, wie Informations- und Kommunikationstechnologien die menschliche Wahrnehmung grundlegend umgestalten.

      Die Materialität seiner Werke greift oft auf unkonventionelle Substrate zurück. Er verwendet Digitaldrucke, Zeitungsdrucke und sogar originale Briefmarken, um seine konzeptionellen Untersuchungen fest in der Alltäglichkeit zu verankern. In seinen späteren Untersuchungen verschiebt sich der Fokus hin zu der Spannung zwischen Digitalisierung und Spiritualität. Er analysiert die ästhetischen Parameter neuer Technologien und sucht nach Wegen, deren formale und semiotische Ausdrucksmittel zu nutzen, um den permanenten Prozess der Datifizierung zu thematisieren. Sein Werk reagiert nicht bloß auf den technologischen Wandel; es untersucht das ästhetische und soziale Potenzial dieser Innovationen durch Performance, Installation und Multimedia-Kunst.

      • Objektbild No. 21967 (1967, Mixed Media auf Karton)
      • Austria Doppelbild (2019, Digitaldruck und originale Briefmarke)
      • Easter 2017 (2017, Zeitungsdruck)

      Große internationale Ausstellungen

      Der Werdegang von Richard Kriesche findet seine bedeutendsten Meilensteine in den großen internationalen Foren des späten zwanzigsten Jahrhunderts. Bereits 1968 trat er bei der 34. Biennale in Venedig in Erscheinung – eine Präsenz, die er über die 42. Biennale im Jahr 1986 bis hin zur 46. im Jahr 1995 konsequent beibehielt. Diese Auftritte in Venedig rücken seine tiefgreifenden Untersuchungen von Medien und Information in das Zentrum des globalen zeitgenössischen Diskurses. Von den venezianischen Bühnen aus erstreckt sich sein Schaffen bis in die anspruchsvollen Umgebungen der Documenta in Kassel, wo er 1977 bei der Documenta 6 und 1987 bei der Documenta 8 ihre Spuren hinterließ.

      Die Schnittstelle zwischen Kunst und Technologie entwickelt sich durch sein Engagement bei Ars Electronica zu einem wiederkehrenden, essenziellen Thema. Als herausragender Künstler war er in den Jahren 1989, 1994 und 2003 vertreten, was ein jahrzehntelanges Auseinandersetzen mit der Evolution elektronischer und digitaler Medien markiert. Dieser Fokus auf das Technische und das Ästhetische weitet sich auf bedeutende institutionelle Kontexte aus, einschließlich Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris sowie im Museum für Moderne Kunst in New York im Jahr 1978.

      Wichtige Werke und künstlerische Projekte

      Der Werdegang von Richard Kriesche vollzieht eine faszinierende Bewegung: Weg vom rein physischen Akt des Schöpfens, hin zu den unsichtbaren Strukturen der Daten. Bereits im Jahr 1972 fängt die Performance-Dokumentation Kunst ist Erstellen von Kunst einen Moment tiefgreifender konzeptioneller Untersuchung ein. Diese Fokussierung auf den Prozess des Machens setzt sich in Videodemonstrationen wie Peeling Off und dem Werk Malerei deckt zu Kunst deckt auf aus dem Jahr 1977 fort. In diesen Projekten werden die Mechanik des Bildes und das Medium selbst kritisch hinterfragt.

      Mit dem technologischen Fortschritt verschiebt sich das künstlerische Schaffen zunehmend in die Schnittmenge zwischen dem Menschlichen und dem Digitalen. Die interaktive Installation Self-Space setzt die individuelle Präsenz in einen Dialog mit einem unsichtbaren Algorithmus. Dieses Projekt thematisiert den fortwährenden Prozess der Datifizierung, in dem digitale Geräte das Individuum aufzeichnen und analysieren. Es schlägt eine Brücke zwischen der physischen Präsenz des Betrachters und den mathematischen Strukturen des digitalen Zeitalters.

      Das spätere Schaffen von Richard Kriesche setzt die Erkundung dieser vielschichtigen Realitäten durch verschiedenste Medien fort. Im Jahr 2019 nutzte das Werk Austria Doppelbild den Digitaldruck und eine originale Briefmarke, um sein visuelles Feld zu konstruieren. Dieser Ansatz spiegelt ein langjähriges Interesse daran wider, wie Informations- und Kommunikationstechnologien unsere Wahrnehmung der Realität grundlegend umgestalten.

      Auszeichnungen und Ehrungen

      Die Anerkennung für Kriesches maßgebliche Beiträge zur österreichischen Kunstszene erfolgte in mehreren Etappen, wobei der Weg von kommunalen Ehrungen bis hin zu nationaler Distinktion führte. Im Jahr 1988 wurde er mit dem Kunstpreis der Stadt Graz ausgezeichnet, gefolgt vom Anerkennungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst im Jahr 1995. Diese Auszeichnungen unterstrichen seinen wachsenden Einfluss innerhalb der steirischen Region sowie in der gesamten österreichischen Kunstlandschaft.

      Mit der tiefergehenden Auseinandersetzung seiner Werke mit technologischen und digitalen Revolutionen verlagerte sich der Fokus seiner Anerkennung zunehmend auf die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Er wurde mit der Österreichischen Dekoration für Wissenschaft und Kunst geehrt. Dieses Prestige wurde durch die Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst in den Jahren 2006 und 2007 weiter gefestigt. Bis zum Jahr 2010 fand sein spezialisierter Fokus auf die Neuen Medien mit dem Österreichischen Kunstpreis für Medienkunst eine formale Würdigung.

      Wo man seine Werke heute sehen kann

      Die physische Präsenz von Kriesches Schaffen ist in mehreren bedeutenden österreichischen Institutionen fest verankert. Seine Werke finden sich in der Sammlung der Generali Foundation wieder, einem Archiv, das Stücke bewahrt, die sein langjähriges Engagement für die Medien- und Informationstechnologie widerspiegeln. Auch die Fotosammlung des Bundes führt Werke des Künstlers in ihrem Bestand und bewahrt so seine Beiträge zum fotografischen und visuellen Erbe.

      In Salzburg sind seine Arbeiten Teil der Bestände des Museum der Moderne Salzburg (Mönchsberg). Diese Sammlung bettet seine Untersuchungen zur Digitalisierung und zu den Medienrevolutionen in einen breiteren musealen Kontext ein. Darüber hinaus bewahrt das Landesmuseum Joanneum Graz Werke auf, die seine Entwicklung von frühen konzeptionellen Experimenten bis hin zu zeitgenössischen Multimedia-Installationen nachzeichnen.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Richard Kriesche geboren?
      Frage 2:
      An welcher prestigeträchtigen Kunstveranstaltung hat Kriesche mehrfach teilgenommen, unter anderem in den Jahren 1968, 1986 und 1995?
      Frage 3:
      An welcher Institution hielt Kriesche von 1995 bis 1996 eine Gastprofessur?
      Frage 4:
      Welches dieser Felder gehört zu Kriesches künstlerischem Arbeitsbereich?
      Frage 5:
      Wie lautet der Titel von Kriesches interaktiver Installation, die im Text erwähnt wird?

      Fragen & Antworten

      Ist das Werk von Richard Kriesche noch urheberrechtlich geschützt?

      Ja, die Werke dieser Künstlerin / dieses Künstlers unterliegen noch dem Urheberrecht.

      Welches dieser Felder gehört zu Kriesches künstlerischem Arbeitsbereich?

      Skulptur

      Wer ist Richard Kriesche?

      Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung Richard Kriesche tritt am 28. Oktober 1940 in Wien, Österreich, in Erscheinung. Die Stadt bildet die erste Kulisse für eine rigorose akademische Formung. Zwischen 1958 und 1963 durchläuft er die strukturierten Umgebungen der Akademie der bildenden Künste und der Universität Wien. Sein Fokus richtet sich dabei auf die technischen und konzeptionellen Grundlagen des Grafikdesigns und der Malerei. Diese Jahre festigen die formale Disziplin, die später das Fu

      An welcher Institution hielt Kriesche von 1995 bis 1996 eine Gastprofessur?

      École des Beaux-Arts - Paris

      In welcher Stadt wurde Richard Kriesche geboren?

      Wien

      Wie lautet der Titel von Kriesches interaktiver Installation, die im Text erwähnt wird?

      Self-Space

      Woher kommt Richard Kriesche?

      Österreich

      Wie viele Gemälde von Richard Kriesche sind auf ArtsDot.com zu finden?

      1

      Unter welchen anderen Namen ist Richard Kriesche bekannt?

      R. Kriesche

      Zu welcher Kunstperiode gehörte Richard Kriesche?

      Moderne