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      Lewon Kojoyan

      1924 - 2015

      Die Schwere der armenischen Landschaft

      Wer das Werk von Lewon Kojoyan betrachtet, sieht sich mit der physischen Realität des Kaukasus konfrontiert. Er war kein Künstler der Abstraktion oder vager Sentimentalität; er war ein Maler spezifischer, tief verwurzelter Orte. Geboren 1924 in Russland, legte seine Ausbildung unter Hakob Kojoyan das technische Fundament, das notwendig war, um raues Gelände in bleibende Bilder zu verwandeln. Sein Vermächtnis beruht auf einer Direktheit, die auf unnötigen Zierrat verzichtet und sich stattdessen auf die strukturelle Integrität seiner Motive konzentriert.

      Sein Schaffen drehte sich oft um die armenische Landschaft, wobei er das Wesen von Orten wie dem Dorf Garni einfing. Im Jahr 1962 weitete sich seine Vision sogar auf das Medium der Postkarten aus, mit denen er die Schluchten, Flüsse und Bäume mit einer Klarheit dokumentierte, die diese Szenerie einem breiteren Publikum zugänglich machte. Dies war keine bloße Illustration, sondern eine Übung in der Erfassung des spezifischen Lichts und der Topografie einer Region.

      Technik und Materialität

      Kojoyans Umgang mit dem Medium deutet auf eine Vorliebe für Textur und Substanz hin. Er scheute sich nicht vor unkonventionellen Bildträgern, wie sein Werk Mount Ararat aus dem Jahr 2000 zeigt. Indem er Acryl direkt auf Sackleinen auftrug, ließ er die grobe, gewebte Struktur des Stoffes mit dem Pigment interagieren. Diese Entscheidung verstärkt die Unwirtlichkeit und Rauheit der dargestellten Materie.

      Das technische Repertoire des Künstlers umfasste:

      • Acryl auf Sackleinen: Eine Methode, welche die haptische Natur der Landschaft betont.
      • Lithografie: Eingesetzt in seinen Postkartenmotiven, um Bilder armenischer Landschaften zu verbreiten.
      • Landschaftsmalerei: Konzentriert auf die geologischen und botanischen Merkmale des Kaukasus.

      Ein verdienter Nachlass

      Die Anerkennung, die Kojoyan zu Lebzeiten erhielt, einschließlich des Titels „Verdienter Künstler Armeniens“, spiegelt eine Karriere wider, die der visuellen Dokumentation seiner Heimat gewidmet war. Er verstarb 2015 und hinterließ ein Werk, das fest in der Erde verankert bleibt. Seine Gemälde versuchen nicht, die Landschaft neu zu erfinden; sie bestehen schlicht durch schwere Pigmente und bewusste Pinselstriche auf deren bloße Präsenz.

      Fragen & Antworten

      Gibt es eine Übersicht über alle Motive, die Lewon Kojoyan gemalt hat?

      Die Seite Themenübersicht ordnet die Kunstwerke von Lewon Kojoyan nach Themen an.

      In welche Zeitperioden lässt sich die Karriere von Lewon Kojoyan unterteilen?

      Eine chronologische Übersicht des Werks von Lewon Kojoyan ist auf der Werdegang-Seite des Künstlers verfügbar, wo die Kunstwerke kapitelweise in ihrer Entstehungsreihenfolge präsentiert werden.

      Kann ich die Kunstwerke von Lewon Kojoyan nach Farben sortieren?

      Auf der Seite Farbindex sind die Kunstwerke von Lewon Kojoyan nach Farben sortiert.

      Aus welcher Epoche stammte Lewon Kojoyan?

      Lewon Kojoyan war in der Epoche der Moderne tätig. Diese Periode ordnet das künstlerische Schaffen historisch ein.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Welchen Status hatte Lewon Kojoyan in Armenien?
      Frage 2:
      In welchem Land wurde Lewon Kojoyan geboren?
      Frage 3:
      Wer war der Lehrer von Lewon Kojoyan?
      Frage 4:
      Welches Medium wurde für das Kunstwerk 'Mount Ararat' (2000) verwendet?
      Frage 5:
      In welchem Jahr wurde das Postkartenmotiv 'Dorf Garni in Armenien' produziert?