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      Hans Looschen

      1859 - 1923

      Frühes Leben, Familie und Ausbildung

      Berlin, am 23. Juni 1859. Hans Looschen tritt in eine Welt ein, die von industrieller Präzision und tief verwurzelter künstlerischer Tradition geprägt ist. Seine Abstammung ist untrennbar mit dem akribischen Auftrag von Pigmenten verbunden; sein Vater, Hermann Looschen, ist als Porzellanmaler in der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin tätig. Dieses Umfeld disziplinierter Handwerkskunst bildet die Kulisse für die frühen Jahre von Hans Looschen. Sein Weg führt ihn von der häuslichen Sphäre der Porzellandekoration hin zu akademischer Strenge, bis er schließlich das Gymnasium in Charlottenburg abschließt.

      Der Übergang vom Studenten zum professionellen Künstler vollzieht sich an der Preußischen Akademie der Künste. Hier verlagert sich der Fokus auf die weitläufigen Leinwände der Landschaft, des Porträts und der Genremalerei. Unter der Anleitung von Paul Thumann, Otto Knille und Ernst Hildebrand vertieft er sein Können. Diese Lehrer formen sein technisches Fundament und bereiten ihn auf eine Karriere vor, die sich schließlich von der zarten Präzision der Illustration bis hin zur expansiven Monumentalität von Öl auf Leinwand erstrecken wird.

      Ausstellungen und berufliche Anerkennung

      Das Jahr 1887 markiert eine entscheidende Schwelle in seinem Lebensweg. Mit seiner ersten Ausstellung an der Akademie tritt Looschen nach Abschluss seines Studiums endgültig in das öffentliche Bewusstsein. Bis 1892 festigt sich seine Stellung innerhalb der Berliner Kunstszene, als er zum lebenslangen Mitglied des Verein Berliner Künstler wird. Dieser Aufstieg setzt sich 1893 fort, als er beginnt, regelmäßig auf der Großen Berliner Kunstausstellung auszustellen. Die Verbindung zu dieser Ausstellung sollte zum Herzstück seiner Karriere werden; er war nicht nur ein Teilnehmer, sondern übernahm schließlich über mehrere Amtszeiten hinweg das Amt des Präsidenten.

      Die Anerkennung folgt in Wellen aus Metall und Titeln. Im Jahr 1908 wird ihm von der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille verliehen. Im selben Jahr wandelt sich sein beruflicher Status grundlegend, als er zum Professor ernannt wird. Die Auszeichnungen nehmen 1912 an Intensität zu, als er eine große Goldmedaille von ebenjener Institution erhält. Zwischen 1899 und 1901 findet sein Werk zudem einen Platz innerhalb der Berliner Secession, was seine Präsenz in der sich stetig wandelnden künstlerischen Landschaft der Stadt weiter festigt.

      Berufliche Rollen und Spätwerk

      Looschens Einfluss erstreckte sich weit über die Leinwand hinaus in die administrativen Strukturen der deutschen Kunst. Er trat aus dem Atelier in die Hallen institutioneller Autorität vor, wobei er zunächst als Mitglied der Preußischen Staatlichen Kunstkommission diente. Seine Expertise fand zudem in seiner Arbeit mit der Preußischen künstlerischen Sachverständigenkammer weitreichende Anwendung. Diese Rollen platzierten ihn im Zentrum der professionellen Standards und Expertenbewertungen jener Ära.

      Das Jahr 1913 markiert einen bedeutenden Wendepunkt in seinem institutionellen Status, als er in die Akademie gewählt wurde. Diese Ernennung führte ihn in den inneren Kreis des Senats der Akademie, ein Amt, das er bis zu seinem Tod im Jahr 1923 innehatte. Seine professionelle Reichweite war dabei nicht auf Berlin beschränkt; im Jahr 1914 nahm er an der Biennale in Venedig teil und repräsentierte die deutsche künstlerische Präsenz auf einer internationalen Bühne.

      Bedeutende Kunstwerke und Illustrationen

      Das künstlerische Schaffen von Hans Looschen erstreckt sich von intimen Genreszenen bis hin zu faszinierenden archäologischen Sujets. Im Jahr 1889 schuf er einen Holzschnitt mit dem Titel „Die Nachmittagsgäste“. Bis 1893 verlagerte sich sein Fokus auf das städtische Leben Deutschlands, eingefangen in einer Zeichnung eines „Goldfischhändlers in den Straßen Berlins“. Diese frühen Werke zeugen von einem geschärften Blick für die Besonderheiten der täglichen Existenz und der sozialen Interaktion.

      Das Jahr 1905 markierte eine Abkehr hin zur Welt der Archäologie mit dem Werk „Altperuanische Gräberfunde“. Dieses Ölgemälde, das präkolumbianische Mumien und Artefakte darstellt, befindet sich in der Alten Nationalgalerie in Berlin. Seine Fähigkeit, zwischen so unterschiedlichen Themenbereichen zu navigieren, blieb bis in seine späten Jahre bestehen, was unter anderem die Schöpfung von „Vivat Bander“ am 26. August 1915 zeigt. Selbst als er sich dem Ende seines Lebens näherte, blieb er der Kunst treu und schuf am 30. Mai 1919 das Werk „Im Atelier“.

      • Ballett-Szene
      • Palastball
      • Frau beim Museumsbesuch
      • Ankunft des Dampfers (1903)
      • Konzert (1916)
      • Mutter mit Kind und einer Puppe

      Wo man seine Werke heute bewundern kann

      Das Vermächtnis von Hans Looschen bleibt fest in institutionellen Sammlungen verankert, am bedeutendsten jedoch in Berlin. Sein im Jahr 1905 geschaffenes Ölgemälde „Ancient Peruvian Grave Finds“ befindet sich in der Alten Nationalgalerie. Dieses Werk, das auch als „Altperuanische Gräberfunde“ bekannt ist, rückt sein tiefes Interesse an archäologischen Sujets direkt in das bleibende Gedächtnis der Alten Nationalgalerie in Berlin.

      Weitere Leinwände finden sich in privaten Sammlungen oder im Kontext von Auktionen. Das Ölgemälde mit dem Titel „Ballszene“, das ein Format von 78 x 63 cm aufweist, trägt ein Etikett der Großen Berliner Kunstausstellung von 1917. Zeitlich nahe an seinem Spätwerk liegt das Werk „Im Atelier“, ein Ölgemälde auf Leinwand, das auf den 30. Mai 1919 datiert ist.

      Fragen & Antworten

      Wo kann ich alle Kunstwerke von Hans Looschen entdecken?

      Alle Werke von Hans Looschen auf diese Webseite können auf der Alle Kunstwerke-Seite des Künstlers durchstöbert werden.

      Aus welcher Epoche stammte Hans Looschen?

      Hans Looschen war in der Epoche der – 19. Jahrhundert tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.

      Wie finde ich Werke von Hans Looschen nach einer bestimmten Farbpalette sortiert?

      Auf der Seite Nach Farbpaletten werden die Kunstwerke von Hans Looschen nach ihren Farbpaletten gruppiert.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Hans Looschen geboren?
      Frage 2:
      Was war der Beruf von Hans Looschens Vater, Hermann Looschen?
      Frage 3:
      An welcher Institution studierte Hans Looschen?
      Frage 4:
      In welchem Jahr wurde Hans Looschen eine große Goldmedaille bei der Großen Berliner Kunstausstellung verliehen?
      Frage 5:
      Was war die Todesursache von Hans Looschen?