Das Leben und die künstlerische Reise von Stephen Sacklarian
Geboren in Varna, Bulgarien, als Sohn türkisch-armenischer Eltern, emigrierte Stephen Sacklarian im Jahr 1911 in die Vereinigten Staaten. Seine frühen Jahre in Philadelphia waren von Armut geprägt, und in einer Phase seiner Jugend trat er sogar als Boxer bei den Golden Gloves an. Bevor er sich ganz der Kunst widmete, verfolgte Sacklarian eine erfolgreiche Karriere in Industrie und Wirtschaft als Vertriebsingenieur, unter anderem bei Unternehmen wie General Electric. Er schloss sein Studium an der Wharton School of Business mit Auszeichnung ab.
Später studierte Sacklarian formal an verschiedenen Institutionen, darunter die Pennsylvania Academy of Fine Art, die University of the Arts, die T Square Club-School for Architects und die Fleisher Memorial Art School, wobei er schließlich unter dem Bildhauer Paul Manship lernte. Seine frühe Schaffensphase von den 1930er Jahren bis in die späten 1950er Jahre konzentrierte sich auf realistische Gemälde von Aktporträts, Naturmotiven und Stillleben.
Stilentwicklung und spätere Jahre
Im Jahr 1966 begann Sacklarian mit der Verwendung von Acrylfarben, was zu einem unverwechselbaren abstraktionistischen Stil führte. In den späten 1950er und frühen 1960er Jahren schuf er zudem Holzskulpturen, deren Größe von etwa 30 Zentimetern bis über zwei Meter reichte. Nach dem Tod seiner Frau Ayne durchlebte Sacklarian eine Phase tiefer Depression, in der er einen Großteil seines Ateliers zerstörte, einschließlich der meisten seiner frühen Gemälde und all seiner bekannten Skulpturen.
Seine späteren Werke aus den späten 1960er und 1970er Jahren zeichneten sich durch lebendige und optimistische Qualitäten aus. Seine Gemälde weisen oft folgende Merkmale auf:
- Biomorphe Formen im Vordergrund.
- Winkelige, raumähnliche Hintergründe oder dunkle Farbfelder.
- Menschliche und tierische Formen, Gliedmaßen, Gesichter und abstrakte Geschlechtsorgane.
In den 1970er Jahren war Sacklarian als Künstler-in-Residenz an der Notre Dame University tätig. Er verstarb 1983 und hinterließ Werke, die heute in den ständigen Sammlungen von über 60 Museen weltweit zu finden sind.