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      Albert Janesch

      1889 - 1973

      Auf einen Blick

      • Born: 1889, Wien, Österreich
      • Top-ranked work: Female Portrait Study
      • Art period: Moderne
      • Top 3 works:
        • Female Portrait Study
        • peasant - girl with a jug
        • "Wassersport"
      • Works on this site: 3

      Frühes Leben und künstlerische Ausbildung

      Geboren am 12. Juni 1889 in Wien, war Albert Janesch ein Kind der tief verwurzelten künstlerischen Traditionen der österreichischen Hauptstadt. Seine frühen Jahre in dieser Metropole legten den Grundstein für ein Leben, das ganz den bildenden Künsten gewidmet war – ein Weg, den er durch ein rigoroses institutionelles Studium zu formalisieren begann. Noch bevor er die höheren Akademien betrat, verfeinerte er sein technisches Geschick an der Lehr- und Forschungsanstalt für angewandte Kunst.

      Seine formale Ausbildung fand ihren Höhepunkt an der Wiener Akademie der bildenden Künste, an der er von 1904 bis 1912 studierte. In diesen prägenden Jahren arbeitete Janesch unter der Anleitung von Siegmund L'Allemand und Franz Rumpler. Diese Lehrer halfen dabei, seine Entwicklung als Maler zu formen, indem sie seine Hand in der disziplinierten Umgebung der Akademie führten. Diese Studienzeit festigte die technische Meisterschaft, die seine spätere Karriere als Genremaler und Porträtist definieren sollte.

      Der Lebensweg des Künstlers blieb eng mit Wien verbunden, der Stadt seiner Geburt und jener, in der er am 10. Mai 1973 verstarb. Seine Ausbildung gab ihm die notwendigen Werkzeuge für ein Berufsleben an die Hand, das schließlich verschiedene historische Umwälzungen durchschreiten sollte, während seine Wurzeln stets fest in den akademischen Traditionen seiner Jugend verankert blieben.

      Einsatz als Kriegsmaler

      Die Turbulenzen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts rissen Künstler immer wieder aus der Geborgenheit ihrer Ateliers und hinein in das gewaltige Theater der Konflikte. Für Janesch begann dieser tiefgreifende Wandel im Jahr 1915, als er in die Künstlergruppe des k.u.k. Kriegspressequartiers aufgenommen wurde. Als Kriegsmaler während des Ersten Weltkriegs wurde seine Perspektive maßgeblich durch die wechselvollen und oft erschütternden Landschaften der Frontlinien geprägt. Sein Weg führte ihn durch Belgrad, Triest und über die Isonzo-Front, bis sich sein Blick schließlich auch in Richtung der Türkischen Front weitete. Seine außergewöhnliche Gabe, diese intensiven Erfahrungen in visuelle Zeugnisse zu übersetzen, fand schon früh höchste Anerkennung; so wurde er im Jahr 1916 mit dem ersten Preis bei einem Wettbewerb für Kriegerdenkmäler ausgezeichnet.

      Der zweite globale Konflikt forderte eine ebenso unermüdliche Hingabe an die Dokumentation, wenngleich sich die Geografie seines Wirkens grundlegend verschoben hatte. Während des Zweiten Weltkriegs war Janesch als Kriegsmaler in verschiedenen, weit voneinander entfernten Regionen im Einsatz. Seine künstlerische Reise führte ihn an die Südküste Frankreichs, über die unendliche Weite Russlands bis hin nach Griechenland. Diese Einsätze verlangten ihm eine unerschütterliche Hand ab, während er inmitten des Chaos verschobener Grenzen und zurückweichender Armeen die flüchtigen Augenblicke der Geschichte festhielt.

      Große Auszeichnungen und Ehrungen

      Der Werdegang von Albert Janesch war geprägt von einer stetigen Anerkennung durch die kulturellen Institutionen seiner Heimat und darüber hinaus. Bereits in der frühen Phase seiner beruflichen Laufbahn wurde er 1912 mit dem Prix de Rome ausgezeichnet – eine Ehrung, die seinen Aufstieg in die formellen Kreise der europäischen Kunst markierte. Seine tiefe Verbundenheit zu Wien blieb ein lebenslanger Fixpunkt, was durch die wiederholte Verleihung des Preis der Stadt Wien für Malerei und Grafik in den Jahren 1924, 1929 und 1937 eindrucksvoll belegt wird. Diese Auszeichnungen spiegeln seine beständige Präsenz in der österreichischen Kunstszene während der turbulenten Zwischenkriegsjahre wider.

      Ebenso bemerkenswert war seine Stellung innerhalb des Künstlerhauses. Ihm wurde der Goldene Lorbeer des Künstlerhauses verliehen, und später wurde er mit der Großen goldenen Ehrenmedaille des Künstlerhauses Wien geehrt. Über die Grenzen Österreichs hinaus fanden seine künstlerischen Leistungen internationale Beachtung, als er 1934 zum Offizier des Ordens des Weißen Löwen in der Tschechoslowakei ernannt wurde. Diese Lebensphase sah ihn in den höchsten Kreisen offizieller Auszeichnungen.

      In seinen späteren Jahren würdigte der Staat sein lebenslanges Engagement für sein Handwerk. Im Jahr 1954 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Diese letzte bedeutende Auszeichnung kam lange nach seinen frühen Erfolgen und besiegelte eine Karriere, die die bewegtesten Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts überspannte.

      Herausragende künstlerische Werke

      Die Bandbreite von Janeschs schöpferischem Schaffen erstreckte sich über zahlreiche Genres und fand ihren Ausdruck in Porträts, Landschaften und Stillleben. Seine Fähigkeit, die menschliche Präsenz einzufangen, zeigt sich vielleicht am intimsten in seinem 1933 entstandenen Ölgemälde auf Leinwand, einem Selbstporträt mit seiner Frau Maria Antonia. Dieses Werk, das er mit einer deutschen Inschrift versah, gewährt einen tiefen Einblick in sein Privatleben während seines dreiundvierzigsten Lebensjahres. Es bleibt ein bedeutendes Zeugnis seines Geschicks, sowohl die äußere Ähnlichkeit als auch das innerste Wesen eines Charakters einzufangen.

      Sein technisches Spektrum reichte von zarten, feinen Medien bis hin zu monumentalen öffentlichen Aufträgen. Im Jahr 1940 schuf er ein Pastell auf Papier, ein Werk, das seine Meisterschaft im Umgang mit weicheren, flüchtigen Texturen eindrucksvoll unter Beweis stellt. In späteren Phasen seiner Karriere verlagerte sich sein Fokus hin zum Monumentalen. Zwischen 1952 und 1953 fertigte er das Fresko „Die Artillerie des Kaisers Maximilian I.“ an. Dieses Werk, das sich in der Artilleriehalle des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien befindet, basierte auf einer Vorlage von Jörg Kölderer und stellt einen bedeutenden Beitrag zur visuellen Geschichte des Museums dar.

      Fragen & Antworten

      Woher kommt Albert Janesch?

      Albert Janesch wurde in Österreich geboren.

      Kann ich die Kunstwerke von Albert Janesch nach Farben sortieren?

      Die Werke von Albert Janesch können auf der Farbindex-Seite des Künstlers nach Farben sortiert erkundet werden.

      Wie beliebt sind die Kunstwerke von Albert Janesch?

      Die Seite Statistiken von Albert Janesch zeigt Statistiken, die auf Basis der auf diese Webseite gelisteten Kunstwerke des Künstlers berechnet wurden.

      Kann ich die Werke von Albert Janesch nach Medium durchsuchen?

      Die Werke von Albert Janesch können auf der Nach Medien sortiert-Seite des Künstlers nach Medium durchsucht werden.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Albert Janesch geboren?
      Frage 2:
      Welche Institution besuchte Janesch von 1904 bis 1912?
      Frage 3:
      In welchem Konflikt diente Janesch als Kriegsmaler in Belgrad und an der Isonzo-Front?
      Frage 4:
      Um welche Art von Kunstwerk handelt es sich bei „Die Artillerie von Kaiser Maximilian I.“?
      Frage 5:
      Welche Auszeichnung wurde Janesch 1912 verliehen?