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      Alexander Struys

      1852 - 1941

      Kurzbiografie

      • Died: 1941
      • Copyright status: Public domain
      • Color intensity: ausgewogen
      • Nationality: Belgien
      • Works on APS: 6
      • Museums on APS:
        • Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
        • Dordrechts Museum
        • Eremitage
        • Museum of Fine Arts Ghent (MSK)
      • Top-ranked work: Raubvögel. Der Wille

      Frühes Leben, Familie und Ausbildung

      Alexander Struys wurde in ein Heim hineingeboren, in dem die Manipulation von Licht und Glas ein erlerntes Handwerk war. Sein Vater, ein Mann ursprünglich aus Holland, war als gläserner Meistermaler tätig. Diese frühe Begegnung mit dem Handwerk der Farbe und der Transparenz prägte vermutlich die visuelle Sprache, die später sein eigenes Werk definieren sollte. Die Hand des Jungen war schon in sehr jungen Jahren sicher; im Alter von sechs Jahren war er bereits Schüler an der Akademie von Dordrecht.

      Mit zunehmendem Alter verlagerte sich seine Ausbildung hin zu den formalen Strukturen der schönen Künste. Schließlich fand er den Weg an die Königliche Akademie der Schönen Künste, wo er bei Polydore Beaufaux und Jozef Van Lerius studierte. Diese Jahre der Ausbildung legten das technische Fundament für seinen späteren Schwerpunkt auf die Genremalerei und die Porträtmalerei. Er bewegte sich durch diese akademischen Räume mit einem Fokus auf jene Präzision, die der realistische Stil erforderte, in dem er sich schließlich einfinden sollte.

      Reisen und frühe Karriere in Europa

      Im Jahr 1871 begann Struys, die Grenzen Belgiens zu überschreiten. Noch im selben Jahr stellte er seine Werke in Gent aus, was einen ersten bedeutenden Schritt in die Öffentlichkeit markierte. Kurz darauf brach er gemeinsam mit Jan Van Beers zu Reisen nach Frankreich und England auf. Die beiden Männer zogen durch diese Länder, stets mit dem Ziel, ihre Gemälde zu verkaufen, doch die Erträge blieben mager. Am Ende reichte das Geld gerade so aus, um die Heimreise zu finanzieren.

      Die darauffolgenden Jahre waren geprägt von sowohl Reibungspunkten als auch beruflichem Aufstieg. Im Jahr 1876 sorgte sein Gemälde Birds of Prey – auch bekannt unter dem Titel God is Dead – aufgrund seiner antiklerikalen Themen für einen gewaltigen Skandal. Diese Phase der Provokation mündete in einer Veränderung seines beruflichen Status: Bereits im Jahr 1877 wurde er zum Professor an der Weimarer sächsisch-großherzoglichen Kunstschule ernannt.

      Akademische Rollen und Berufsleben

      Nach seinen frühen Jahren der Reisen nahm Struys eine Lehrtätigkeit an der Weimarer Sachsen-Großherzoglichen Kunstschule auf. Diese Professur behielt er bis zum Jahr 1882 bei. In dieser Zeit begleitete er die Entwicklung seiner Schüler, darunter Christian Rohlfs. Seine Zeit in Weimar war eine Phase beständiger pädagogischer Arbeit, bevor er sich in Richtung der Niederlande wandte. Im Jahr 1882 ließ er sich in Den Haag nieder. Dort verbrachte er zwei Jahre, in denen er vorwiegend als Porträtmaler tätig war und die Züge derer einfing, die sich vor seinem Pinsel präsentierten.

      Seine späteren Jahre verbrachte er in Belgien, genauer gesagt in Mechelen. Dort übernahm er die Leitung der Königlichen Zeichenakademie. Sein Einfluss erstreckte sich zudem auf die administrativen Strukturen der belgischen Kunstszene. Im Jahr 1902 trat er der Verwaltungskommission für die neunte Ausstellung der Société des Beaux-Arts à Bruxelles bei. Bis 1905 erreichte er die Position des Vizepräsidenten der Société Royale des Beaux-Arts. Zudem wirkte er im Komitee mit, das für die Vorbereitung der Exposition Rétrospective de l'Art Belge verantwortlich war, welche im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Landes stattfand.

      Künstlerischer Stil und soziale Themen

      Struys war in der Tradition des Realismus verwurzelt und widmete seine gesamte Aufmerksamkeit der Genremalerei und der Porträtkunst. Dabei verließ er den gewohnten Pfad des formellen Ateliers, um seine Motive zu finden; stattdessen suchte er die unmittelbare Nähe zu den Menschen. Er begab sich direkt in die bescheidenen Heime der Armen, die er darzustellen wusste. Diese bewusste Entscheidung erlaubte es ihm, ihr Leben aus dem Herzen ihrer eigenen Lebensräume heraus zu beobachten. Seine Anwesenheit in diesen unscheinbaren Umgebungen verlieh seinem Werk eine stille, ungeschönte Qualität, die die Essenz der dargestellten Realität einfing.

      Die Sujets, die er wählte, berührten oft die unerbittlichen Realitäten des Daseins. Seine Gemälde erregten großes Aufsehen in den sozialkritischen Publikationen jener Ära. Betrachter, die sich mit der Schwere der von ihm thematisierten Stoffe auseinandersetzten, bezeichneten ihn gar als den Maler des Elends und des Schmerzes. Sein Werk scheute die schwierigen Facetten der menschlichen Existenz nicht aus, sondern konzentrierte sich stattdessen auf die gelebte Erfahrung jener Menschen, die am Rande der Gesellschaft lebten.

      Fragen & Antworten

      Kann ich die Werke von Alexander Struys nach Medium durchsuchen?

      Die Werke von Alexander Struys können auf der Nach Medien sortiert-Seite des Künstlers nach Medium durchsucht werden.

      Kann ich die Werke von Alexander Struys nach Farbpalette durchsuchen?

      Auf der Seite Nach Farbpaletten werden die Kunstwerke von Alexander Struys nach ihren Farbpaletten gruppiert.

      In welche Zeitperioden lässt sich die Karriere von Alexander Struys unterteilen?

      Eine chronologische Übersicht des Werks von Alexander Struys ist auf der Werdegang-Seite des Künstlers verfügbar, wo die Kunstwerke kapitelweise in ihrer Entstehungsreihenfolge präsentiert werden.