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Dieses eindrucksvolle Kunstwerk, Teil von Nolans "Rimbaud/Cézanne-Reihe", ist eine Skizze oder Studie, die ihre Inspiration aus den Werken zweier einflussreicher französischer Persönlichkeiten zieht: dem Dichter Arthur Rimbaud und dem Maler Paul Cézanne. Nolan, tief berührt von Rimbands stimmungsvollen Gedichten und Cézannes innovativem Ansatz in Form und Raum, versuchte einen Dialog zwischen diesen scheinbar unterschiedlichen künstlerischen Sensibilitäten zu schaffen. Das Werk zeigt eine stilisierte Darstellung einer Frau, die eine Trompete an ihr Ohr hält, umgeben von symbolischen Elementen wie einem Tischaufbau (Weinglas und Tasse) und dem, was wie ein Schädel oder Kopf auf dem Boden ruht.
Das Kunstwerk ist in einem losen und expressiven Stil ausgeführt, der für Nolans spätere Werke charakteristisch ist. Kräftige Linien definieren die Formen, jedoch mit einer bewussten mangelnden Präzision, was zu einem Gefühl dynamischer Bewegung und Spontaneität beiträgt. Die Farbpalette ist lebendig, dominiert von Rot-, Blau- und Grüntönen sowie Akzenten von Gelb und Orange, die in breiten Pinselstrichen ohne viel Vermischung aufgetragen sind. Diese Technik erzeugt einen kontrastreichen Effekt, der Emotionen stärker betont als eine genaue Darstellung. Der Stil neigt sich dem Expressionismus zu, wobei die Übermittlung von Gefühlen durch verzerrte Formen und kräftige Farben Vorrang vor strengem Realismus hat.
Mehrere Symbolelemente tragen zur vielschichtigen Bedeutung des Kunstwerks bei. Das Vorhandensein eines Schädels ruft Themen der Sterblichkeit und Kontemplation hervor, während die Trompete künstlerischen Ausdruck oder eine Verbindung zu etwas Jenseits des Alltäglichen darstellen könnte. Die Haltung der Frau, die die Trompete an ihr Ohr hält, deutet auf aufmerksames Zuhören hin – vielleicht zur Inspiration, Erinnerung oder einer inneren Stimme. Die scheinbar zufällige Anordnung der Objekte trägt zum Gefühl von Geheimnis bei und lädt Betrachter ein, ihre Bedeutung im Kontext von Nolans künstlerischem Dialog zwischen Rimbaud und Cézanne zu interpretieren. Insgesamt erzeugt das Werk ein Gefühl von expressivem Energie, durchzogen von Melancholie und Selbstreflexion.
Nolans Faszination für sowohl Rimbaud als auch Cézanne ist zentral für das Verständnis dieses Werks. Er begegnete erstmals Cézannes Gemälden 1939 in Melbourne auf der Herald Exhibition of British and European Contemporary Art, wo er die Wirkung von Cézannes Behandlung des räumlichen Bildes erkannte – seine Abflachung der Bildebene und die Verwendung von Farbflächen zur Schaffung mehrerer Perspektiven. Nolan bewunderte auch Rimbands poetische Betrachtungen und glaubte, dass "Man durch das Lesen von Rimbaud Kunst erhält". Diese Reihe, entstanden 1978, spiegelt Nolans Versuch wider, den kreativen Geist dieser künstlerischen Musen einzufangen, indem er eine Sammlung von Skizzen schafft, die auf den ersten Blick willkürlich und kindlich erscheinen, aber bei näherer Betrachtung eine tiefere Erkundung des künstlerischen Prozesses offenbaren.
1917 - 1992 , Australien