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      Albert Hertel

      1843 - 1912

      At a glance

      • Copyright status: Public domain
      • Art period: – 19. Jahrhundert
      • Works on this site: 3
      • Also known as:
        • A. Hertel
        • Alb. Hertel
        • Albert hertel
      • Top-ranked work: Coast near Genua
      • Top 3 works:
        • Coast near Genua
        • Dutch Beach Scene (Scheveningen)
        • Large Hunting Still Life with Cheese and Fruits

      Frühe Jahre und künstlerische Ausbildung

      Albert Hertel wurde am 19. April 1843 in Berlin geboren. Seine frühen Jahre verbrachte er in jener Stadt, an die er schließlich als Lehrer zurückkehren sollte. Seine formale Ausbildung begann an der Berliner Universität der Künste, wo er als Student der Kunstakademie Berlin seine ersten Schritte machte. Diese frühen Lektionen legten das Fundament für seine technische Entwicklung, noch bevor er sich jenen weitläufigen Landschaften zuwandte, die sein künstlerisches Schaffen maßgeblich prägen sollten.

      Im Alter von zwanzig Jahren verließ Albert Hertel Berlin in Richtung Rom. Er verweilte fast vier Jahre in der italienischen Stadt – eine Zeit, die er dem Studium der alten Meister und der Beobachtung des mediterranen Lichts widmete. Während dieser Zeit in Rom nahm er Unterricht bei Heinrich Dreber, wobei er seinen Fokus gezielt auf die feinen Nuancen der Landschaftsmalerei richtete. Diese Studienphase ermöglichte es ihm, den engen Rahmen des Klassenzimmers zu verlassen und sich unmittelbar mit der unberührten Kraft der Natur auseinanderzusetzen.

      Künstlerische Laufbahn in Berlin und Düsseldorf

      Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 1867 suchte Hertel nach weiterer künstlerischer Inspiration. Er zog an die Kunstakademie Düsseldorf, um unter der Meisterschaft von Oswald Achenbach zu studieren. Diese intensive Studienzeit prägte maßgeblich seinen Fokus auf die Landschaftsmalerei. Schließlich kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, wo sein professioneller Ruf innerhalb der damaligen akademischen Kreise stetig wuchs.

      Bis zum Jahr 1875 bekleidete er eine Position als Dozent an der Berliner Kunstakademie. Seine Aufgabe war dabei sehr spezifisch: Er wurde mit der Leitung des Ateliers für Landschaftsmalerei betraut. In dieser Lehrtätigkeit widmete er zwei Jahre dem Studium der Natur und leitete andere in der Erfassung natürlicher Szenarien an. Nach dieser Zeit des Lehrens entschied er sich für den Weg des freischaffenden Künstlers und löste sich von dem strukturierten Umfeld der Akademie, um seinen ganz eigenen Sujets nachzugehen.

      Technik und künstlerischer Stil

      Hertels Herangehensweise an die Landschaft war tief in der direkten Beobachtung verwurzelt. Er verbrachte einen Großteil seiner Zeit mit der Arbeit en plein air, wobei er seine Staffelei aufstellte, um das unmittelbare Licht und die flüchtige Atmosphäre der natürlichen Welt einzufangen. Diese Praxis ermöglichte es ihm, die Besonderheiten einer Szenerie mit der Präzision eines Zeichners auf die Leinwand zu übertragen. Sein Werk konzentrierte sich oft auf die subtilen Veränderungen des Terrains und die Art und Weise, wie sich das Licht über eine Aussicht legt, sei es beim Blick auf einen See oder auf eine Gebirgskette.

      Während die Natur sein primäres Sujet bot, offenbarte seine Atelierarbeit eine ganz andere Form der Fokussierung. Er bewegte sich zwischen der weiten Dimension einer Landschaft und der kontrollierten Umgebung, die für Stillleben und Genrebilder erforderlich war. In diesen kleineren Kompositionen wird die Hand des Zeichners in der sorgfältigen Anordnung der Objekte deutlich sichtbar. Zudem stellte er sein handwerkliches Geschick in den Dienst der Illustration, indem er narrative Ideen durch Zeichnung und Malerei in visuelle Formen übersetzte.

      Sein technisches Spektrum erstreckte sich weit über Öl auf Leinwand hinaus und umfasste auch Aquarell und Tempera. Diese Vielseitigkeit erlaubte es ihm, seine Methode an den Umfang der jeweiligen Aufgabe anzupassen, von intimen Skizzen bis hin zu größeren, strukturierteren Kompositionen. Seine Fähigkeit, mit verschiedenen Medien umzugehen, zeugt von einem disziplinierten Studium darüber, wie verschiedene Pigmente mit unterschiedlichen Oberflächen interagieren.

      • Bei Nizza
      • Blick auf den Luganer See
      • Blick auf das Esterel-Gebirge, 1879
      • Badestrand, 1894
      • Hofgarten in Berlin, 1897
      • Strauß mit Pfingstrosen

      Große Aufträge und religiöse Werke

      Im Jahr 1902 präsentierte Hertel Entwürfe für dreizehn Gemälde, die dazu bestimmt waren, das Prunkstiege des Berliner Doms zu schmücken. Diese Werke wurden in Tempera ausgeführt, einem Medium, das für solch großflächige Oberflächen einen äußerst sorgfältigen Auftrag erforderte. Der Auftrag umfasste neun quadratische Wandgemälde, die das Leben Jesu darstellten, sowie vier ovale Deckenpaneele, die sich auf biblische Gleichnisse konzentrierten. Diese Entwürfe fanden bei Kaiser Wilhelm II. ihre volle Anerkennung.

      Die Arbeit an diesen Wandbildern und Paneelen dauerte bis kurz vor der Eröffnung des Doms im Jahr 1905 an. Durch diese monumentalen religiösen Szenen löste sich der Künstler von den kleineren Landschaften und Stillleben seiner frühen Jahre und setzte sich mit der monumentalen Architektur der Stadt auseinander. Die Tempera-Malereien blieben auch nach der Fertigstellung ein zentraler Bestandteil der Innendekoration des Doms.

      Fragen & Antworten

      In welchen Stilrichtungen war Albert Hertel tätig?

      Auf der Seite Alle Stilrichtungen werden die Kunstwerke von Albert Hertel nach Kunstströmungen gruppiert.

      Gibt es eine Zeitachse der Werke von Albert Hertel?

      Die Kunstwerke von Albert Hertel können in chronologischer Reihenfolge auf der Zeitstrahl der Kunstwerke-Seite des Künstlers eingesehen werden.

      Unter welchen Pseudonymen oder Alternativnamen ist Albert Hertel bekannt?

      Albert Hertel ist auch unter dem Namen A. Hertel, Alb. Hertel bekannt.

      Wo sind die Kunstwerke von Albert Hertel nach Technik gruppiert zu finden?

      Auf der Seite Nach Medien sortiert werden die Kunstwerke von Albert Hertel nach Technik gruppiert.

      A little quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Albert Hertel geboren und starb er?
      Frage 2:
      Wohin ging Albert Hertel im Alter von zwanzig Jahren für fast vier Jahre zum Studium?
      Frage 3:
      Welcher Künstler war ein bekannter Landschaftsmaler und Lehrer von Albert Hertel an der Kunstakademie Düsseldorf?
      Frage 4:
      Welche Art von Kunstwerken schuf Hertel für das Kaiserstiege im Berliner Dom?
      Frage 5:
      In welchem Jahr wurde Albert Hertel eine kleine Goldmedaille auf der Großen Berliner Kunstausstellung verliehen?