Frühe Jahre, Familie und Ausbildung
Geboren im Jahr 1856, trat Daniel Hernández Morillo in eine Welt ein, die von einer dualen Abstammung geprägt war – mit einer Mutter aus Peru und einem Vater aus Spanien. Seine frühen Jahre waren durch den Umzug nach Lima im Alter von vier Jahren definiert, ein Übergang, der schließlich den Grundstein für ein Leben legte, das größtenteils zwischen Südamerika und Europa verbracht wurde. In dieser peruanischen Hauptstadt sollten seine formalen künstlerischen Neigungen zum ersten Mal Wurzeln schlagen.
Im Alter von vierzehn Jahren trat Daniel Hernández Morillo in die Ateliers von Leonardo Barbieri ein, einem in Italien geborenen Maler und Daguerreotypisten. Unter Barbieris Anleitung begann der junge Schüler, die technischen Grundlagen seines Handwerks zu meistern. Diese Zeit der Lehre verlieh ihm die Disziplin, die für die Ambitionen, die bald folgen sollten, unerlässlich war. Bereits um 1872 erregte sein Talent offizielle Aufmerksamkeit; eine von ihm gemalte Version des „Tod des Sokrates“ fand Anerkennung bei der Regierung von Präsident Manuel Pardo. Dieser frühe Erfolg sicherte ihm das wesentliche Stipendium, das es ihm ermöglichen sollte, Peru zu verlassen und seine Studien in einem viel größeren Rahmen zu verfolgen.
Künstlerische Karriere in Europa
Als der junge Maler 1874 Peru verließ, suchte er die etablierten Traditionen der Alten Welt auf. Sein Weg führte ihn zuerst nach Rom, wo er neun Jahre lang seine Technik unter der Anleitung von Marià Fortuny verfeinerte. Diese Zeit intensiver Studien half dabei, einen Stil zu formen, der in den narrativen und anekdotischen Traditionen des neunzehnten Jahrhunderts verwurzelt war. Sein Werk pflegte oft einen erneuerten Akademismus, wobei er Pastelltöne und eine Leichtigkeit der Faktur einsetzte, die an die Anmut französischer Rokoko-Szenen des achtzehnten Jahrhunderts erinnerte.
Nach seiner Ansiedlung in Paris wurde er zu einer festen Größe in den professionellen Kreisen der Stadt. Er wurde zum Präsidenten der Sociedad de Pintores Españoles gewählt und blieb als Mitglied der Société des Artistes Français ein steter Gast in den offiziellen Salons. Seine Fähigkeit, sich in diesen formellen Institutionen zu behaupten, führte zu bedeutender Anerkennung. Bei der Weltausstellung 1900 wurde er mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, und im Jahr 1901 erhielt er die Légion d’Honneur.
Sein Aufenthalt in Europa war geprägt von häufigen Reisen und Ausstellungen. Im Jahr 1912 erweiterte sich sein Wirkungskreis über Frankreich hinaus, als er in Montevideo und Buenos Aires ausstellte, bevor er nach Paris zurückkehrte. Er blieb bis zum Ende des Ersten Weltkriegs in der französischen Hauptstadt und hielt seine Verbindung zur europäischen Kunstszene bis 1918 aufrecht.
- 1906: Idle Woman
- 1921: Saludo al presidente
- 1932: Landscape
Rückkehr nach Peru und späte Jahre
Die späteren Jahre im Leben von Daniel Hernández Morillo waren durch einen Übergang von der internationalen Bühne zurück zu seinen Wurzeln gekennzeichnet. Nach einer Phase der Ausstellungen in Montevideo, Buenos Aires und Rom im Jahr 1912 kehrte er 1918 nach Paris zurück. Dieser Aufenthalt in Europa endete, als er seinen Fokus auf die institutionelle Entwicklung der Kunst in seiner Heimat richtete.
Sein Einfluss wurde tief in den formalen Strukturen der peruanischen Kunstausbildung verankert. Er wurde zum ersten Direktor der Escuela Nacional de Bellas Artes ernannt. Diese Führungsrolle setzte sich fort, während er von 1918 bis zu seinem Tod im Jahr 1932 als Direktor der Schule der Schönen Künste in Lima fungierte. Seine Präsenz in diesen Institutionen half dabei, die Richtung des akademischen Studiums im Land mitzugestalten.
Er blieb bis zum Ende seines Lebens in Lima. Daniel Hernández Morillo verstarb am 23. Oktober 1932. Seine lange Amtszeit in den administrativen und bildungspolitischen Bereichen der Hauptstadt stellte sicher, dass seine Präsenz in der peruanischen Kunstgemeinschaft noch lange nach dem Ende seiner Reise- und Studienjahre in Europa spürbar blieb.
Fragen & Antworten
Aus welcher Epoche stammte Daniel Hernández Morillo?
Daniel Hernández Morillo war in der Epoche der – 19. Jahrhundert tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.
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