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      Wilhelm Steinhäuser

      1817 - 1903

      Auf einen Blick

      • Lifespan: 86 years
      • Museums on this site: Alte Nationalgalerie
      • Died: 1903
      • Art period: – 19. Jahrhundert
      • Also known as: Friedrich Willem Georg Steinhauser
      • Works on this site: 1

      Frühe Jahre, Familie und Ausbildung

      Geboren am 9. April 1817 in Bremen, Deutschland, trat Wilhelm Steinhäuser in eine Familie ein, die tief in den haptischen Traditionen des Kunsthandwerks verwurzelt war. Sein Vater, Georg Andreas Steinhäuser, war als Bildhauer und Holzschnitzer tätig und führte ein Geschäft, das auf die Herstellung von Spiegelrahmen spezialisiert war. Dieses häusliche Umfeld, geprägt durch das handwerkliche Geschick seiner Eltern Georg und Henriette Friederike Steinhäuser, schuf ein Fundament technischer Disziplin. Wilhelm war in dieser Abstammung nicht allein; auch seine Brüder Adolph und Carl Steinhäuser schlugen den Weg des Bildhauers ein und erhielten ihre frühe Ausbildung in der Werkstatt der Familie.

      Der Lebensweg von Wilhelm Steinhäuser verschob sich jedoch von den bildhauerischen Traditionen seines Vaters hin zu den nuancierten Anforderungen der Porträtmalerei. In den 1830er Jahren suchte er eine formale Ausbildung in München, wo er bei Joseph Bernhardt studierte. Diese Lehrzeit verfeinerte seine Fähigkeit, das Wesen seiner Motive einzufangen – eine Fertigkeit, die sein gesamtes künstlerisches Schaffen prägen sollte. Obwohl sich sein Fokus zunehmend der Leinwand zuwandte, blieb er ein vielseitiger Künstler, der während seiner gesamten Karriere sowohl als Lithograf als auch als Bildhauer eine aktive Rolle einnahm.

      Reisen und Schaffensphasen

      Die Entwicklung von Steinhäusers Karriere wurde maßgeblich durch eine bedeutende Abkehr von seinen deutschen Wurzeln in seiner Jugend geprägt. Im Jahr 1835 begleitete er seinen Bruder Carl zu einem längeren Aufenthalt in Rom. Diese Zeit in Italien ermöglichte es ihm, seinen künstlerischen Schwerpunkt zu schärfen und sich verstärkt der Schöpfung von Porträts und historischen Sujets zuzuwenden. Bis 1841 war er nach Bremen zurückgekehrt und etablierte durch regelmäßige Ausstellungen eine feste Präsenz in seiner Heimatstadt.

      Seine professionelle Reichweite dehnte sich im Laufe des mittleren 19. Jahrhunderts aus, als er nach einem breiteren Publikum strebte. Im Jahr 1843 stellte er seine Werke sowohl in München als auch in Rom aus und bewies damit seine Fähigkeit, sich in den bedeutenden künstlerischen Zentren Europas zu behaupten. Diese Phase der Bewegung setzte sich fort, als er weiter nach Westen zog; um 1848 war er in Belgien und Paris aktiv und trug in diesen Jahren zur vielfältigen Landschaft der europäischen Malerei bei.

      Hauptwerke und Sujets

      Das künstlerische Schaffen von Steinhäuser war durch eine tiefe Hingabe an die Porträtkunst definiert, wobei er sowohl das Ebenbild seines engsten Kreises als auch das namhafter öffentlicher Persönlichkeiten festhielt. Seine Familie blieb über seine gesamte Schaffensperiode hinweg ein zentrales Thema, wie die Ölgemälde seiner Eltern, Georg Andreas Steinhäuser und Henriette Friederike Steinhäuser, zeigen, die etwa 1842 bzw. zwischen 1841 und 1843 entstanden. Auch seinen Geschwistern widmete er seinen Pinsel, etwa durch ein Porträt von Franz Wilhelm Steinhäuser um 1840/45. Später in seinem Leben blieb sein Fokus auf seine Verwandten gerichtet, was durch das Porträt von Henriette Wilhelmine Steinhäuser aus der Zeit um 1870 bezeugt wird.

      Jenseits der privaten Sphäre dokumentierte sein Werk die Gesichter seiner Zeitgenossen und Bekannten. Im Jahr 1845 malte er das Porträt des Schriftstellers Adolf Stahr, einem Mann, den er während seiner Zeit in Rom kennengelernt hatte. Seine Gabe, Charakterzüge einzufangen, erstreckte sich auch auf andere prominente Persönlichkeiten, wie das Porträt von Georg Conrad Pacius um 1849/52 und die Darstellung von Apollonia Pacius um 1850. Diese Werke, zusammen mit dem Porträt von Ulrike Magdalena Zieseniß aus den 1850er Jahren, zeugen von einer beständigen Hand bei der Dokumentation der Individuen seiner Ära.

      Fragen & Antworten

      In welche Zeitperioden lässt sich die Karriere von Wilhelm Steinhäuser unterteilen?

      Die Werdegang von Wilhelm Steinhäuser ist eine scrollbare Zeitachse, die die Werke des Künstlers in chronologischer Reihenfolge präsentiert, unterteilt in Kapitel nach Schaffensperioden.

      Wie beliebt sind die Kunstwerke von Wilhelm Steinhäuser?

      Die Seite Statistiken von Wilhelm Steinhäuser zeigt Statistiken, die auf Basis der auf diese Webseite gelisteten Kunstwerke des Künstlers berechnet wurden.

      Gibt es eine virtuelle 3D-Tour durch die Werke von Wilhelm Steinhäuser?

      Ein virtueller Besuch ist möglich: Die Seite Virtuelle 3D-Galerie von Wilhelm Steinhäuser präsentiert die Werke des Künstlers in einer dreidimensionalen Galerie.

      Wie finde ich Werke von Wilhelm Steinhäuser zu einem bestimmten Thema?

      Um Werke von Wilhelm Steinhäuser zu einem bestimmten Thema zu finden, nutzen Sie die Nach Schlagworten-Seite des Künstlers, auf der die Kunstwerke nach Schlagworten gruppiert sind.

      Ein kleines Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welcher Stadt wurde Wilhelm Steinhäuser geboren?
      Frage 2:
      Wer war Wilhelm Steinhäusers Lehrer in München während der 1830er Jahre?
      Frage 3:
      In welche Stadt reiste Wilhelm Steinhäuser im Jahr 1835 mit seinem Bruder Carl?
      Frage 4:
      Welches Museum beherbergt ein von Steinhäuser gemaltes Porträt des Schriftstellers Adolf Stahr?
      Frage 5:
      Welcher Tätigkeit ging Wilhelm Steinhäuser ab 1860 in Bremen nach?