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      Ursula Stock

      Die Evolution der Form

      Stuttgart, 1937. Der Beginn eines Lebens, das sich durch Schichten von Medium und Gedanken bewegt. Ursula Stock durchschritt zunächst die akademischen Korridore der Universität München in Bayern, wo sie Geistes- und Sozialwissenschaften studierte. Dieses intellektuelle Fundament ging ihrer dreijährigen Zeit an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste voraus, an der sich ihr Fokus hin zum Taktilen und Visuellen verschob.

      Die frühen 1970er Jahre erwachten mit einem abstrakten Puls. Ihre Leinwände trugen das Gewicht nicht-repräsentativen Denkens – eine Epoche, die ihre erste verifizierte Ausstellung in der Galleria del Cavallierung in Venedig im Jahr 1969 fand. Bis 1974 zerbrach die Abstraktion in etwas Traumhafteres. Der surrealistische Stil etablierte sich und prägte ihr Werk von der Mitte der 1970er bis weit in die 1980er Jahre hinein. Es war ein Jahrzehnt des sich wandelnden Wahrnehmens, in dem die Grenzen zwischen Realität und Unterbewusstsein verschwammen.

      Von der Leinwand zur Bronze

      In den späten 1980er Jahren vollzog sich ein Wandel. Der Pinsel wurde zugunsten der Schwere der Skulptur beiseitegelegt. Dieser Übergang markierte eine fundamentale Veränderung in ihrer physischen Auseinandersetzung mit der Kunst. Sie bewegte sich von der zweidimensionalen Ebene in die dreidimensionale Realität von Bronze, Stein und Metall.

      Ihre öffentliche Präsenz weitete sich durch großformatige Installationen in ganz Deutschland aus. In Stuttgart hinterließ sie bleibende Spuren in der städtischen Landschaft:

      • Ein 30 Meter langer Betonrelief an der Tiefenbachschule in Rohracker (1974).
      • Eine Edelstahl-Stele, eine bemalte Edelstahlsäule mit einer Höhe von 400 cm an der Fuchsrainschule (1974).
      • Die Bronze- und Porphyrskulptur Große Vegetation in Neckarsulm (1984).
      • Ein bronzener Hydrauliker in Güglingen (1985).

      Das Werk wurde schwerer, erdverbundener und struktureller. Sie nutzte Materialien wie Aluminium, Eisenblech und Sandstein, um den Raum zu behaupten.

      Der Spiegel des Selbst

      Parallel zu ihren öffentlichen Monumenten findet eine intime, wiederkehrende Untersuchung der Identität statt. Ihr Katalog offenbart eine tiefe Beschäftigung mit dem Selbstporträt, wobei sie oft unkonventionelle Materialien verwendet, um ihr eigenes Abbild einzufangen. Diese Werke sind keine bloßen Ähnlichkeiten, sondern Erkundungen von Präsenz und Fragmentierung.

      Die 1960er Jahre begannen mit einem Selbstporträt in Öl auf Hartpappe. Bis 1990 erreichte das Experimentieren seinen Höhepunkt mit Stücken wie Bildstock, Selbstbildnis, einer Zeichnung unter Verwendung von Haar, und Stock-Kissen, Selbstbildnis. Selbst im Jahr 2013 manipulierte sie bemalte Aluminiumflächen, um Nasocorno (Selbst) zu erschaffen. Dieser Zyklus der Selbsterforschung erstreckt sich über Jahrzehnte und reicht von Gouache im Jahr 1976 bis zur Fotografie im Jahr 2015.

      Ihr Vermächtnis bleibt in Museumssammlungen und auf öffentlichen Plätzen sichtbar – das Zeugnis einer Künstlerin, die sich weigerte, innerhalb eines einzigen Mediums oder Stils statisch zu verharren.

      Fragen & Antworten

      Wie finde ich Werke von Ursula Stock nach einer bestimmten Farbpalette sortiert?

      Auf der Seite Nach Farbpaletten werden die Kunstwerke von Ursula Stock nach ihren Farbpaletten gruppiert.

      Kann ich die Werke von Ursula Stock nach Farben sortiert entdecken?

      Auf der Seite Farbindex sind die Kunstwerke von Ursula Stock nach Farben sortiert.

      Welche Stimmungen drücken die Kunstwerke von Ursula Stock aus?

      Auf der Stimmungswelten von Ursula Stock werden die Kunstwerke des Künstlers nach Stimmung sortiert präsentiert.

      Woher kommt Ursula Stock?

      Ursula Stock wurde in Deutschland geboren.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde die Künstlerin Ursula Stock geboren?
      Frage 2:
      In welchem Zeitraum arbeitete Ursula Stock in einem surrealistischen Stil?
      Frage 3:
      An welcher Institution verbrachte Ursula Stock drei Jahre mit ihrem Studium?
      Frage 4:
      In welchem Jahr fand die erste verifizierte Ausstellung von Ursula Stock statt?
      Frage 5:
      Welches Medium nahm die Künstlerin in den späten 1980er Jahren primär auf?