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      Villa Vauban

      Eckdaten

      • Featured artists:
        • Jan Steen
        • David Teniers the Younger
        • Jan De Bray
        • Pieter Cornelisz. Van Slingelandt
        • Jacob Simon Hendrik Kever
      • Works on APS: 14
      • Location: Luxemburg, Luxemburg
      • Alternate names:
        • Villa Vauban
        • Luxembourg City Art Museum
      Villa Vauban

      Die Geschichte und Ursprünge der Villa Vauban

      Die Geschichte der Villa Vauban ist tief in den Verteidigungsanlagen der Stadt Luxemburg verwurzelt. Der Name des Anwesens geht auf ein Fort zurück, das zwischen 1633 und 1707 von Sébastien Le Prestre de Vauban auf diesem Gelände errichtet wurde. Dieses militärische Fundament schuf die physische Grundlage für das, was später zu einem privaten Wohnsitz werden sollte. Im Jahr 1873 wurde die Villa schließlich erbaut und fand ihren festen Platz innerhalb des Stadtparks.

      Der Übergang von einem privaten Heim zu einer öffentlichen Institution vollzog sich im Jahr 1949. Die Stadt Luxemburg erwarb das Anwesen von den Erben der Familie Le Gallais de Gargan für 5 Millionen Francs. In der darauffolgenden Geschichte nahm das Gebäude bedeutende administrative und zeremonielle Funktionen wahr. So beherbergte es von 1952 bis 1959 den Gerichtshof der EGKS und diente später als offizielle Residenz von Großherzog Jean.

      Die Architektur und die prachtvollen Gärten

      Das Museum schmiegt sich in einen Park, der einst vom französischen Architekten Édouard André entworfen wurde. Dieses üppige Grün schafft eine Atmosphäre der Stille um die Villa, die im Jahr 1873 ursprünglich als privater Wohnsitz errichtet wurde. Die Architektur des Anwesens wurde so konzipiert, dass sie die besondere Natur jener Gemälde widerspiegelt, die im 18. und 19. Jahrhundert von wohlhabenden Privatsammlern akquiriert wurden. Im Keller des Gebäudes zeugt ein beeindruckendes Stück der alten Festungsmauer aus dem 18. Jahrhundert von der bewegten Vergangenheit des Ortes und verleiht dem Bauwerk eine tiefe historische Verwurzelung.

      Im Jahr 2010 wurde eine bedeutende Renovierung abgeschlossen, bei der ein zeitgenössischer Anbau harmonisch in das historische Gefüge der Villa integriert wurde. Diese moderne Erweiterung lässt die ursprüngliche bürgerliche Architektur in einen spannenden Dialog mit neuen, strukturellen Formen treten. Der Anbau wurde im Jahr 2010 mit dem TECO Architecture Award ausgezeichnet und erhielt zudem 2011 den Prix Luxembourgeois d'Architecture, Domaine Architecture (ex aequo). Ein besonders markantes Merkmal dieser jüngsten Entwicklung ist die perforierte Kupferverkleidung des Erweiterungsbaus, die dem Ensemble eine ganz eigene Ästhetik verleiht.

      Die Vielfalt der Kunstsammlungen

      Die Sammlung entfaltet ihre volle Pracht in einem Raum, der maßgeblich durch die Visionen privater Sammler geprägt wurde, wobei der Fokus vor allem auf der Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts liegt. Diese kostbaren Werke fanden ihren Weg durch die Vermächtnisse bedeutender Persönlichkeiten in die Villa, darunter die herausragenden Sammlungen von Jean-Pierre Pescatore und Leo Lippmann. Die Präsenz dieser Stücke ermöglicht eine stille, fast meditative Begegnung mit der Evolution der europäischen Malerei über die Jahrhunderte hinweg.

      Ein wesentlicher Teil des Bestandes widmet sich der künstlerischen Entfaltung Luxemburgs. Dies umfasst das Schaffen von Jodoc Frédéric Hochhertz und Eugénie Dutreux-Pescatore. Das Museum bewahrt zudem die Werke lokaler Bewegungen, die die Moderne der Region entscheidend geprägt haben – insbesondere die „Secessionisten“ der Zwischenkriegszeit sowie die „Iconomaques“ der Nachkriegsepoche. Diese Künstler schaffen einen kontinuierlichen Dialog zwischen den historischen Traditionen des 19. Jahrhunderts und den sich wandelnden Perspektiven des 20. Jahrhunderts.

      Meisterwerke der Kunstsammlung

      Die wahre Stärke der Sammlung entfaltet sich in einer bedeutenden Auswahl niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts. Diese Werke, die einst aus privaten Händen erworben wurden, lassen die unvergleichliche Atmosphäre des Goldenen Zeitalters der Niederlande in die stillen Räume der Villa wehen. Man verweilt unwillkürlich vor den detailreichen Kompositionen eines Jan Steen oder lässt den Blick über die präzise Pinselführung von Gerrit Dou schweifen. Es sind Gemälde, die eine fast physische Präsenz besitzen und durch ihre spezifische Lichtführung und ihre tiefgründige Motivik die volle Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen.

      Über die niederländischen Meister hinaus beherbergt das Museum auch Werke von Adriaen van de Velde und David Teniers dem Jüngeren. Diese Stücke tragen zu einer facettenreichen visuellen Landschaft bei, die sich zwischen verschiedenen Stilen und Epochen bewegt. Flankiert werden die Gemälde von verschiedenen Skulpturen, die im gesamten Raum verteilt sind und der kuratierten Umgebung eine dreidimensionale Tiefe verleihen. Diese Anordnung ermöglicht eine entschleunigte Begegnung mit den Texturen der Ölmalerei auf Leinwand und den massiven Formen skulpturaler Figuren.

      Besuch des Museums und seines Parks

      Das Museum schmiegt sich in einen von Édouard André gestalteten Park, der eine stille Kulisse für tiefe Kontemplation bietet. Diese grüne Oase vermittelt ein Gefühl der Ruhe und ermöglicht einen sanften Übergang von der Hektik der Stadt in einen Raum der inneren Einkehr. Inmitten der Natur finden Besucher behagliche Rückzugsorte, an denen die Atmosphäre stets still und friedvoll bleibt. Die Verfügbarkeit von kostenlosem WLAN erlaubt zudem eine nahtlose Verbindung zur digitalen Welt, während man sich in dieser idyllischen, tranquilen Umgebung bewegt.

      Der Eintritt in das Museum folgt einem Standardtarif von 5 Euro. Für Besucher über 65 Jahre ist ein ermäßigter Preis von 3 Euro verfügbar. An Freitagen bietet das Museum zudem freien Eintritt an und eröffnet damit jedem die Möglichkeit, die kostbaren Sammlungen ohne finanzielle Hürde zu erleben. Das Museum bleibt eine beständige Institution in Luxemburg-Stadt, die dazu einlädt, die in ihren Mauern bewahrten Kunstwerke in aller Stille zu würdigen.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt befindet sich die Villa Vauban?
      Frage 2:
      Wer war der Architekt des Parks, in dem das Museum liegt?
      Frage 3:
      Was kann im Keller des Museums besichtigt werden?
      Frage 4:
      Welcher Künstler wird mit dem Werk „Zwölften-Nacht-Fest“ im Katalog des Museums in Verbindung gebracht?
      Frage 5:
      Wie hoch ist der reguläre Eintrittspreis für das Museum?

      Liste der Kunstwerke in Villa Vauban

      Keine Kunstwerke gefunden.