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      Eckdaten

      • Alternate names:
        • Народний закуток Воллінґтон
        • Wallington
      • Featured artists:
        • William Fox
        • Cornelis Janssens van Ceulen
        • William Bell Scott
        • James Archer
        • Francesco Francia
      • Works on APS: 31

      Die Geschichte von Wallington Hall

      Wallington Hall ist ein herrschaftliches Landhaus mit weitläufigen Gärten, eingebettet in die malerische Landschaft von Cambo in Northumberland, England. Die Wurzeln dieses Anwesens reichen tief in das Mittelalter zurück; bereits im Jahr 1415 finden sich die ersten gesicherten Aufzeichnungen über einen Turm in Wallington. Über Jahrhunderte hinweg war die Familie Fenwick die Hüterin dieses Erbes, bis finanzielle Nöte im Jahr 1475 den Verkauf ihrer Besitztümer an die Familie Blacketts erzwangen. Dieser Übergang markierte den Beginn einer Ära des Wandels, in der das Haus grundlegende Transformationen erlebte, darunter ein bedeutender Neubau im Jahr 1688, der sich um den uralten Pele-Turm schmiegte.

      Im Jahr 1777 übernahm die Familie Trevelyan das Anwesen und bewahrte es über anderthalb Jahrhunderte hinweg in ihrem Besitz. In dieser Zeit entfaltete sich die Architektur des Hauses durch verschiedene stilistische Epochen, geprägt durch einen umfassenden Umbau im 18. Jahrhundert. Eine endgültige Zäsur in der Geschichte der Besitzverhältnisse trat im Jahr 1942 ein, als Sir Charles Philips Trevelyan Wallington dem National Trust vermachte. Dieser Akt war von historischer Tragweite, da er die erste Schenkung dieser Art an den National Trust darstellte und sicherstellte, dass das Haus und seine umliegenden Ländereien als kostbares Erbe für die Öffentlichkeit bewahrt bleiben.

      Architektur und Baugestaltung

      Wallington Hall präsentiert sich als ein komplexes, über viele Epochen gewachsenes Bauwerk, das die physischen Spuren seiner tief verwurzelten Geschichte in sich trägt. Während das heutige Erscheinungsbild weitgehend das Ergebnis späterer Entwicklungen ist, finden sich in den Fundamenten und Kellern noch immer Elemente, die bis in das Mittelalter zurückreichen. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1688 neu errichtet, bevor das Gebäude zwischen 1735 und 1745 eine umfassende bauliche Transformation erfuhr. In dieser entscheidenden Phase etablierte sich der palladianische Architekturstil, der den unverwechselbaren Charakter des Hauses bis heute prägt – ein Zeugnis der visionären Arbeit des Architekten Daniel Garret, der das Anwesen während dieser bedeutenden Umgestaltungszeit leitete.

      Die innere Struktur des Hauses unterlag im Laufe des 19. Jahrhunderts einer weiteren, faszinierenden Evolution, als in den 1850er Jahren der zentrale Innenhof überdacht wurde. Diese architektonische Modifikation veränderte das subtile Zusammenspiel zwischen den privaten Innenräumen und der weiten, umgebenden Landschaft grundlegend. Als denkmalgeschütztes Gebäude von höchster Priorität bewahrt das Haus eine ganz eigene strukturelle Integrität, die von einer langen Geschichte der Besiedlung und stetigen Anpassung erzählt. Die Architektur tritt dabei in einen stillen, fast poetischen Dialog mit dem Anwesen, wo die strengen, formalen Linien des Hauses auf die grenzenlosen Ausblicke der nordenglischen Landschaft von Northumberland treffen.

      Die Sammlung der Familie Trevelyan

      Die Schätze, die in den Räumen dieses Hauses verborgen liegen, zeugen von einer langen Geschichte der Akkumulation und der akribischen Bewahrung. Zu den bedeutendsten Stücken zählen nationale Schätze aus Keramik, eine exzellente Bibliothek und prachtvolle Kutschen. Diese Objekte existieren hier als physische Zeugnisse der Präsenz der Familie in Northumberland; sie spannen einen Bogen von der zarten Präzision des Porzellans aus der Ming-Dynastie bis hin zu den robusten, kunstvoll gemusterten Oberflächen der Delfter Keramik. Auch Wedgwood-Steingut ist Teil dieser Sammlung und bereichert die Vielfalt der keramischen Formen, die in den prunkvollen Räumen zu finden sind.

      Jenseits der feinen Keramik beherbergt die Sammlung eine beeindruckende Auswahl an antiken Puppenhäusern. Diese Miniaturwelten bieten einen stillen, fast magischen Kontrast zur monumentalen Architektur der Umgebung. Das Nebeneinander dieser Objekte, zusammen mit der umfangreichen Bibliothek und den historischen Kutschen, erzählt von einer häuslichen Geschichte, die über Generationen hinweg bewahrt wurde. Die Gegenstände verbleiben in jenen Räumen, für die sie einst geschaffen wurden, wodurch ein tiefes Gefühl der Kontinuität innerhalb des gesamten Anwesens gewahrt bleibt.

      • Porzellan der Ming-Dynastie
      • Delfter Keramik
      • Wedgwood-Steingut
      • Antike Puppenhäuser
      • Kutschen

      Meisterwerke der Sammlung

      Die zentrale Halle beherbergt einen bedeutenden Zyklus von Gemälden, die im Auftrag von William Bell Scott entstanden sind. Diese Wandgemälde entfalten eine visuelle Erzählung der Geschichte Northumbrias und verankern den Raum tief in der lokalen Landschaft und ihrer Vergangenheit. Inmitten dieser monumentalen Werke begegnet man Darstellungen des Heiligen Bede sowie der heroischen Rettungstaten von Grace Darling. Auch das römische Kaiserheer unter Kaiser Hadrian findet in diesen historischen Szenen seinen Platz und verleiht der Halle eine Verbindung zur antiken Präsenz dieser Region. Ein besonderes Wandbild mit dem Titel 'Iron and Coal' setzt sich mit der Industriellen Revolution auseinander und fängt die transformative Energie jener Ära ein.

      In der Haupteingangshalle verleiht die Präsenz von Skulpturen des Künstlers Thomas Woolner dem Interieur eine ganz eigene, haptische Dimension. Diese Werke existieren im Dialog mit den farbenprächtigen Zyklen der Wandmalereien und tragen zur vielschichtigen, fast schon zeitlosen Atmosphäre des Hauses bei. Die Sammlung umfasst zudem bedeutende Kostbarkeiten wie:

      Wichtige Erwerbungen und Schenkungen

      Die Bewahrung dieses geschichtsträchtigen Anwesens ist untrennbar mit einem bedeutenden Moment in der Geschichte des National Trust verbunden. Sir Charles Philips Trevelyan, 3. Baronet, vermachte das Anwesen der Organisation – eine Geste, die als die erste Schenkung ihrer Art an die Institution in die Annalen einging. Dieser Transfer war von einer beeindruckenden Vollständigkeit: Er umfasste nicht nur das Herrenhaus selbst, sondern auch das weitläufige umliegende Landgut und die fruchtbaren Bauernhöfe, die das charakteristische Gesicht der Landschaft von Northumberland prägen.

      Sir Charles Philips Trevelyan pflegte eine tiefe, lebenslange Verbindung zu diesem Haus, in dem er zwischen 1928 und 1958 residierte. Seine Entscheidung, das Land und seine Gebäude zu stiften, stellte sicher, dass dieser Ort als Ganzes für das Gemeinwohl erhalten blieb. Durch das enorme Ausmaß dieser Schenkung konnten das Haus und seine weitläufigen Parkanlagen als eine einzige, harmonische Einheit verwaltet werden, wodurch das subtile Zusammenspiel zwischen der Architektur und der gestalteten Landschaft für die Nachwelt bewahrt wurde.

      Kunst-Quiz

      Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

      Frage 1:
      Welcher Künstler schuf die Wandgemälde in der zentralen Halle von Wallington Hall?
      Frage 2:
      Wer war der Architekt des Umbaus von Wallington Hall im palladianischen Stil im 18. Jahrhundert?
      Frage 3:
      Welche Organisation besitzt Wallington Hall seit 1942?
      Frage 4:
      Welcher Künstler malte das Werk „Madonna und Kind“, das im Katalog des Museums geführt wird?
      Frage 5:
      Welcher Architekturstil wurde für Wallington Hall verwendet?

      Liste der Kunstwerke in Wallington Hall

      Keine Kunstwerke gefunden.