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      Curtius Museum

      Eckdaten

      • Mediums: öl auf leinwand
      • Alternate names:
        • Musée Curtius
        • Grand Curtius
        • Le Grand Curtius
        • Curtius Museum
      • Works on APS: 7
      • Mehr Details anzeigen
      • Location: Lüttich, Belgien
      • Featured artists:
        • Jean-Auguste-Dominique Ingres
        • Cornelis Schut
        • Jean Baptiste Pierre Coclers
        • Hans Jordaens III
        • Jan Van Kessel The Elder
      • Art types: wandkunst
      Curtius Museum

      Ursprung und Geschichte des Curtius Museum

      Das Curtius Museum, gelegen an den malerischen Ufern der Maas in Lüttich, Belgien, birgt eine Geschichte, die tief in den privaten Lebenswelten der industriellen Elite der Stadt verwurzelt ist. Das imposante Gebäude wurde zwischen 1597 und 1610 errichtet und diente ursprünglich als prachtvolles privates Herrenhaus für Jean Curtius. Als einflussreicher Industrieller und Munitionslieferant der spanischen Armee schuf Curtius sich ein Residenzensemble, das seinen bedeutenden Status innerhalb der Region eindrucksvoll widerspiegelte. Bis heute gilt dieses Bauwerk als ein bedeutendes Kulturerbe Walloniens.

      Im Laufe der Zeit hat die Institution tiefgreifende Transformationen durchlaufen, um ihrer wachsenden Bedeutung gerecht zu werden. Nach einer umfassenden, 50 Millionen Euro teuren Neugestaltung öffnete der Standort im März 2009 unter dem Namen Grand Curtius seine Pforten. Diese moderne Interpretation markiert die Verschmelzung mehrerer eigenständiger Institutionen: Sie vereint das ehemalige Museum für Archäologie, das Waffensammelmuseum, das Museum für angewandte Kunst sowie das Arteum für Religiöse Kunst und Mosanische Kunst. Das heutige Museum fungiert als ein harmonisches, vereintes Zentrum für Archäologie und dekorative Kunst.

      Das Gebäude und seine Architektur

      Am Ufer der Maas in Lüttich, Belgien, gelegen, präsentiert sich das Bauwerk als ein glänzendes Beispiel des mosanischen Renaissance-Stils. Die Fassade wird durch ein rhythmisches Muster aus abwechselnden Schichten von rotem Backstein und Naturstein definiert. Diese Materialwahl erschafft eine texturierte Oberfläche, die das Licht im Laufe des Tages auf ganz unterschiedliche Weise einfängt. Die Fenster zeichnen sich durch ihr kreuzstockiges Design aus – ein Merkmal, das das Gebäude fest in seiner regionalen architektonischen Tradition verankert.

      Die Architektur spiegelt die bewegte Geschichte des Ortes wider, der ursprünglich zwischen 1597 und 1610 als privates Herrenhaus für Jean Curtius errichtet wurde. Die Präsenz des Gebäudes ist untrennbar mit der industriellen und sozialen Geschichte der Region verwoben. Sein Design ist dabei weit mehr als bloßes Dekor; es ist tief in den spezifischen Bautechniken des Maastal verwurzelt. Das harmonische Zusammenspiel von Stein und Ziegel verleiht dem Standort am Flussufer ein Gefühl von Beständigkeit und Zeitlosigkeit.

      Der physische Raum hat im Laufe der Zeit bedeutende Wandlungen erfahren, einschließlich einer umfassenden Neugestaltung, die zur heutigen Konfiguration des Grand Curtius führte. Diese Evolution hat es dem Gebäude ermöglicht, verschiedenste verschmolzene Sammlungen innerhalb seiner historischen Mauern zu beherbergen. Die Architektur bleibt dabei ein zentrales Element des Erlebnisses und schafft einen ganz spezifischen Kontext für die kostbaren Objekte, die in seinen Abteilungen zu finden sind.

      Die vielfältigen Museumssammlungen

      Das Museum vereint die verschmolzenen Bestände von vier ehemaligen Institutionen zu einem gewaltigen Archiv regionaler Geschichte. Diese Abteilungen umfassen die Archäologie, die Bewaffnung, religiöse Kunst und Mosanische Kunst, die angewandte Kunst sowie Glas. Innerhalb der archäologischen Abteilung gewähren die Hamal-Nandrin- und Depuydt-Sammlungen einen tiefen Einblick in die Vergangenheit. Diese Bestände schaffen eine physische Verbindung zur langjährigen Präsenz menschlichen Handelns in dieser Region.

      Die Glassammlungen nehmen eine herausragende Stellung ein und werden als die zweitgrößte ihrer Art weltweit anerkannt, nur noch übertroffen von der Corning-Sammlung in den Vereinigten Staaten. Diese Abteilung spiegelt ein Höchstmaß an technischem Geschick und materialkundlicher Expertise wider. Neben diesen Glaskunstwerken beherbergt das Museum verschiedene Terrakotta- und Porzellanstücke aus Delft, Lüttich und Brüssel. Die Präsenz dieser Keramiken vermittelt ein greifbares Gefühl für das häusliche und künstlerische Leben vergangener Jahrhunderte.

      Die Sammlung ist so strukturiert, dass sie eine enorme Vielfalt künstlerischer und industrieller Praktiken präsentiert. Sie spannt den Bogen von der Prähistorie bis zur Gegenwart und schöpft aus zahlreichen Quellen, darunter der Stadt Lüttich, der Wallonischen Region, der Universität Lüttich und dem Bistum Lüttich. Die schiere Dichte dieser Objekte lädt zu einer stillen Betrachtung darüber ein, wie verschiedenste Materialien – von Metall und Elfenbein bis hin zu Marmor und Terrakotta – durch die Hände geschickter Kunsthandwerker geformt wurden.

      Meisterwerke der Sammlung

      Die Präsenz des vergoldeten Reliquientriptychs aus dem 12. Jahrhundert, das einst in der Kirche Sainte-Croix zu Hause war, fordert eine stille, ehrfürchtige Aufmerksamkeit ein. In seiner Nähe gewährt das Evangeliar des Notger einen tiefen Einblick in die spirituelle Kunstfertigkeit einer vergangenen Ära. Diese kostbaren Objekte existieren Seite an Seite mit den Skulpturen von Jean Del Cour, deren Schaffen die regionale Ästhetik maßgeblich definiert hat. Die schiere Last der Geschichte wird in der physischen Präsenz des Dreihahn-Brunnens spürbar, der einst Johann Theodor von Bayern, dem Fürstbischof von Lüttich, gehörte.

      Ein bedeutender Moment der Porträtkunst offenbart sich in der Darstellung Napoleons Bonaparte aus dem Jahr 1804, gemalt von Ingres. Dieses Werk fängt den Ersten Konsul mit einer Präzision ein, die zu langem, kontemplativem Betrachten einlädt. In ähnlicher Weise bleibt die Figur des Heiligen Domitian von Jean Delcour (1631-1707) ein zentraler Bestandteil der skulpturalen und malerischen Bestände. Jedes dieser Stücke nimmt seinen Platz mit einer ganz eigenen, unnachgiebigen Gravitas ein.

      Ausstellungen und Forschung

      Das Museum pflegt einen fortwährenden Dialog zwischen historischer Handwerkskunst und zeitgenössischer Forschung. Ein bedeutendes bevorstehendes Ereignis ist die Ausstellung „Japonismus und Art Nouveau“, die vom 17. April 2026 bis zum 27. September 2026 stattfinden wird. Diese Präsentation markiert das Zweihundertjährige Bestehen der Cristalleries du Val Saint-Lambert und feiert den Zeitraum von 1826 bis 2026. Sie vereint etwa 150 Werke, welche die spezifische Ästhetik und die technischen Entwicklungen hervorheben, die in Val Saint Lambert während seiner goldenen Ära zwischen 1880 und 1914 erreicht wurden.

      Diese Ausstellungen bieten einen fokussierten Blick auf die Evolution der Glasmacherei und des Designs. Die Exponate spiegeln die progressiven Formen und die dynamischen, geschwungenen Entwürfe wider, die für den Art-Nouveau-Stil charakteristisch sind. Solche Schaustellungen ermöglichen eine eingehende Untersuchung dessen, wie industrielle und künstlerische Errungenschaften während der Belle Époque miteinander verschmolzen. Die Präsenz dieser Stücke schafft eine greifbare Verbindung zur technischen Meisterschaft der Val Saint Lambert Glashütte.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt befindet sich das Curtius Museum?
      Frage 2:
      Für welche Person wurde das Curtius Museum ursprünglich als privates Herrenhaus erbaut?
      Frage 3:
      Welcher Künstler malte das im Museum befindliche Porträt von Napoleon Bonaparte aus dem Jahr 1804?
      Frage 4:
      Die Glassammlungen des Museums sind nach welcher Sammlung in den Vereinigten Staaten die zweitgrößten der Welt?
      Frage 5:
      Welche Ausstellung wird von April bis September 2026 im Grand Curtius stattfinden?

      Liste der Kunstwerke in Curtius Museum

      Keine Kunstwerke gefunden.