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      Alexander Kips

      1858 - 1910

      Frühes Leben, Familie und Ausbildung

      Am 22. Juli 1858 im Berliner Stadtteil Charlottenburg geboren, trat Alexander Kips in eine Welt ein, in der die Kunst eine familiäre Sprache war. Sein vollständiger Name, Friedrich Andreas Alexander Kiss, trug das Gewicht einer Abstammung in sich, die dem Pinsel und dem Pigment gewidmet war. Er war der Sohn von Johan Friedrich Kips, einem Maler von Fensterläden und Schildern, und Wilhelmine Friederike Rosalie Kips. Dieses häusliche Umfeld, das er mit seinen Geschwistern Rosalie Auguste Marie Magdalene Kips und seinem Bruder Erich Kips – selbst ein Künstler – teilte, bot ein Fundament, in dem die bildenden Künste fest in das Gefüge des täglichen Lebens verwoben waren.

      Sein formeller Weg begann an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, wo der junge Junge zum ersten Mal lernte, die Werkzeuge seines Handwerks zu beherrschen. Es war dort, dass sein Potenzial die Aufmerksamkeit des Historienmalers Ernst Johan Schaller auf sich zog. Unter Schaller's Anleitung in Berlin erhielt Alexander Kips die strenge Ausbildung, die notwendig war, um die Komplexität seines gewählten Handwerks zu meistern. Diese Lehrzeit formte seine Hand und sein Auge und bereitete ihn auf ein Leben vor, das der Übersetzung der Welt auf Leinwand und Porzellan gewidmet sein sollte.

      Karriere als Maler und Lehrer

      Mit entschlossener Zielstrebigkeit bewegte sich Kips durch die künstlerischen Kreise Berlins und etablierte sich als ein Maler von außerordentlicher Vielseitigkeit. Während seine Hand oft von den feinen, anspruchsvollen Anforderungen der Porzellankunst geleitet wurde, reichte sein Wirken weit über das Atelier hinaus bis in die formale Ausbildung anderer. In den Jahren 1885 und 1886 gab er sein tiefes Wissen über die Wunder der Natur als Lehrer für das Malen nach dem Vorbild der Natur an der Königlichen Kunstschule weiter. Auf diese prägende Lehrzeit folgte eine langjährige Tätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, wo er von 1885 bis 1902 seine Schüler durch die komplexen Facetten des figurativen Gips- Zeichnens führte.

      Sein Ruf wuchs stetig mit seinem technischen Geschick und führte zu einer bedeutenden Anerkennung innerhalb der akademischen und sozialen Hierarchien jener Zeit. Im Jahr 1890 wurde er mit dem Titel eines Professors geehrt – eine Auszeichnung, die seine herausragende Stellung unter seinen Fachkollegen unterstrich. Sein Einfluss reichte weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, als er 1893 an der Weltausstellung in Chicago teilnahm und seine künstlerische Vision einem internationalen Publikum präsentierte. Solche Errungenschaften blieben auch vor dem Staat nicht verborgen: Im Jahr 1908 wurde er mit dem Roten Adlerorden III. Klasse mit Schleife ausgezeichnet, eine hohe Würdigung, die ein Lebenswerk voller Hingabe an das Handwerk und die Lehre widerspiegelte.

      Führung in der Königlichen Porzellanmanufaktur

      Im Jahr 1886 trat Alexander Kips die Nachfolge als künstlerischer Direktor der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin an – ein Amt, das er über zwei Jahrzehnte lang bis ins Jahr 1908 innehatte. Seine Präsenz in der Manufaktur verlieh den Werkstätten eine neue, tiefe Zielstrebigkeit. Er war nicht bloß ein Aufseher der Produktion; vielmehr gestaltete er die Ausrichtung der Institution durch seine ganz eigene, schöpferische Vision aktiv mit. Sein Einfluss war in der gesamten Atmosphäre der Fabrik spürbar, da seine Ideen und seine Führung die Kunsthandwerker bei ihrer täglichen Arbeit maßgeblich leiteten.

      Seine Handschrift fand sich immer wieder in den Skizzen und Landschaften wieder, die er für die Porzellanarbeiten entwarf. Er besaß ein besonderes Talent für die Malerei von Porzellankacheln, einem Medium, das der Manufaktur zu einer neuen Blütezeit verhalf. Durch diese Kacheln hauchte er den Produktionsmethoden der damaligen Zeit frisches Leben ein. Seine Fähigkeit, die natürliche Welt auf Keramik zu übertragen, ermöglichte es der Manufaktur, eine neue Dynamik zu entwickeln und sicherzustellen, dass das Handwerk während seiner langen Amtszeit lebendig und von Bedeutung blieb.

      Hauptwerke und künstlerische Reisen

      Der Geist der Entdeckung führte Alexander Kips oft weit weg von den Ateliers in Berlin, um das Licht ferner Länder zu suchen. Zwischen 1883 und 1885 unternahm er ausgedehnte Studienreisen durch Griechenland, Kleinasien und Italien, wobei er in den antiken Landschaften und der besonderen Atmosphäre von Orten wie Olevano Romano tiefe Inspiration fand. Diese Reisen ermöglichten es ihm, die Welt mit einem frischen Blick zu beobachten und jenes visuelle Wissen zu sammeln, das später seine großformatigen Kompositionen prägen sollte. Er suchte nach dem Wesen dieser Regionen und ließ die Sonne und den Stein des Mittelmeers sein Verständnis von Form und Licht formen.

      Dieses Streben nach klassischer Schönheit fand in seinen gemeinschaftlichen Werken einen grandiosen Ausdruck. Für die Jubiläumsausstellung der Berliner Akademie der Künste im Jahr 1886 arbeitete Alexander Kips gemeinsam mit Max Koch an der Erschaffung des Pergamon-Panoramas. Dieses ehrgeizige Unterfangen erforderte tiefgehende Studien, einschließlich eines Aufenthalts im deutschen Ausgrabungshaus in Pergamon, um sicherzustellen, dass das Werk die historische Tragweite würdig einfing. Seine Fähigkeit, eine solche Monumentalität auf eine Fläche zu übertragen, fand zudem in seiner Porzellanfliesen-malerei weite Anerkennung. Sein monumentales Werk, Germania Protects Art and Science, brachte ihm bedeutende Lobharrungen und einen wohlverdienten Preis ein.

      Selbst nachdem er die Gipfel seines beruflichen Erfolgs erreicht hatte, blieb der Drang nach dem Studium der Kunst ungebrochen. Nach seiner Teilnahme an der Weltausstellung 1893 in Chicago suchte er erneut die italienische Landschaft auf. Er begab sich auf eine zweijährige Studienreise nach Italien, begleitet von dem Maler August Achtenhagen. Diese Zeit der Beobachtung erlaubte es ihm, sein Handwerk stetig zu verfeinern und sicherzustellen, dass seine späteren Jahre tief mit den klassischen Traditionen verwoben blieben, die er schon so lange zuvor studiert hatte.

      Fragen & Antworten

      Wo kann ich die Kunstwerke von Alexander Kips in einer virtuellen 3D-Galerie erleben?

      Die Kunstwerke von Alexander Kips können in einer 3D-Galerie auf der Seite Virtuelle 3D-Galerie des Künstlers besichtigt werden.

      Unter welchen Pseudonymen oder Alternativnamen ist Alexander Kips bekannt?

      Alexander Kips ist auch unter dem Namen Friedrich Andreas Alexander Kiss bekannt.

      Kann ich die Werke von Alexander Kips nach Medium durchsuchen?

      Die Werke von Alexander Kips können auf der Nach Medien sortiert-Seite des Künstlers nach Medium durchsucht werden.

      Aus welcher Epoche stammte Alexander Kips?

      Alexander Kips war in der Epoche der – 19. Jahrhundert tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Was war Alexander Kips's primärer Beruf neben der Malerei?
      Frage 2:
      In welcher Stadt wurde Alexander Kips geboren?
      Frage 3:
      Für welche Institution war Kips von 1886 bis 1908 als künstlerischer Direktor tätig?
      Frage 4:
      Welches Kunstwerk schuf Kips gemeinsam mit Max Koch für die Jubiläumsausstellung 1886?
      Frage 5:
      In welchem Jahr wurde Kips der Titel eines Professors verliehen?