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      Jerzy Stocki

      1913 - 1997

      Ein Leben, geformt durch die Geschichte

      Geboren 1913 in Warschau, Polen, durchlebte Jerzy Stocki ein Jahrhundert tiefgreifender Umwälzungen. Sein Leben und sein Schaffen waren untrennbar mit der schweren Last der polnischen Geschichte verbunden, insbesondere mit den Tragödien, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Lauf nahmen. Die Erfahrungen seines Volkes, geprägt von Vertreibung und Verlust, fanden ihren Weg direkt in die Materialien, die er zu formen wunsch.

      Stocki verstarb 1997 und hinterließ ein Werk, das oft den Blick auf die Narben zurückwarf, die in der Landschaft und in der Seele seiner Nation zurückgeblieben waren. Seine Kunst war nicht bloß eine Frage der Form, sondern ein Akt des Erinnerns und der Bewahrung von Namen und Orten, die andernfalls im Strom der Zeit verloren gegangen wären.

      Das Gewicht der Erinnerung in Metall und Holz

      Stockis Herangehensweise an die Bildhauerei und Reliefarbeit war oft von einer taktilen, physischen Auseinandersetzung mit seinem Medium geprägt. Er arbeitete mit Holz, Eisen und geprägtem Blech und schuf so Werke, die eine tiefe Erdung und Beständigkeit ausstrahlten. Eines seiner bedeutendsten Werke, ein 1986 geschaffenes Basrelief, verdeutlicht diese schwere, commemorative Absicht. Dieses Stück mit dem Titel Pieta nutzt eine stehende Pose, um seine Botschaft zu vermitteln, und besteht aus einer rechteckigen Tafel aus Holz, die mit geprägtem Metall bedeckt ist, welches gegossen und meißelnd bearbeitet wurde.

      In diesem Werk fügte der Künstler spezifische, erschütternde Details hinzu, um jene zu ehren, die in entlegenen Regionen gelitten haben. Der Hintergrund des Werkes trägt Inschriften von Orten wie:

      • Usbekistan
      • Kolyma
      • Archangelsk
      • Sibirien
      • Kitaba

      Durch diese Namen verankerte Stocki seine Kunst in der Realität derer, die auf russischem Boden deportiert und ausgehungert wurden. Das Werk trägt zudem eine separate Plakette mit dem polnischen Adler, die als stilles Denkmal für die Männer, Frauen und Kinder dient, die in der Ära von 1939–1953 ihr Leben verloren.

      Form und Material

      Jenseits seiner Gedenkreliiefs erkundete Stocki auch abstraktere Territorien. Seine Fähigkeit, Eisen zu manipulieren, erlaubte es ihm, große, abstrakte Formen zu erschaffen, die auf der reinen Kraft des Materials selbst beruhten. Diese Skulpturen, die oft auf dem Sockel signiert sind, zeigen eine andere Seite seines Schaffens – eine, die sich auf das Zusammenspiel von Form und Gewicht im Raum konzentriert.

      Ob er nun an einem zutiefst persönlichen Mahnmal oder einer abstrakten Eisenform arbeitete, Stockis Werk bleibt stets mit einer besonderen Präsenz verbunden. Seine Stücke, wie jene im Polnischen Museum in Rapperswil, bewahren bis heute die Geschichten der Ära, durch die er ging.

      Fragen & Antworten

      Wo kann ich die Kunstwerke von Jerzy Stocki nach Farbpaletten sortiert finden?

      Um Werke von Jerzy Stocki nach einer bestimmten Farbpalette zu finden, nutzen Sie die Nach Farbpaletten-Seite des Künstlers.

      Wo kann ich das Farbprofil des Gesamtwerks von Jerzy Stocki einsehen?

      Das Farbpalette des Künstlers von Jerzy Stocki präsentiert das Farbprofil des gesamten künstlerischen Schaffens.

      Wie finde ich alle Werke von Jerzy Stocki nach einem bestimmten Medium sortiert?

      Auf der Seite Nach Medien sortiert werden die Kunstwerke von Jerzy Stocki nach Technik gruppiert.

      Wo und wann wurde Jerzy Stocki geboren?

      Jerzy Stocki wurde im Jahr 1913 in Warschau geboren.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Wo wurde Jerzy Stocki geboren?
      Frage 2:
      In welchem Jahr wurde das Kunstwerk 'Pieta' von Jerzy Stocki geschaffen?
      Frage 3:
      Welches Material wird für die große abstrakte Formskulptur von Jerzy Stocki verwendet?
      Frage 4:
      Wo befindet sich das Pieta-Basrelief?
      Frage 5:
      Was sind die Lebensdaten von Jerzy Stocki?