Atelier — Weltweiter Versand inklusive — Lieferzeit 2–6 Wochen

      Eckdaten

      • Alternate names: Castle Ward
      • Featured artists:
        • Jan Lievens
        • George Romney
        • Pompeo Batoni
        • Charles Jervas
        • Jan Wyck
      • Works on APS: 25

      Ursprung und Geschichte von Castle Ward

      Die Geschichte von Castle Ward reicht weit in die Vergangenheit zurück, lange bevor das heutige Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert seine Gestalt annahm. Das eingezäunte Anwesen des Gütersitzes lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und findet seinen Ursprung am nördlichen Ende des Strangford Manor. Ursprünglich war dieses Land als Carrick na Sheannagh bekannt – ein Name, der vom irischen carraig na sionnach abgeleitet ist und so viel wie „Felsen der Füchse“ bedeutet. Im Jahr 1570 erwarb Bernard Ward das Anwesen, was den Beginn einer tief verwurzelten Verbindung mit der Familie Ward markierte.

      Über die Jahrhunderte hinweg hat die Landschaft tiefgreifende Wandlungen durchlaufen. Während das heutige Herrenhaus ein geschütztes Anwesen des National Trust aus dem 18. Jahrhundert ist, bleibt die historische Präsenz des Ortes durch die älteren Schichten seiner Entwicklung stets spürbar. Das Anwesen liegt unweit des Dorfes Strangford in der Grafschaft Down, Nordirland, und blickt majestätisch auf die Gewässer des Strangford Lough. Diese Lage blieb über die wechselnden Besitzer des Herrenhauses hinweg eine beständige Konstante.

      Der Übergang des Eigentums im 20. Jahrhundert sicherte schließlich den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Stätte für die Öffentlichkeit. Im Jahr 1950 wurden das Haus und das gesamte Anwesen als Ersatz für die Erbschaftssteuer der Regierung von Nordirland überlassen. In der Folge wurde das Anwesen im Jahr 1952 dem National Trust geschenkt. Heute stellt der Ort eine bedeutende Erscheinung in der Landschaft von County Down dar, bewahrt und gepflegt durch die sorgsame Verwaltung des National Trust.

      Das Gebäude und seine Architektur

      Das heutige Bauwerk, das in den frühen 1760er Jahren errichtet wurde, präsentiert sich als eine faszinierende Studie architektonischer Dualität. Diese bewusste Zweiteilung spiegelt die unterschiedlichen ästhetischen Vorstellungen von Bernard Ward, dem 1. Viscount Bangor, und seiner Gemahlin, Lady Ann Bligh, wider. Während die Prallseite dem klassischen palladianischen Stil folgt und durch majestätische Säulen geprägt ist, die ein dreieckiges Giebelfeld stützen, verleiht diese formale Geometrie der Hauptfassade ein tiefes Gefühl von Ordnung und vollendeter Symmetrie.

      Im spannungsvollen Kontrast dazu steht die gegenüberliegende Seite des Hauses, die sich dem georgianischen Gotik-Stil verschrieben hat. Hier wandelt sich die Architektur hin zu spitzzulaufenden Fenstern, wehrhaften Zinnen und filigranen Fialen. Diese stilistische Spannung setzt sich im Inneren fort, wo eine klare Trennung das Zentrum des Hauses durchzieht. Das Anwesen bewahrt zudem weitaus ältere Elemente, wie das im Wirtschaftshof gelegene Wohnturmhaus. Dieses Verteidigungsbauwerk, das 1610 von Nicholas Ward errichtet wurde, ist als stummer Zeuge der Vergangenheit in den Grundstücken präsent. Über die Jahrhunderte hinweg hat der Ort tiefgreifende Transformationen durchlaufen; ein Vorgängerbau, der um 1720 von Richter Michael Ward geschaffen wurde, wurde um 1850 abgerissen.

      Das Anwesen und seine Besonderheiten

      Die weitläufigen Ländereien umfassen 332 Hektar kunstvoll angelegter Gärten, die sich sanft in Richtung der Ufer des Strangford Lough erstrecken. Dieses gewaltige Anwesen vermittelt ein beeindruckendes Gefühl von Weite und führt den Betrachter von der strukturierten, grünen Pracht der formalen Gartenanlagen hin zur unberührten, natürlichen Ausdehnung des Wassers. Ein befestigtes Wohnturmhaus, das im Jahr 1610 von Nicholas Ward errichtet wurde, wacht noch heute über den Wirtschaftshof des Anwesens und bildet einen markanten Kontrast zu den späteren architektonischen Entwicklungen des Herrenhauses. Die gesamte Landschaft wird dabei gleichermaßen durch die Nähe zum Wasser als auch durch die vielschichtige Topografie des umliegenden Landes geformt.

      In das Ensemble sind funktionale Strukturen harmonisch integriert, die die historischen Anforderungen eines großen Landgutshofes widerspiegeln. Eine Waschküche aus der viktorianischen Ära und eine in Betrieb befindliche Kornmühle existieren Seite an Seite mit einer Sägemühle und bewahren so den Charakter eines lebendigen, arbeitenden Anwesens. Gleichzeitig bietet der Ort mit einem Theater, einem Restaurant und einem Geschäft Räumlichkeiten für zeitgenössische Aktivitäten innerhalb dieser historischen Kulisse. Diese Elemente – von der industriellen Nützlichkeit der Mühlen bis hin zur kulturellen Muße des Theaters – definieren die heutige Nutzung und den lebendigen Geist dieses geschichtsträchtigen Anwesens.

      Meisterwerke der Sammlung

      Die Sammlung im Inneren des Hauses lädt zu einer stillen Begegnung mit jenen Gestalten und Landschaften ein, die das Anwesen seit jeher prägen. Jan Lievens verleiht der Szenerie in An Unknown Woman in a Green Velvet Hood, um 1628, eine fast greifbare Präsenz, in der die Textur des Gewandes das Licht auf bezaubernde Weise einfängt. In unmittelbarer Nähe offenbaren die Porträts der Familie Ward die Ahnenreihe des Hauses, festgehalten durch die meisterhafte Pinselführung von Charles Jervas. Seine Darstellungen von Anne Hamilton, Mrs Michael Ward, aus dem Jahr 1709, und Judge Michael Ward, aus dem Jahr 1715, bieten einen beständigen, fast zeitlosen Blick aus der Vergangenheit. Diese Werke stehen in einem feinen Dialog mit der formellen Porträtkunst der Epoche, wie etwa George Romneys Darstellung von The Honourable Edward Ward (1753–1812) aus dem Jahr 1788 und Pompeo Batonis Porträt von The Right Hon. Sir John Parnell, 2nd Bt (1744–1801) aus dem Jahr 1769.

      Geschichte wird hier jedoch nicht nur durch die Abbildung bedeutender Persönlichkeiten, sondern auch durch die Darstellung des Alltagslebens lebendig. Jan Wycks Porträt von King William III (1650–1702) aus dem Jahr 1700 bringt die Dynamik der politischen Landschaft in die private Sphäre des Hauses. Im krassen Gegensatz dazu wandelt sich die Atmosphäre bei Joost Cornelisz Droochsloots Werk Peasants carousing in a Barn aus dem Jahr 1636, das einen lebhaften Moment gemeinschaftlichen Lebens einfängt. Die Landschaft selbst findet ihre visuelle Beständigkeit in William Ashfords Darstellung aus dem Jahr 1786, Castle Ward: The Classical Front, welche den architektonischen Charakter des Gebäudes in einem ganz spezifischen Augenblick des achtzehnten Jahrhunderts verewigt.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      In welchem Land befindet sich Castle Ward?
      Frage 2:
      Welcher Architekturstil wird an der Eingangseite des Gebäudes verwendet?
      Frage 3:
      Welche Art von Struktur wurde 1610 von Nicholas Ward auf dem Wirtschaftshof des Anwesens errichtet?
      Frage 4:
      Welche Organisation unterhält Castle Ward seit 1952?
      Frage 5:
      Welcher Künstler ist im Katalog mit den meisten Werken in Castle Ward vertreten?

      Liste der Kunstwerke in Castle Ward

      Keine Kunstwerke gefunden.