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      Laure Brouardel

      1852 - 1935

      Auf einen Blick

      Frühes Leben, Familie und Ausbildung

      Laure Brouardel wurde am 30. März 1852 in Fontainebleau, Frankreich, geboren. Sie wuchs in einem Haus auf, in dem das Licht und die Landschaft ständige Begleiter waren. Ihr Vater, Louis Émile Lapierre, ein 1817 geborener Landschaftsmaler, weckte in ihr die erste Leidenschaft für den Pinsel. Auch ihre Mutter, Céline Huet, war fester Bestandteil dieses häuslichen Umfelds. Es scheint, als habe der Einfluss des Werkes ihres Vaters ihr frühes Verständnis der Welt durch Farbe und Form maßgeblich geprägt.

      Es gibt kaum Hinweise auf eine formelle Lehre oder einen spezifischen Meister, der ihre Hand führte. Stattdessen scheint Laure Brouardel das Handwerk der Malerei durch reine Beobachtung und Übung erlernt zu haben, wobei sie ihre Fähigkeiten auf eine eher einsame oder familiäre Weise entwickelte. Dieser selbstgesteuerte Weg führte dazu, dass sie ihre frühen Bemühungen auf das menschliche Antlitz konzentrierte. Sie begann ihr professionelles Schaffen mit dem Malen von Porträts, wobei sie die Ähnlichkeiten derer einfing, die vor ihr Platz nahmen.

      Künstlerische Karriere und Ausstellungen

      Ihre erste öffentliche Werkschau fand im Jahr 1876 statt. Obwohl sie ihre künstlerische Laufbahn mit der Porträtmalerei begann, fand sie ihre wahre Bestimmung vor allem als Aquarellistin. Ihre Präsenz in der Kunstwelt war durch die aktive Beteiligung an verschiedenen professionellen Kreisen geprägt. Sie war Mitglied der Union des femmes peintres et sculpteurs sowie der société artistique de Fontainebleau. Diese Zugehörigkeiten ordneten sie einer besonderen Gemeinschaft von Frauen zu, die in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts ihr Handwerk mit Hingabe pflegten.

      Zwischen 1890 und 1901 wurden ihre Werke im renommierten Salon des Artistes Français ausgestellt. In dieser Zeit fand ihr Schaffen Einzug in die etablierten institutionellen Räume der Kunstwelt. Im Jahr 1893 erstreckte sich ihr künstlerischer Einfluss sogar über die Grenzen Frankreichs hinaus bis zur Weltausstellung in Chicago. Dort gehörte sie zu der Gruppe von Künstlerinnen, die im Woman's Building vertreten waren – einem Raum, der den künstlerischen Beiträgen von Frauen gewidmet war. Diese Anerkennung stellte ihre Werke in einen direkten Dialog mit vielen anderen bedeutenden französischen Malerinnen jener Ära.

      Reisen und künstlerische Sujets

      Ihr Pinsel folgte oft den Pfaden, die ihr Vater bereits geebnet hatte, und hielt die Landschaft durch eine Linse fest, die maßgeblich vom Einfluss der École de Barbizon geprägt war. Diese tiefe Verbundenheit mit der Natur manifestierte sich in den zahlreichen Szenen, die sie in der Umgebung von Fontainebleau und Lisieux schuf. Mit wachem Auge beobachtete sie das Licht und das Terrain dieser Orte und übertrug die stillen Texturen der französischen Landschaft auf Papier und Leinwand.

      Doch über die vertrauten Wälder und Felder Frankreichs hinaus erweiterte sie ihr künstlerisches Spektrum durch verschiedene Reisen. Sie verweilte in Syrien und Jerusalem, während ihr Blick über die weiten Landschaften Griechenlands und Italiens schweifte. In Italien fand sie in Venedig eine besondere Inspiration, wo sie die einzigartigen Qualitäten des Lichts und des Wassers studierte. Diese Reisen ermöglichten es ihr, eine weitaus größere Vielfalt an Motiven in ihr Atelier zu bringen – eine Entwicklung, die von den strukturierten Landschaften ihrer Jugend hin zu den abwechslungsreichen Panoramen des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens führte.

      Hauptwerke und künstlerisches Schaffen

      Ihre künstlerische Hand bewegte sich meisterhaft zwischen den sanften Texturen der Aquarellmalerei und der präzisen Strenge der Zeichnung. Im Jahr 1896 hielt sie ihr eigenes Ebenbild in einem Selbstporträt fest, in dem sie vor einer Leinwand sitzend dargestellt ist. In einem weißen Gewand gekleidet, hält sie in ihrer rechten Hand eine Palette und Pinsel – ein Zeugnis ihrer tiefen Verbundenheit zur Kunst. Dieses bedeutende Werk wird heute im Musée d'art et d'histoire de Lisieux bewahrt.

      Das Jahr 1900 brachte eine faszinierende Serie von Zeichnungen hervor, die sich der Weltausstellung (Exposition Universelle) widmeten. Diese Werke, von denen viele heute in den Sammlungen des Musée Carnavalet zu finden sind, fangen die spezifischen architektonischen und urbanen Details dieses monumentalen Ereignisses ein. Zu ihren Skizzen aus dieser Zeit gehören unter anderem:

      • Exposition de 1900, le pavillon de la Roumanie
      • Exposition de 1900, le Vieux Paris
      • Exposition de 1900, le pont de l'Alma

      Diese Zeichnungen offenbaren einen scharfen Blick auf das sich wandelnde Gesicht von Paris – von den prachtvollen Strukturen der internationalen Ausstellung bis hin zu den verwinkelten, historischen Gassen der Stadt. Ihre Studien mit Tusche und Papier aus dieser Epoche bieten einen stillen, fast intimen Einblick in die Dynamik und die Architektur einer Ära im Umbruch.

      Späte Jahre und Tod

      Das Leben von Laure Brouardel war geprägt von persönlichen Veränderungen, die wie ein Spiegel die wandelnden Jahrzehnte des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts widerspiegelten. Nach ihrer Heirat mit Georges Duchesne-Fournet um das Jahr 1873 fand sie später, etwa im Jahr 1887, die Verbindung mit dem Arzt Paul Brouardel. Diese Ehe währte bis zu seinem Tod im Jahr 1906 an. In den späteren Phasen ihres Lebens blieb ihr Fokus untrennbar mit ihrer künstlerischen Praxis und ihrem sozialen Umfeld verbunden. In einem Akt der Nächstenliebe entschied sie sich im Juni 1916 dazu, zwei Aquarelle zu spenden, um Ärzte und deren Familien zu unterstützen, die durch den Ersten Weltkrieg schwer getroffen worden waren.

      Sie blieb in ihrer Umgebung stets aktiv und bewahrte ihre Präsenz in den künstlerischen Kreisen von Fontainebleau und Lisieux. Ihr Lebensweg fand schließlich am 31. Dezember 1935 in Paris sein Ende.

      Fragen & Antworten

      Wo kann ich das Farbprofil des Gesamtwerks von Laure Brouardel einsehen?

      Das Farbpalette des Künstlers von Laure Brouardel präsentiert das Farbprofil des gesamten künstlerischen Schaffens.

      Kann ich ein virtuelles Museum mit den Werken von Laure Brouardel besuchen?

      Ein virtueller Besuch ist möglich: Die Seite Virtuelle 3D-Galerie von Laure Brouardel präsentiert die Werke des Künstlers in einer dreidimensionalen Galerie.

      Kann ich die Werke von Laure Brouardel nach Kunstrichtung durchsuchen?

      Die Werke von Laure Brouardel können auf der Seite Alle Stilrichtungen nach Kunstströmungen durchsucht werden.

      Gibt es eine vollständige Liste der Kunstwerke von Laure Brouardel?

      Alle Werke von Laure Brouardel auf diese Webseite können auf der Alle Kunstwerke-Seite des Künstlers durchstöbert werden.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Wo wurde Laure Brouardel geboren?
      Frage 2:
      Welchen Einfluss einer Kunstbewegung erbte Laure Brouardel von ihrem Vater?
      Frage 3:
      In welchem Jahr fand die erste Ausstellung von Laure Brouardel statt?
      Frage 4:
      Bei welcher internationalen Veranstaltung war Laure Brouardel im Pavillon des 'Woman's Building' vertreten?
      Frage 5:
      Welches Museum besitzt Laure Brouardels 'Selbstporträt' (Autoportrait) aus dem Jahr 1896?